Tropico 6 im Test: Sehr unterhaltsame, aber nicht fehlerfreie Aufbausimulation
Test 35,99 €
Kaum ein Strategiespiel hat so viele Entwicklerwechsel durchgemacht wie Tropico. Nachdem Haemimont Games die letzten drei Teile verantworte, reifte Tropico 6 beim deutschen Studio Limbic Entertainment heran. Ob die Aufbausimulation "Made in Hessen" was kann, verrät unser Test.
Gebäude hochziehen, Produktionsketten in Gang setzen, die Forderungen verschiedener Fraktionen im Auge behalten und nebenbei den Diktator raushängen lassen, der seine Bürger entweder bauchpinselt oder schikaniert: Als das allererste Tropico im Jahr 2001 erschien, fand es riesigen Anklang. Zu Recht, denn im Gegensatz zu manch anderem, eher nüchtern präsentierten Aufbauspiel jener Zeit würzte Entwickler PopTop Software (heute Teil von Firaxis) das Spielprinzip mit einer deftigen Prise schwarzem Humor und einem überaus schwungvollen Soundtrack.
Knapp 18 Jahre ist das nun her. Das Erstaunliche dabei: Obwohl die Marke seitdem gleich mehrfach den Entwickler wechselte und immer wieder neue Ansätze verfolgte, hat sie sich wacker gehalten und zum gewissen Grad sogar Kultstatus erreicht. Vor allem die letzten drei Werke aus der Feder der bulgarischen Strategiespiel-Profis von Haemimont Games (Tzar, Surviving Mars, Victor Vran) stehen bei der Community weiterhin hoch im Kurs und wurden über die Jahre hinweg mit jeder Menge Erweiterungen versehen.
Quelle: PC Games
Durchblick: Grafische Overlays helfen euch unter anderem dabei, im Handumdrehen herauszufinden, wo sich die verschiedenen Ressourcen-Vorkommen eines Szenarios befinden.
Für Tropico 6 (jetzt kaufen 16,90 € / 35,99 € ) durfte nun allerdings ein neuer Entwickler ran. Genauer gesagt das in Hessen ansässige Studio Limbic Entertainment, welches sich unter anderem aus zahlreichen Anno-Veteranen zusammensetzt, die früher bei Sunflowers arbeiteten. Doch was genau bedeutet das jetzt eigentlich für die nächste Amtszeit von Diktator El Presidente? Inwiefern profitiert die Marke vom Wechsel zur Unreal Engine 4? Und ganz wichtig: Bringt Limbic wirklich frischen Wind in die Reihe oder passt man Altbewährtes einfach nur an? All das und mehr konnten wir anhand der Testversion herausfinden, mit der wir weit mehr als 30 Stunden verbracht haben.
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Tropico 6 im Test: Neue Kampagnen-Struktur
Zur Erinnerung: Tropico 5 folgt einer chronologisch zusammenhängenden Kampagne, in der ihr in die Rolle von Vollzeit-Diktator El Presidente schlüpft und dessen Inselnation über vier Zeitepochen hinweg zu weltweitem Ruhm verhelft. Tropico 6 geht in eine ähnliche Richtung, wandelt das Prinzip allerdings ein bisschen ab. Statt nämlich alle Missionen strikt aneinander zu reihen und mit einem roten Erzählfaden zu verbinden, skizzieren die Macher einschneidende Ereignisse aus dem Leben von El Presidente und seinem treuen Berater Penultimo.
Gleich im ersten Auftrag etwa erfahren wir, wie sich das Chaos-Duo in der Kolonialzeit kennenlernte und wie es ihm gelang, der britischen Krone - finanziert durch Goldschmuggel in Kokosnüssen (!) - die Unabhängigkeit zu erklären. Völlig schräg! Und eine tolle Möglichkeit, sich mit der wohl wichtigsten Gameplay-Neuerung in Tropico 6 auseinanderzusetzen: dem Inselkonzept. Denn im Gegensatz zu vorherigen Serienablegern verwaltet ihr in Tropico 6 nicht mehr nur ein einziges, geografisch eigenständiges Eiland, sondern in der Regel mehrere, unabhängige Inseln. Diese wiederum befinden sich auf ein und derselben Karte und wollen nun clever miteinander verbunden werden, damit Rohstoffe effizient von A nach B gelangen. Erst dann können die verschiedenen Produktionsketten sinnvoll ineinandergreifen.
