Train Simulator: Railworks 2010 im Gamezone-Test

Test The_mAtRiX

Der Microsoft Train Simulator kann endlich in den Ruhestand gehen, Railworks ist da!

Zunächst aber noch ein Blick auf den Lieferumfang an Strecken und Rollmaterial, der im Vergleich zum "Rail Simulator", aber auch zur ersten Version von "Railworks" deutlich verbessert wurde:

Train Simulator: Railworks 2010 Train Simulator: Railworks 2010 9 Routen (5 mehr als beim "Rail Simulator") mit über 50 Szenarien (bisher 15):
•Hagen-Siegen (Deutschland)
•Seebergbahn (Deutschland, fiktive Gebirgsbahn)
•TestTrak (Deutschland, orientiert sich am Siemens Test-Center in Wildenrath)
•Oxford-Paddington (England)
•York-Newcastle (England)
•Bath-Templecombe (England)
•Hedborough North (England, fiktiv)
•Barstow-San Bernadino (USA)
•Castle Rock Railroad (USA, fiktiv)

Train Simulator: Railworks 2010 Train Simulator: Railworks 2010 16 Rollmaterialien (8 mehr als beim "Rail Simulator"):
•BR 291 (Deutschland, Diesel Rangierlokomotive)
•BR V200 (Deutschland, Diesel Streckenlokomotive)
•BR 143 (Deutschland, E-Lok)
•BR 151 (Deutschland, schwere Güter E-Lok)
•BR 101 (Deutschland, E-Lok)
•BR 52 (Deutschland, Dampflokomotive)
•Black 5 (England, Dampflokomotive)
•7F (England, Dampflokomotive)
•Class 55 (Diesellok)
•Class 47 (Diesellok)
•Class 37 (Diesellok)
•InterCity 125 (Dieseltriebwagen)
•Class 166 (Dieseltriebwagen)
•EMD ES44-AC (Diesellok)
•EMD SD40-2 (Diesellok)
•EMD F7 (Diesellok)

Sollten Sie schon Add-Ons für den "Rail Simulator" gekauft haben, so können diese weiterhin mit "Railworks" benutzt werden, wobei allerdings auf Grund der Weiterentwicklung der Software manchmal Darstellungsfehler auftreten können.

Train Simulator: Railworks 2010 Train Simulator: Railworks 2010 Wie schlägt sich nun "Railworks" im Vergleich zum Vorgänger? Optisch hat sich subjektiv nur wenig getan. Die Grafik ist deutlich besser im Vergleich zum Microsoft Train Simulator, was auch nicht weiter überrascht, da dieser Dinosaurier ja aus dem Jahre 2001 stammt. Gegenüber "Rail Simulator" konnte ich subjektiv nur wenige Unterschiede feststellen. Wer seit 2007 seinen PC aktualisiert hat, kann nun natürlich ruckelfrei mit den höchsten Grafikeinstellungen spielen. Trotzdem sind die dreidimensionalen Landschaften ein Genuss. Die häufige Verwendung von fotorealistischen und nicht gezeichneten Grafiken erzeugt sowohl bei niedriger, als auch bei hoher Fahrtgeschwindigkeit einen überzeugenden Eindruck. Viele Elemente sind natürlich animiert. Gräser und Äste von Bäumen wiegen sich im Wind und Vögel flattern über die virtuellen Landschaften hinweg. Auch unsere Fahrgäste sind zu Fuß unterwegs, auch wenn diese - immer noch - die Fähigkeiten von Superhelden haben und einfach durch Gegenstände auf dem Bahnsteig hindurchlaufen. Die Animationen sind im Vergleich zum Vorgänger mehr geworden, so dass die Eisenbahnstrecken einen sehr lebendigen Eindruck machen.

Ob Regen, Hagel oder Schnee, die Bahn kommt immer (unpünktlich)

Train Simulator: Railworks 2010 Train Simulator: Railworks 2010 Bei der Bahn redet man (mit Ausnahme ausfallender Heizungen und ICE-Klimaanlagen) ja bekanntlich nicht vom Wetter. Dass man es trotzdem tun sollte, beweist "Railworks" sehr schön. Das Wetter kann sich im Simulator ständig ändern. War es gerade noch eben sonnig, so kann man am Horizont schon die Gewitterfront erahnen, in die man hineinfahren wird. Da trifft es sich sehr gut, dass die Lokomotiven bei Railworks mit funktionierenden Scheibenwischern ausgestattet sind, die die Regentropfen von unseren Führerstandsfenstern verbannen. Auch Schatteneffekte und Reflektionen sieht man regelmäßig. Sonnenaufgang und -untergang sind ebenfalls ein Augenschmaus und sollte man mit einem Personenzug unterwegs sein, schaltet sich selbstverständlich im Zug die Innenbeleuchtung ein, sobald es draußen dunkel wird. Die Spitzensignale sind nun in der Regel korrekt ausgeführt, das noch im "Rail Simulator" fehlende Fernlicht wurde ergänzt (sofern beim Original vorhanden) und auch die computergesteuerten Züge fahren nun wie im Vorbild mit eingeschaltetem Spitzensignal. Die immer noch fehlenden Lichtkegel sind immerhin für Ende 2010 angekündigt. Die Führerstände der Lokomotiven sind als 3D-Modell realisiert und der virtuelle Lokführer kann darin seinen Blick ebenso herumschweifen lassen, wie in der Passagieransicht in den Personenwagen.

Das Wagenmaterial ist mit wenigen Ausnahmen sehr schön gestaltet und die Personenwaggons verfügen über die gerade schon angesprochene Innenansicht. Leider werden die Türen immer noch nicht alle vorbildtreu animiert. Die schon im Vorgänger vorhandenen IR-Wägen wurden optisch nicht aufgebessert und sehen immer noch aus wie billiges Plastikspielzeug, welches mit der Realität nichts zu tun hat.

Train Simulator: Railworks 2010 Train Simulator: Railworks 2010 Zu einer realistischen virtuellen Welt gehören aber auch gute Soundeffekte. Auch hier hat man ordentliche Arbeit geleistet. Verfügt man über eine Soundkarte mit EAX Unterstützung, so darf man sich über Raumklang freuen. Beobachtet man seinen Zug aus der Gleisansicht erlebt man nicht nur einen Ohrenschmaus, wenn der Zug vorbeirauscht, sondern darf sich auch am Gezwitscher der Vögel, dem Lärm aus den Fabriken und an den Geräuschen des Autoverkehrs erfreuen.

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