Eine Art Rail Shooter, der erst langsam in Gang kommt, dann aber durchaus zu fordern versteht.
Tom Clancy's Ghost Recon
Ähnlich mittelmäßig wie die Grafik gibt sich auch die Soundkulisse. Viele Samples wirken wie aus dem Baukasten und die deutschen Synchronsprecher sind zwar erträglich, sicher aber keine Spitzenklasse. Ein witziges Feature ist es, die Waffengeräusche optional auch aus der WiiMote tönen zu lassen, was sich aber technisch bedingt eher wie ein Krieg aus dem Telefonhörer anhört, als wie vom Schlachtfeld Moskaus. Wirklich nervig allerdings ist das permanente "Lade nach" Geplärr der eigenen Ghosts, welches alle gefühlte drei Sekunden ertönt. Fast schon eine Wohltat deswegen wenn man endlich die MP mit 100 Schuss Munition besitzt, die nicht schon nach drei Sekunden wieder nachgeladen werden möchte.
Zur Steuerung ist zu sagen, dass das Nunchuck für beide Spieler Pflicht ist, auch wenn fast alle Funktionen auch auf den Tasten der WiiMote liegen. So kann man den Waffenwechsel mit dem Steuerkreuz ebenso durchführen wie mit dem Analogstick und das Heilen per A-Taste funktioniert ebenso mit der C-Taste, einzig der Zoom auf der Z-Taste ist ausschließlich mit dem Nunchuck möglich und die Fokuszeit lässt sich nur mit der Minus-Taste an der WiiMote auslösen. Auch wenn man nun meinen könnte, dass man diese eine Funktion des Zoom auch auf die WiiMote legen hätte können um so auf das Nunchuck zu verzichten, merkt man in der Praxis recht schnell wie gut die Steuerung durchdacht ist. Durch die Doppelbelegung nämlich bleibt es dem Spieler überlassen, ob er beispielsweise zum Waffenwechsel lieber auf der WiiMote "umgreift" oder lieber entspannt den Analogstick benutzt, auf dem der linke Daumen sowieso schon liegt. Umgekehrt ist es so, wenn man den WiiZapper benutzt, bedient man die vorne eingespannte WiiMote mit der linken und nicht mehr mit der rechten Hand, was die A und die Minus-Taste wieder in die unmittelbare Nähe der Finger kommen lässt. Ihr seht, die Doppelbelegung macht durchaus Sinn.