Quelle: PC Games
Freibeuter an die Front! In der zweiten Mission müsst ihr jede Menge Piratenschiffe entsenden, um an dringend benötigte Rohstoffe zu gelangen, die nicht auf eurer steinigen Insel wachsen.
Ein Beispiel: In der Mission "Höhere Gewalt" muss "El Prez" am Fuße eines brodelnden Vulkans Goldnuggets schürfen und diese dann zu Wucherpreisen an den durchgeknallten Achsenmacht-General Erich von Strohm exportieren. Das Problem dabei: Die ressourcenreiche Vulkaninsel befindet sich im Zentrum der Karte, ist kaum bebaubar und weist anfangs keinerlei Verbindungen zu den übrigen Inseln der Map auf.
Da sich jedoch genau hier unsere Ausgangsstadt samt Exporthafen befindet, kümmern wir uns erst einmal um die passende Infrastruktur, bauen Brücken und Transporthäfen. Typisch für die Tropico-Reihe und auch hier nicht anders: Das Mikromanagement der einzelnen Tropicans übernimmt die KI, wir sorgen lediglich für die passenden "Rahmenbedingungen".
Schön gemacht: Im Verlauf der über 30-stündigen Kampagne wird das Inselkonzept immer wieder auf ein Neues variiert. Dank kostspieliger Tunnel zum Beispiel können eure Bewohner schon bald riesige Bergmassive zeiteffizient durchkreuzen. In der Neuzeit gesellen sich zudem Bus- und U-Bahn-Linien hinzu. Oder wie wäre es mit Seilbahn-Anlagen? Das nötige Kleingeld vorausgesetzt, verbinden diese beispielsweise Hotelkomplexe mit antiken Sehenswürdigkeiten, die sich häufig auf Berggipfeln oder in schwer zugänglichen Canyons befinden.
Tropico 6 im Test: Ein schriller Auftrag jagt den nächsten
Doch zurück zur Missionsstruktur: Kaum die Aufwärm-Mission abgehakt, habt ihr sogleich Zugriff auf mehrere neue Missionen, die sich nun in beliebiger Reihenfolge angehen lassen und allesamt mit witzigen Ideen begeistern. In "Tropicoland" etwa streben El Presidente und Penultimo danach, ein Weltklasse-Baseballteam auf die Beine zu stellen. Sportler-Entführungen und andere zwielichtige Mittel nehmen sie dafür gerne in Kauf!
Quelle: PC Games
Das Cyber-Operationszentrum ist eure Spionage-Allzweckwaffe in der Moderne. Genau wie die Piratenbuch sammelt es Raid-Punkte, die ihr dann unter abnderem für den Klau von Weltwundern einsetzen könnt.
Oder nehmen wir "Piratenkönig". Ausgangspunkt dieser Mission ist ein von hohen Bergketten umringtes Atoll irgendwo vor den azurblauen Küsten Tropicos. Der Ort mag abgelegen und idyllisch klingen, zum Anbau gewinnbringender Exportgüter ist er allerdings kaum zu gebrauchen. Da ihr jedoch genau diese Güter benötigt, um Lord Roger Wyndham - den gerissenen Handlanger der britischen Krone - zufriedenzustellen, müsst ihr ins Freibeuter-Business einsteigen. Sprich: Piratenbuchten aufbauen und Schiffe entsenden, die dann zu Raubzügen aufbrechen und genau diese Dinge besorgen. Kennt man im Ansatz aus Tropico 2, ist hier allerdings noch deutlich vielfältiger.
