Tom Clancy's Splinter Cell im Gamezone-Test

Test GreenAcid

Schleichen in 2D

Nachdem Splinter Cell ja bereits auf allen Konsolen große Erfolge gefeiert hat, gibt sich Sam Fisher nun auch auf dem GBA ein Stelldichein. Klar, dass auf dem kleinen GBA keine großen Schleichorgien in 3D veranstalten lassen. Stattdessen hat man sich eine schmucke 2D-Engine gebastelt, mit der allerdings auf erstaunliche Weise ein ziemlich packendes Stealth-Feeling aufkommt.

Die Story wurde ziemlich genau vom "großen Bruder" übernommen, wir sind also weiterhin ein äußerst geheimer Geheimagent, welcher im Laufe mehrerer Missionen einer großen Verschwörung auf die Schliche kommt. Das eigentliche Gameplay in den über 10 Missionen hat sich aufgrund der 2D-Konvertierung natürlich stark geändert aber auch vereinfacht. Sam Fisher ist auch hier in Top-Form und kann sich geschickt über Hindernisse hinweghangeln, Gegner gezielt von hinten außer Gefecht setzen oder im Notfall sogar zur Waffe greifen. Wie im guten alten Metal Gear Solid muss man auch hier diverse Videokameras im Auge behalten um nicht entdeckt zu werden. In manchen Missionen hat man zum Glück die Möglichkeit den frisch aktivierten Alarm wieder abzuschalten, in anderen wiederum ist sofort Feierabend sobald man sich erwischen hat lassen. Mittels R-Taste kann man sich ein Bild über die nähere Umgebung und die Sichtweite der Kameras machen, wer sich also Zeit lässt und seine Schritte gut plant, wird kaum unangenehm überrascht werden. Wie auch auf den großen Konsolen kann auch hier sehr schnell ein Frustgefühl aufkommen, zumal man bei einem Fehler zum letzten Checkpoint zurückversetzt wird. Splinter Cell ist nun mal ein Schleichspiel und deshalb werden Jump'n'Shoot-Rambos hier recht wenig Freude haben. Alle Schritte sollten gut geplant sein, natürlich immer mit dem aktuellen Missionsziel im Kopf, welches auch über das Pause-Menü nachgelesen werden kann.

Die Missionen sind außerordentlich gut durchdacht und natürlich sind die meisten Situationen im Spiel ohne Gewalt schaffbar. Abwechslung wird ebenfalls geboten: Jede Mission verlangt vom Spieler neues Können, es wurde sogar ein kleines Sniper-Minigame eingebaut. Auch das obligatorische Nachtsichtgerät ist mit dabei, so kann man sich mit zuvor unterbrochener Stromzufuhr an schwierigen Stellen im Schutz der Dunkelheit vorbeischleichen.

Grafisch gibt es eigentlich nichts zu meckern, das Spiel sieht natürlich in 2D gänzlich anders aus, es wurden aber sehr abwechslungsreiche Hintergründe integriert und jede Mission hat ihren ganz eigenen optischen Stil. Das Menüsystem und die Steuerung des Protagonisten ist sehr gut gelungen, alles ist optimal auf die wenigen Tasten des GBA verteilt wurden und lässt sich sehr intuitiv steuern.

Meinung

Wertung zu Tom Clancy's Splinter Cell (GBA)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
gelungene Umsetzung auf 2Dschöne Grafikpackendes Missionsdesign
stellenweise sehr frustfördernd

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