Tropico 6: El Presidente kehrt zurück - Vorschau auf das Aufbaustrategiespiel
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Endlich kehrt El Presidente zurück! Wir haben die Entwicklerversion auf dem PC ausgiebig gespielt und berichten.
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Vor vier Jahren konnte Kalypso mit Tropico 5 die Herzen der Aufbaustrategiespieler erobern. Der von Haemimont Games entwickelte Titel schaffte den Spagat zwischen Zugänglichkeit und Tiefgründigkeit und sorgte mit seinem exzellenten Humor für eine zusätzliche Motivation zum Weiterspielen. Nun soll die Serie nach einigen Verschiebungen endlich im kommenden Sommer auch für PS4 erscheinen. Auf den ersten Blick mag sich nicht so vieles verändert haben, schließlich geht es in Tropico 6 (jetzt kaufen 16,90 € / 35,99 € ) weiterhin darum, eine Bananenrepublik aufzubauen und über mehrere Epochen zu managen. Doch hinter den Kulissen hat es große Veränderungen gegeben: Mit Limbic Entertainment hat ein deutsches Studio das Entwicklungszepter übernommen, mit Unreal Engine 4 sorgt ein neuer Grafikmotor für eine verbesserte Optik sowie Performance und außerdem können wir uns im neuen Teil nicht nur auf einem Eiland breitmachen, sondern auf einem ganzen Archipel.
Wir konnten uns anhand einer fast finalen Entwicklerversion ein Bild dessen machen, was auf uns im Sommer wirklich zukommt. Unser Eindruck nach rund 20 Stunden: Trotz der vielen Neuerungen ist Tropico 6 in puncto Gameplay zum Verwechseln ähnlich mit seinem Vorgänger, macht aber weiterhin richtig Laune. Wir gehen auch davon aus, dass die PS4-Version in puncto Performance und Steuerung keine großen Probleme bereiten wird. Zum einen hat Publisher Kalypso bereits Erfahrungen mit gelungenen Konsolenportierungen gesammelt, etwa mit dem Echtzeitstrategiespiel Sudden Strike 4. Zum anderen eignet sich die Unreal Engine 4 sehr gut für eine PS4-Umsetzung.
Quelle: Kalypso
In der ersten Epoche müssen wir uns fast nur um die Grundbedürfnisse unserer Bewohner kümmern, etwa um gesunde Ernährung.
Inselreich
In Tropico 5 wie auch in Teil 6 steuern wir die Geschicke einer kleinen Bananenrepublik über einen Zeitraum von rund 150 Jahren und erleben so die Zeit des Kolonialismus, der Weltkriege, des Kalten Krieges und der Moderne. Alle Zeitalter bringen neue Herausforderungen mit sich. So müssen wir uns anfangs lediglich darum kümmern, dass unsere Inselbewohner genügend Futter auf ihren Tellern, einen Platz zum Schlafen und eine Beschäftigung haben. Später müssen wir uns hingegen mit solchen Problemen wie Umweltschäden, Weltmachtpolitik, Katastrophen oder Rebellen auseinandersetzen und so unser Inselreich immer wieder neu entwerfen und umbauen. Das geht in Tropico 6 ebenso gut von der Hand wie schon im Vorgänger.
Da wir uns nun um eine ganze Inselgruppe kümmern müssen, hat das auch Auswirkungen auf den Aufbau unserer Bananenrepublik. Die Entwickler haben auf den meisten Karten die Ressourcen so verteilt, dass wir auf mehreren Inseln präsent sein müssen. Damit wir die Rohstoffe
Quelle: Kalypso
Die größte Neuerung in Tropico 6 ist, dass wir unsere Bananenrepublik auf mehrere Insel verteilen.
auch zwischen den Eilanden hin und her verschiffen können, bauen wir spezielle Transporthäfen. Um aber die Arbeiter und Bewohner auf den einzelnen Eilanden zufriedenzustellen, müssen wir auf jeder Insel zumindest für eine Grundausstattung an Annehmlichkeiten sorgen, was mit einigen Zusatzkosten verbunden ist. Außerdem sollte man auch beachten, dass die Waren zwischen den Eilanden eine Weile brauchen, bis sie am Zielort angelangt sind. Spielerische Vorteile haben die Inseln aber auch: Wenn wir unsere Bananenrepublik zu einem Touristenparadies machen wollen, können wir leicht die Schwerindustrie auf einer Insel konzentrieren und die Hotels, Spielkasinos und sonstigen Attraktionen auf einer anderen. Schade in der von uns gespielten Version war aber, dass die meisten Schiffe einfach durch die Inseln gefahren sind und manche Waren partout nicht verschifft werden wollten - und wir deshalb gerade noch so an der Insolvenz vorbeigeschrammt sind.
Die Masse macht's
Sonst kommt Tropico 6 mit sehr vielen kleinen Änderungen daher. So gibt es im neuen Teil ganze 150 unterschiedliche Gebäude, die wir bauen
Quelle: Kalypso
Der Wuselfaktor ist in Tropico 6 im Vergleich zu den Vorgängern höher. So werden dieses Mal tatsächlich alle Insulaner simuliert.
können. Darunter neben bekannten Wohnhäusern, Bibliotheken und Supermärkten spezielle Bauwerke, mit denen wir auf Raubzüge gehen und gar Weltwunder wie die Freiheitsstatue oder den Eiffelturm stibitzen können. Zudem haben wir nun die Möglichkeit, mit Gefängnissen unser Geld zu machen. Wir können nämlich Dissidenten in Irrenanstalten oder Kerker stecken und sie dort für uns arbeiten lassen - das gefällt El Presidente natürlich besonders gut! Obendrein können wir aus unserer Bananenrepublik gar eine Strafkolonie machen und bekommen so unglaublich viele Einwanderer, die aber den Nachteil haben, dass sie kriminell veranlagt sind.
Auch in puncto Kampagne hat sich einiges verändert. Wir erleben nun in den Story-Missionen Höhepunkte von El Presidentes Karriere, etwa wie er sich als Pirat verdingt oder eine Republik ganz ohne Wohnhäuser gegründet hat. Das Besondere ist, dass wir in Tropico 6 die Levels relativ frei aussuchen dürfen - so können wir mit einem anderen Auftrag weitermachen, wenn wir bei einer Mission stets scheitern. Insgesamt sind alle Neuerungen unserer Meinung nach gut durchdacht und machen aus Tropico 6 zwar nicht ein gänzlich neues Spiel, aber eine bessere Spielerfahrung als der Vorgänger. Nun hoffen wir einfach, dass Limbic Entertainment uns im Sommer weitestgehend fehlerfreie Versionen für alle Plattformen liefert.