Besonders spannend: Nebst Rohstoffen wie Holz, Gold oder Obst könnt ihr mit Hilfe eines Raubzugs sogar Weltwunder anderer Nationen stibitzen, die euch dann wiederum zahlreiche Boni gewähren. Thront beispielsweise die amerikanische Freiheitsstatue in eurer Hafeneinfahrt, sind neue Einwanderer bei ihrer Ankunft auf Tropico zu 100 Prozent zufrieden mit dem, was El Presidente so treibt. Neuschwanstein hingegen gewährt zahlreiche Tourismus-Boni, während das englische Stonehenge unter anderem für ausuferndes Baumwachstum und sinkende Umweltverschmutzung sorgt. Aber auch die Große Pyramide von Gizeh direkt neben dem Präsidentenpalast zahlt sich schnell aus, denn so steigert ihr den Arbeitseifer eurer Bautrupps um satte 50 Prozent - um nur einige der vielen verrückten Weltwunder-Boni zu nennen.
Wichtig: Bevor ein neues Wunder mittels Helikopter-Staffel nach Tropico eingeflogen wird, müsst ihr über bestimmte Gebäude nicht nur jede Menge Beutepunkte generieren, sondern auch bestimmte Zusatzherausforderungen meistern, die sich meist durch das Sammeln bestimmter Ressourcen bewältigen lassen.
Tropico 6 im Test: Probleme, Presidente? Unsere Agenten regeln das!
Epochenspezifisch dient die Raubzug-Mechanik aber nicht nur zur Beschaffung von Rohstoffen und Weltwundern, sondern auch dazu, den zahlreichen Fraktionen des Spiels eines auszuwischen. Schwächelnden Urlauberzahlen etwa kommen findige Diktatoren mit einem professionellen Hackerteam bei, das - ganz bequem aus dem Cyber-Operationszentrum heraus - fingierte Hotelbewertungen ins Internet stellt. Oder aber noch nicht erforschte Technologien stiehlt und Exportpreise manipuliert. Ziemlich witzig!
Quelle: PC Games
Jedes Weltwunder geht mit eigenen Boni einher. Die prächtige Hagia Sophia etwa verhindert, dass eure Tropicans an schlechter Gesundheitsversorgung sterben.
Apropos witzig. Serientypisch wird natürlich auch in Tropico 6 immer wieder herzhaft geschmunzelt. Hauptgrund hierfür sind die mit viel Wortwitz verfassten Dialogboxen, die euch an praktisch jeder Ecke begeben. Seien es nun die haarsträubenden Forderungen der komplett terminfixierten EU-Botschafterin Eline Dupont, die wirren Anekdoten eures Berater Penultimo oder die "heiligen Anliegen" von Kirchenvertreterin Schwester Francesca vom Orden des Heulenden Schädels - das Autorenteam hat seine Hausaufgaben gemacht und scheut sich zudem nicht, aktuelle politische Themen durch den Kakao zu ziehen. Seitenhiebe auf den amtierenden US-Präsidenten inklusive!
Schön zudem, dass wichtige Dialoge und Zwischensequenzen allesamt vertont sind und Limbic dafür zahlreiche talentierte Sprecher verpflichtete, die den schwarzen Humor auch akustisch gut rüberbringen. Hört man ganz genau hin und vergleicht die deutsche mit der englischen Fassung, fällt gleichwohl auf, dass einige wenige Synchronsprecher im Englischen noch engagierter bei der Sache sind als ihre deutschen Kollegen. Dies gilt im Speziellen für Erich von Strohm sowie Lord Roger Wyndham, sie stechen in der englischen Synchro wirklich heraus. Im Deutschen aber will der Funke zumindest bei diesen Persönlichkeiten nicht zu 100 Prozent überspringen.
Tropico 6 im Test: Grundsolides Interface
Ein motivierendes Aufbaustrategiespiel ist immer nur so gut wie die zugrundeliegende Benutzeroberfläche. Die gute Nachricht: Auch diesbezüglich leistet sich Tropico 6 kaum Schnitzer und überzeugt mit einem sinnvoll gegliederten Interface, das fast überall praktische Tooltipps bereithält und für die meisten wichtigen Befehle Tastatur-Abkürzungen anbietet. Dazu gesellt sich ein konstant aktualisierter Benachrichtigungsbereich, der alle wichtigen Insel-Entwicklungen in Echtzeit auflistet.
Quelle: PC Games
Größenwahnsinnig! Im späteren Spielverlauf schickt El Presidente sogar Space-Shuttles ins Weltall. Die dazugehörige Startanimation ist eine Augenweide.
