In The Division 2 zurück nach Brooklyn: Zwischen Herbststimmung, Story-Frust und Nostalgie

Special Matthias Dammes
In The Division 2 zurück nach Brooklyn: Zwischen Herbststimmung, Story-Frust und Nostalgie
Quelle: Ubisoft / PC Games

Mit Kampf um Brooklyn ist der neue DLC für The Division 2 erschienen. Matthias hat ihn durchgespielt und sich ein paar Gedanken dazu gemacht.

Ende April befasste ich mich in einem Artikel mit der bevorstehenden Veröffentlichung von The Division 2: Kampf um Brooklyn. Der erste richtige Story-DLC für den Third-Person-Shooter von Massive Entertainment nach fünf Jahren klang spannend, warf bei mir aber auch einige Fragen auf. Vor allem machte ich mir Sorgen, ob ich überhaupt in die Story reinfinde, nachdem ich den häppchenweise verabreichten Season-Content der letzten Jahre nicht verfolgt habe. Seit dem 27. Mai ist der DLC nun erhältlich, und ich habe mich auf die Straßen von Brooklyn begeben - zurück an den Ort, wo damals alles begann.

Ins kalte Wasser geworfen

Während des Tutorials des ersten The Division lernten wir damals unsere ersten Schritte in den Straßenzügen rund um die Manhattan Bridge, bevor es in das hart umkämpfte Manhattan selbst ging. Die meiste Zeit, seit dem Ausbruch der Dollar-Seuche, haben sich die bewaffneten Konflikte in New York meist auch auf die Insel beschränkt.

In Brooklyn hat sich unterdessen eine friedliche Community entwickelt. Diese scheinbare Idylle gerät jedoch in Gefahr, als Cleaner und Riker ihre Aktivitäten nach Brooklyn ausweiten. Zu allem Überfluss sind die Cleaner scheinbar inzwischen in der Lage, die gefährliche Purple Flame in großer Stückzahl zu produzieren.

Unter dieser Ausgangslage breche ich also wieder nach New York auf. Mindestens die Hälfte meiner kurzen Schilderung zum Startpunkt der Story stammt jedoch aus der offiziellen Beschreibung des DLC und weniger aus dem Spiel selbst. Wie ich es schon befürchtet hatte, macht das Spiel keine Anstalten, um Rückkehrer wie mich irgendwie auf einen aktuellen Stand der Story zu bringen. Stattdessen werde ich ohne große Einführung in Brooklyn abgesetzt.

Dort scheint die Division inzwischen mit Rogue-Agenten zusammenzuarbeiten, die in Warlords of New York noch meine Gegner waren, und ich habe keinen blassen Schimmer, warum und wieso. Das ist wirklich schade, weil ich bei The Division eigentlich immer auch ein Fan der Lore gewesen bin. Ich habe sogar diverse Romane gelesen, um mehr über die Welt zu erfahren. Hier hätten die Entwickler definitiv einen besseren Job machen müssen, um Spieler, die nicht permanent am Ball geblieben sind, wieder auf den aktuellen Stand zu bringen.

Brooklyn im Herbst

Was dem Team von Massive in jedem Fall wieder wunderbar gelungen ist, ist die stimmige Umsetzung der post-pandemischen Welt. Nach Manhattan im Winter und Washington D.C. im Sommer geht es diesmal nach Brooklyn im Herbst. Entsprechend hat die Natur warme Farben angenommen, die Bäume an den Straßen und in Parks tragen bunte Blätter in verschiedensten Tönen.

Die beiden Stadtbezirke Dumbo und Brooklyn Heights sind erneut sehr detailgetreu umgesetzt, inklusive diverser wiedererkennbarer Orte wie die Parks an der Wasserkante und natürlich die ikonischen Brooklyn und Manhattan Bridge. Gefreut habe ich mich auch, als ich Orte aus dem ersten Division, wie die Polizeistation, in der damals eine der allerersten Missionen stattfand, sofort wiedererkannt habe.

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