Während hierzulande momentan über das Wetter des bisherigen Sommers heiß diskutiert wird, hat auf der Xbox 360 wieder der Summer of Arcade begonnen. Zum mittlerweile fünften Mal dürfen sich die 360-Zocker über fünf neue Xbox Live Arcade-Titel freuen, die in den kommenden Wochen zum kostenpflichtigen Download veröffentlicht werden. Den Anfang macht mit Tony Hawk's Pro Skater HD, ein Remake der bekannten Sportspielreihe, um die es aktuell etwas ruhiger geworden ist. Das Remake selbst soll neben der Xbox 360 noch für die PlayStation 3 und den PC auf den Markt kommen, aber im Rahmen des Summer of Arcade gibt es den Titel aktuell zeitexklusiv für die Xbox 360.
Quelle: Activision
Tony Hawk's Pro Skater HD (4)
Mit von der Partie sind bei diesem Remake ganze sieben Level aus den ersten beiden Tony Hawk's Pro Skater-Teilen, alte und neue Skater und zudem noch ein paar Lieder der damaligen Soundtracks. Der Umfang geht für einen Arcade-Titel also durchaus in Ordnung und bei einem Preis von 1200 Microsoft Points kann man sich da nicht beklagen. Die Auswahl der Level bietet da schon mehr Potential zur Diskussion, wenngleich eine solche Auswahl ohnehin äußerst schwer sein dürfte, da jeder Spieler seine eigenen Favoriten besitzt. Allerdings sind mit dem Warehouse und dem Hangar zwei Level dabei, die sich im Grunde durchaus ähnlich sind. Da hätte man am Ende vielleicht einen Level durch einen anderen ersetzen können oder gar sollen. Neben den beiden genannten Umgebungen sind mit dem Skaterpark in Marseille, der Mall oder Downhill Jam auch einige Klassiker enthalten, die sicher viele Fans der Serie zu den Highlights der ersten beiden Ableger zählen. Unterm Strich kann man mit der Auswahl also zufrieden sein, aber da kommt es eben insbesondere auf den persönlichen Geschmack an.
Mit dem Avatar aufs Skateboard
Quelle: gamesaktuell.de
Tony Hawk's Pro Skater HD (7)
Eine Auswahl erwartet uns auch bei den Skatern selbst und neben einigen Skatern der ursprünglichen Teile, haben es noch ein paar neue Charaktere ins Spiel geschafft. Allerdings ist es nicht mehr wie früher möglich, sich eigene Skater zu basteln. Schade, aber immerhin darf man nun mit den Avataren der Xbox 360 an den Start gehen. Eine ganz nette Idee, die aber den Editor für eigene Skater kaum ersetzen kann. Wer jedoch gerne mit seinem Avatar den Karrieremodus unsicher machen möchte, wird sich bestimmt über diese Möglichkeit freuen.
Der Karrieremodus ist für Solospieler natürlich auch beim Remake wieder der wichtigste Spielmodus. Hier dürfen wir zwischen den verfügbaren Skatern wählen und anschließend mit jedem separat die Karriere durchspielen. Zu Beginn ist nur der erste der sieben Level verfügbar und die restlichen Areale müssen erst durch das Erledigen der Aufgaben freigeschaltet werden. In jedem Level gibt es hierbei ganze zehn Aufgaben zu absolvieren, die zum größten Teil aus den beiden Tony Hawk's Pro Skater-Teilen übernommen wurden und es stehen uns die gewohnten 2 Minuten pro Lauf zur Verfügung. Da es beim ersten Ableger aber nur 5 Aufgaben pro Level gab, hat man hier noch einige zusätzliche Aufgaben mit in die Level gepackt und die bekannten Geldscheine zum Einsammeln verteilt. Im Gegensatz zu früher dürfen wir nun zudem in Marseille Ziele erfüllen. Das bekannte und fast schon kultige versteckte Tape ist in diesem Remake übrigens nicht mehr dabei. Aber keine Sorge, dieses wurde nur durch eine versteckte DVD ersetzt, die sich an den bekannten Orten im Spiel befindet.
Haben wir uns also für Skater und Level entschieden und die Aufgabenliste eingeprägt, kann es auch schon losgehen. Auf den ersten Blick hat sich beim Gameplay nicht viel getan. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass man im Grunde auch schlichtweg das Gameplay der damaligen Teile geboten bekommt und Veränderungen der späteren Tony Hawk-Ableger in diesem Remake nicht berücksichtigt wurden. Ein Punkt, bei dem sich wohl wieder die Geister scheiden werden. Manche hätten lieber das Gameplay der neueren Teile im Remake gesehen, während andere womöglich genau das alte Spielgefühl erleben möchten. Ein paar Änderungen gibt es dann aber doch beim Gameplay und insbesondere der Physik. Dies wird vielen Spielern vor allem beim Springen auffallen, welches spürbare Unterschiede zu den ursprünglichen Fassungen aufzeigt, aber gar nicht so leicht zu beschreiben ist.
Doch trotz dieser Veränderungen stellen sich sogleich die ersten Erfolge ein. Aufgaben werden erledigt, Level mit gigantischen Kombos unsicher gemacht und nebenbei kassiert man noch den einen oder anderen Geldschein beim Skaten ein. So schalten wir durch das Erledigen der Aufgaben nicht nur neue Level frei, sondern können mit dem erhaltenen Geld auch im Shop einkaufen. Neben neuen Skateboards, können wir hier auch Statuswerte unseres Skaters verbessern oder neue Spezialtricks kaufen.
