Tom Clancy's The Division 2: DIe Geschichte der Serie im großen Special

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Tom Clancy's The Division 2: DIe Geschichte der Serie im großen Special
Quelle: Ubisoft

Der Weg nach Lower Manhattan war lang und beschwerlich - wir fassen die bisherige Division-Story in unserer großen Reportage verständlich zusammen und setzen sie in Kontext.

Die Jagd nach Aaron Keener wurde eröffnet. Die oft ein wenig verwinkelte Tom-Clancy-Geschichte um Viren, Verrat und eine neue Weltordnung ist allerdings für Neueinsteiger schwer zu verstehen. Wir fassen die wichtigsten Eckpunkte zusammen.
Der Name Aaron Keener lässt Division-Veteranen der ersten Stunde einen Schauer über den Rücken laufen. Als graue Eminenz im Hintergrund der beiden Spiele steht Keener für das personifizierte Chaos, die egoistische Galionsfigur einer neuen Weltordnung, die keine Rücksicht mehr auf Dinge wie Empathie und ein friedliches Miteinander nimmt.

Spieler, die erst mit Warlords of New York die Server betreten, geben bei der Erwähnung Aaron Keeners jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit lediglich ein antiklimaktisches "Wer?" von sich. Kein Wunder, denn The Division 2 (jetzt kaufen / 26,99 € ) schubst Spieler praktisch direkt auf die Straßen von Lower Manhattan und gibt lediglich ein paar wichtige Eckpunkte der Story preis. Dabei ist die Geschichte der Division-Reihe tatsächlich sehr dramatisch und voller Clancy-­typischer Wendungen. Ebenfalls Clancy-typisch ist jedoch die enorme Menge an Charakternamen, Daten und Ereignissen, welche leicht überwältigend wirken kann. Wir fassen im Folgenden die Geschichte zusammen, die den Spieler-Agenten zurück nach New York führt, erklären, was es mit der Dollar-Grippe, dem Gespenst Aaron Keener und der Division selbst auf sich hat.

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Grundlegende Dinge klären wir dabei im Voraus und gehen danach zu einem Zeitstrahl über, der euch auf verständliche Art und Weise in der aktuellen Zeitlinie ankommen lässt. Insbesondere die ersten paar Wochen in New York betrachten wir im Detail, da hier eine Menge Hintergrundinformationen für die durchgehende Thematik der Serie geprägt werden. Wir wünschen viel Spaß beim Eintauchen in eine nicht ganz abwegige und extrem düstere Geschichte, in der die Weltregierungen nicht mit dem Ausbruch einer extrem ansteckenden Virusgrippe zurechtkommen. Ladet eure Waffe, setzt eure Atemmaske auf und wascht euch die Hände. Die Jagd auf Keener ist hiermit eröffnet.

Die Funktion und die Ursprünge der Division

Bevor wir uns jedoch um Husten, Schnupfen und den Zusammenbruch der westlichen Welt kümmern, legen wir erst einmal den Grundstein: Wer oder was ist die Division eigentlich? Das Spiel selbst erklärt euch zumindest, dass ihr zu der absoluten Elite der amerikanischen Regierungsagenten gehört und nur dann zum Einsatz kommt, wenn alle anderen Kanäle versagen. Das führt viele Spieler zu der Annahme, dass es sich bei der Division um eine Art "Super-CIA" handelt, samt der Geheimnistuerei und den damit verbundenen Spionage-Tätigkeiten. Die Wahrheit sieht allerdings komplett anders aus. Ihren Ursprung nahm die Geschichte der sogenannten "Strategic Homeland Division" im Jahr 2001, als die US-Regierung die "Operation Dark Winter" durchführte. Dieser Codename steht für die Simulation eines Angriffs auf die Vereinigten Staaten durch den zielgenauen Einsatz eines Pocken-Ausbruchs.
Die handverlesenen und extrem motivierten Mitglieder der „Strategic Homeland Division“ stellen das Nonplusultra der autarken Geheimagenten dar. Quelle: Ubisoft Die handverlesenen und extrem motivierten Mitglieder der „Strategic Homeland Division“ stellen das Nonplusultra der autarken Geheimagenten dar. Eines der Ziele von Dark Winter war es, die Verwundbarkeit der USA aufzuzeigen und im Anschluss gezielt die offen gelegten Schwachstellen zu entfernen. Die von Oklahoma-Stadt ausgehende Simulation zeigte, dass die Regierung völlig unfähig war, die Ausbreitung des Pockenvirus zu stoppen, und nach kurzer Zeit die Kontrolle über die letzten Notfallfunktionen Amerikas verlieren würde. Selbst die Medien waren unfähig, der Zivilbevölkerung auf kompetente Art und Weise den richtigen Umgang mit dem Virus zu vermitteln, und trugen sogar dazu bei, Fehlinformationen und Panik zu verbreiten. Und das Beste? Operation Dark Winter ist echt. Die Simulation wurde vom Johns Hopkins Center für Zivile Bioverteidigungsstrategien (CCBS) sowie dem Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) durchgeführt. Das vierundvierzigseitige Dokument wurde von der US-Regierung zur Verfügung gestellt und kann auf mydivision.net heruntergeladen werden.

