Kann das Spiel die fulminante Kinoaction auf die Konsolen und den PC portieren, oder fällt die Action lasch aus?
Du bist nicht allein ...
Nach der Mission könnt ihr in der Kommandozentrale noch weitere Entscheidungen treffen. Jede Mission wird mit entsprechender Erfolgsrate und Punkten belohnt. Ihr habt später auch Einsicht in extrem umfangreiche Statistiken und könnt somit euren Fortschritt stets verfolgen - auch im direkten Vergleich mit Spielern aus aller Welt, sofern ihr zugleich auch online seid. Die in den Missionen durch stilvolle Aktionen und Manöver gesammelte Punkte - so genannte Energon - könnt ihr zusätzlich in feine Extras eintauschen und somit das komplette Transformer-Team mit neuen Fähigkeiten und verbesserten Werten in den nächsten Kampf schicken. Die Ballerwaffen überhitzen dann zum Beispiel nicht ganz so schnell und die Robotter verfügen über mehr Lebensenergie.
Transformers: Die Rache
Und wer sich an den zwei umfangreichen - wenn auch nicht sonderlich abwechslungsreichen und spannenden - Kampagnen satt gesehen hat, begibt sich in den Mehrspielermodus. Weltweite Gefechte zwischen den Autobots und Decepticons sorgen für durchaus spannende Duelle. Übliche "Deathmatch" und "Capture the Flag" Varianten werden durch interessante Modi erweitert. Bei "Einer wird stehen" muss der Boss des Teams durch seine Mitstreiter beschützt werden. Fällt Optimus Prime oder Megatron, so versiegt der Widerstand und der Kampf ist beendet. Dies ist vor allem deswegen sehr interessant, da jeder der Transformers spezielle Spieleigenschaften mit sich bringt. Der eine kann seine Kontrahenten schocken und somit für kurze Zeit kampfunfähig machen, während der andere sogar heilend zur Hand geht. Wer daher sein Team optimal zusammenstellt und mittels Headset strategisch ausrichtet, kann sich Vorteile verschaffen.
Weniger fulminant und stellenweise schwerfällig
Ein durchwegs gelungener, und äußerst pompöser Soundtrack sorgt mit orchestralen Klängen und Chorgesang für extrem gute akustische Untermalung. Die Musik passt einfach auf das Geschehen und macht viel her, genauso wie die deutsche Sprachausgabe. Blechern klingende und verzerrte Stimmen der Autobots und Decepticons vermitteln überzeugend wirkende Charaktere - auch wenn sich die Entwickler nicht immer an die Vorlage gehalten haben. Zum Beispiel erstaunte uns der gelbe Autobot Bumblebee mit einer richtigen Stimme, während er im Film nur mittels seines Autoradios zu sprechen vermag. In der englischen Fassung dürft ihr übrigens den Originalsprechern des Films lauschen, was dem Spiel natürlich extrem zu Gute kommt.
Transformers: Die Rache
Weniger überzeugend gegenüber der Kinovorlage ist die technische Seite. Während die unterschiedlichen Charaktere mit viele Liebe zum Detail modelliert wurden, was vor allem in den ungestörten Momenten der Kommandozentrale oder Charakterauswahl auffällig ist, sorgt die mäßige Action auf dem HD-Screen für weniger fulminante Bilder. Die Technik versorgt euch mit schlichten Explosionen und eher trüberen Aussichten, ist aber auch nicht wirklich von schlechten Eltern. Weiterhin drängt sich ein Vergleich zwischen den Versionen nahezu auf. Unterschiede zwischen der Xbox 360 und Playstation 3 Variante muss man aber wirklich mit der Lupe suchen - und selbst dann konnten wir kaum etwas ausmachen. Beide Spiele laufen flüssig und mit derselben Detailtiefe über den Bildschirm. Einzig allein am PC wirkt die Action etwas knackiger, doch da starrt man häufig auch nicht in einen 50 Zoll großen Monitor. Schlussendlich dürfte der Controller und evtl. einige persönliche Vorlieben vom Spiel unabhängiger Features der Plattformen für eine Entscheidung herhalten. PC Zocker können immerhin ein Gameplad der Tastatur-Steuerung vorziehen und haben so optionale Möglichkeiten.
