Transformers: Kampf um Cybertron im Gamezone-Test

Test Goreminister

Auf Cybertron wird weder Fisch noch Fleisch, sondern blecherne Action serviert.

More than meets the eye?

Transformers: Kampf um Cybertron Transformers: Kampf um Cybertron Grafisch ist der Krieg um Cybertron recht "nett" inszeniert, kann aber mit keinen wirklichen "Aha"- oder gar "Wow"-Effekten aufwarten. Der Ausspruch "solide" trifft es wohl am Besten, zumal die Umgebungen nicht gerade abwechslungsreich gestaltet wurden und wir abermals den Kriegern aus der berühmt berüchtigten "Klonfabrik" gegenüberstehen. Darüber hinaus hat man sich zwar durchaus Mühe mit den Animations- und Verwandlungsphasen der Transformers gegeben, aber scheinbar wenig Wert auf die Texturen gelegt, welche oftmals negativ durch die teilweise üble Treppchenbildung auffallen. Gerade bei der Xbox 360-Version sind die Texturen eher grobkörnig, weswegen die PS3-Version hierbei ein klein wenig besser aussieht. Dabei handelt es sich aber um marginale Unterschiede, die nicht wirklich über "besser" oder "schlechter" entscheiden. Wichtig ist, dass beide Versionen stabil laufen und es zu keinen Einbrüchen in der Bildrate kommt. Vorallem wenn sich mehrere Gegner auf dem Schlachtfeld tummeln.

Transformers: Kampf um Cybertron Transformers: Kampf um Cybertron Die deutsche Synchronisation ist durchaus solide, bietet allerdings ein durchgängiges Overacting der Sprecher, deren Stimmmodulation durchweg übertrieben pathetisch klingt. Als Fan der Transformers schaltet man ohnehin sofort die englische Tonspur ein, da Peter Cullen in der Rolle als Optimus Prime alles in allem einfach unschlagbar bleibt. Der ebenfalls recht bekannte Synchronsprecher Fred Tatasciore hingegen bekam gleich vier Sprecherrollen aufgedrückt und verkörpert somit Megatron, Ratchet, Omega Supreme und den Giganten Trypticon. Die englischen Kollegen zeigen den deutschen Synchronsprechern also erneut wo der Frosch die Locken hat und machen ihren Job wesentlich besser und vor allem routinierter.

Musikalisch greift man zu eher metallischen Klängen, die allerdings recht dezent eingesetzt wurden. Fans der ersten Stunde wird allerdings das Herz aufgehen, wenn sie die Abspannmusik zu Ohren bekommen, da man sich hierbei am "Transformers Theme" der Glamrock Band "Lion" orientiert hat und wahrlich grandiose 80er Jahre Metalmusik zum Besten gibt. Klassisch! Darüber hinaus können die Sound FX überzeugen, wobei die typischen "Transformations"-Effekte natürlich ebenfalls Verwendung gefunden haben und das recht positive Gesamtbild in Sachen Musik und Sound abrunden.

Wo sind sie denn alle hin?

Transformers: Kampf um Cybertron Transformers: Kampf um Cybertron Im Vorfeld der Veröffentlichung betonten die Entwickler der High Moon Studios mehrmals, dass man dem Multiplayer-Part von Transformers: Kampf um Cybertron besondere Beachtung schenkt. Soweit so gut, doch schaut man in den Spiel-Lobbys nach, so findet man äußerst schlecht jemanden, mit dem man für ordentlichen Blechschaden sorgen könnte. Dabei werden uns eine Reihe interessanter Modi geboten, die jedoch weitestgehend von der Konkurrenz abgekupfert wurden. Die beiden Modi "Deathmatch" und "Team Deathmatch" sollten selbsterklärend sein und auch den Modus "Eroberung", bei dem man diverse Punkte auf der Karte erobern und halten muss, sollte man aus anderen Genrevertretern kennen. Und da kaum ein Multiplayer-Spiel dieser Tage ohne eine Art "Horde"-Modus auskommt, wurde ein solcher unter dem Namen "Eskalation" natürlich auch in diesem Spiel platziert. Hierbei gilt es diverse Gegnerwellen nach und nach abzuwehren, um so an Punkte zu gelangen. Weiterhin wird der Multiplayer mit dem Modus "Countdown zur Auslöschung" bereichert, in dem beide Teams eine Bombe im gegnerischen Hauptquartier platzieren und anschließend verhindern müssen, dass der Feind den Sprengkörper deaktiviert. Abschließend wären noch die beiden Spielmodi "Machtkampf" und "Energiecode" zu erwähnen, doch auch diese kennt man bereits aus anderen Titeln. In "Machtkampf" gilt es einen einzelnen Punkt zu erobern und möglichst lange zu halten, während man in "Energiecode" einen solchen vom Gegner mopsen und in die eigene Basis schaffen muss, um das Spiel zu gewinnen.

Transformers: Kampf um Cybertron Transformers: Kampf um Cybertron Um dem Spieler entsprechende Variation zu bieten, kann man in Transformers: War for Cybertron aus vier verschiedenen Klassen wählen. Während der "Anführer" die Werte der Teammitglieder in seiner Nähe steiger, glänzt der "Wissenschaftler" mit seinem Jetmodus, welcher ihm dabei hilft, schnell von Punkt A nach Punkt B zu gelangen. Der "Späher" hingegen setzt Blitzangriffe ein, um schnellen Schaden anzurichten, während der "Soldat" seinem Namen alle Ehre macht und mit seiner brachialen Feuerkraft an die Front stürmt.

Definitiv: Ein ordentlicher Umfang für ein solches Spiel, wobei einige der Modi wirklich Spaß machen. Leider konnten wir die Spielmodi nicht so ausführlich testen wie wir gerne gewollt hätten, da uns die gähnende Leere in den Lobbys immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Hoffen wir, dass sich dieses Problem bald beheben wird und mehr Spieler den Weg nach Cybertron finden.

Meinung

Wertung zu Transformers: Kampf um Cybertron (PS3)

Wertung:

7.3 /10
Pro & Contra
Beliebte Autobot und Decepticon-CharaktereImposante Endboss-FightsPassende (englische) Synchronisation"Pick up and Play" SteuerungGelungene musikalische Untermalung, inkl genialem SchlusssongModi-Vielfalt im MultiplayerSpaßiger co-op Mode
Durchwachsenes und variationsarmes GameplayRecht kurz angesetzte Singleplayer-KampagneKI der Bots äußerst mäßigGegner aus der KlonfabrikHektische Gefechte in denen die Übersicht oftmals verloren gehtKein DeckungssystemDer Kampf gegen die MunitionsknappheitTransformationen bringen oftmals nur wenig Vorteile
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