Nachdem wir unsere Leser nun mit einem angemessen mulmigen Gefühl versehen haben, kommen wir wieder zu dem fiktionalen Teil der Geschichte: Im Jahr 2007 führte die damalige US-Regierung Direktive 51 ein. Die Direktive besagt, dass im Falle eines katastrophalen Zusammenbruchs der nationalen Sicherheit oder der gewählten Regierung eine konstitutionelle Regierung eingesetzt werden würde; eine Regierung, die alle drei Staatsgewalten in der Hand des Präsidenten selbst zusammenlaufen lässt. Die Strategic Homeland Division, kurz SHD oder einfach "The Division", war das direkte Ergebnis von Direktive 51: eine große Menge an Schläferagenten, die ihren regulären Jobs nachgehen, bis sie aktiviert werden. Um es ganz klar auszudrücken, ist die Division die allerletzte Verteidigungslinie, die nur dann zum Einsatz kommt, wenn die USA kurz vor dem Fall stehen. Die Agenten besitzen eine enorme Handlungsfreiheit, zeichnen sich durch eine erstklassige Ausbildung, Furchtlosigkeit, Intelligenz und die Versorgung mit der absoluten Crème de la Crème der technologischen Kriegsführung aus.

Von der Abkürzung SHD abgeleitet sind sowohl die SHADE-Tech-Gadgets als auch die sogenannte Smart-Watch eines der offensichtlichsten Merkmale eines Division-Agenten. Noch vor allen anderen technischen Spielzeugen stellt jedoch die künstliche Intelligenz ISAC (System Analytical Computer Interface) eine der größten Stärken der Division dar. Die KI unterstützt Agenten durch Kommunikation, Echtzeitanalyse, Datensammlung und die Auswertung Biometrischer Daten. ISAC ist der Grund, warum ihr die in der Spielwelt verteilten "Echos" wahrnehmen könnt, die eine Mischung aus den gesammelten Audio- und Videodateien von Überwachungskameras und Smartphones darstellen. All das macht einen Division-Agenten zu einem wahrhaft furchterregenden Feind. Das orangenfarbene Glühen der SHADE-Technologie veranlasst deshalb auch mehr als einen eurer Feinde dazu, panisch ins Funkgerät zu brüllen, dass sich ein "Division-­Element" im Angriff befindet. Das Motto der Division? "Extremis Malis, Extrema Remedia": "Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen."

27.11.-1.12: Der letzte Black Friday

Ground Zero der gesamten Geschichte um die Division und das sogenannte "Grüne Gift" war der 27. November des Jahres 2015 - Black Friday. Im Einkaufszentrum "Abdel's Shopping Center" wurde der Virus von dem Biochemischen Ingenieur Gordon Amherst freigesetzt. Gordon ist ein Name, der während The Division öfter fällt: Der Wissenschaftler befasste sich mit der Replikation künstlicher DNA und der damit verbundenen Virus-­Forschung. Dummerweise war Amherst nicht nur brillant, sondern auch ein Verfechter einer besonders radikalen Version des Darwinismus: Seiner Ansicht nach brauchte die Natur ein wenig Hilfe, um mit der Krankheit "Mensch" fertig zu werden.
Die Anfangsphase des Virusausbruches in New York verlief katastrophal und legte den Grundstein für die Charaktere sowie Story des Division-Universums. Quelle: Ubisoft Die Anfangsphase des Virusausbruches in New York verlief katastrophal und legte den Grundstein für die Charaktere sowie Story des Division-Universums. Wer seine neue Krankheitsvariante überlebte, war offensichtlich auserwählt, um in der von ihm geschaffenen Welt weiterzuleben. Alle anderen würden ein Opfer der "natürlichen Auslese". Gleichzeitig mit Hunderten von anderen Opfern infizierte sich Amherst selbst mit dem Grünen Gift - und starb kurz darauf an dem Monster, das er selbst geschaffen hatte. In der Zeit vom Black Friday bis zum ersten Dezember begann der Virus mit seiner Arbeit. Die ersten Symptome traten auf, Fieber brach aus und die Öffentlichkeit begann zu verstehen, dass etwas nicht stimmte. Schulen wurden geschlossen, Universitäten sagten Kurse ab und die Bewohner New Yorks wurden gebetenn, zu Hause zu bleiben und die Krankheitswelle auszusitzen.

2.12.-3.12: Amhersts Plan geht auf

Als die Seuche wenige Tage später die ersten Todesopfer forderte, versank New York in einem Malstrom aus Gewalt und Chaos. Es dauerte nicht einmal zwei Tage, bis die Geschäfte leer gekauft waren und die ersten Plünderungen begannen. In diesen Tagen wurden zwei Drittel der Bevölkerung, Diplomaten und der UNO-Besatzung Manhattans evakuiert - und trugen damit den Virus weit ins Kernland der USA und andere Länder. Zu diesem Zeitpunkt begann auch das Gerücht zu kursieren, dass die Seuche über infizierte Einhundert-Dollar-Scheine verbreitet wurde.

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