Nicht zu vergessen die praktische Overlay-Ansicht: Einfach kurz öffnen, schon seht ihr anhand von roten, gelben, orangenen und grünen Schattierungen, wo der Schuh drückt - oder eben auch nicht. Laufen beispielsweise die Umweltschützer Sturm, weil ihr Industriezweige nach einem Ära-Wechsel nicht modernisiert habt, erkennt ihr die betroffenen Betriebe blitzschnell mit Hilfe des Verschmutzungs-Overlays. Aber auch Probleme in der Gesundheits-, Nahrungsmittel- oder "Glaubens"-Versorgung sowie Orte, die sich für bestimmte Plantagetypen besonders gut eignen, sind dank dieser Übersicht blitzschnell identifiziert.
Nicht minder praktisch ist der sogenannte Almanach. Hier schlüsselt das Spiel unter anderem die Zufriedenheitswerte für wichtige Faktoren wie Spaß, Wohnen, Arbeit, Freiheit, Sicherheit usw. im Detail auf und bietet Direktverknüpfungen zu den verschiedenen Gebäuden an, die damit in Zusammenhang stehen. Ebenfalls prima: Wollt ihr bestimmte Arbeitsmodi eines Gebäudes für alle Gebäude dieses Typs auf der Karte anpassen, genügt es, beim Auswählen die "STRG"-Taste gedrückt zu halten.
Dennoch: Für zukünftige Programm-Updates würden wir uns wünschen, dass Limbic hier und dort noch weiter nachbessert. Eine Option, um Menüs auf Knopfdruck transparent zu schalten, wäre zum Beispiel eine praktische Ergänzung. Gleiches gilt für einen etwas komfortableren Straßenbau. Denn vor allem beim Anlegen von Kreuzungen und engen Kurven ist trotz eingeblendetem Infofenster nicht immer optimal ersichtlich, warum der dazugehörige Cursor rot aufleuchtet. Die Folge: Nicht selten ertappen wir uns dabei, wie wir solche Straßenabschnitte erst einmal komplett abreißen, um sie dann noch einmal neu zu verlegen.
Tropico 6 im Test: Vielseitigkeit ist Trumpf
Ressourcen erschließen, Warenketten optimieren, Transportwege verkürzen - bereits in den ersten Spielstunden haben erfolgreiche Diktatoren alle Hände voll zu tun. Doch das ist erst der Anfang, denn mit jeder freigeschalteten Epoche wächst die Zahl der verfügbaren Gebäude und
Quelle: PC Games
Blümchen am Ohr, Tattoos am Arm: Die hippe Sunny Flowers agiert als das Sprachrohr der Umweltschützer auf Tropico. Clever platzierte Windräder sind ein Weg, sie zufrieden zu stimmen.
Handlungsoptionen. In späteren Missionen zum Beispiel müsst ihr euch immer häufiger mit den verschiedenen Arbeitsmodi eines Gebäudes auseinandersetzen und dabei abwägen, welche Synergieeffekte in der aktuellen Spielsituation wirklich Sinn machen. Im Falle einer Zigarrenfabrik zum Beispiel könnt ihr nebst dem Standard-Arbeitsmodus die Option "Rollin', Rollin', Rollin'" anwählen. Das senkt dann zwar die Zigarrenproduktion um ca. 25 Prozent, steigert im Gegenzug aber die Effizienz angrenzender Yacht Clubs und Banken um zehn Prozent.
Nicht vernachlässigen solltet darüber hinaus die Möglichkeiten, die sich durch das Politiksystem ergeben. Angefangen bei Fragen zum Wahlrecht und Militär über Aspekte wie Arbeitsmarktpolitik und Ökologie bis hin zu brandaktuellen Themen wie Auswanderung und Medienfreiheit - in insgesamt zwölf verschiedenen Kategorien dürft ihr (sofern schon erforscht) zwischen drei Ansätzen wählen. Doch Obacht: Die Folgen lassen meist nicht lange auf sich warten. Schreibt ihr beispielsweise die freie Ehe in der Verfassung nieder, erhöht sich die globale Freiheit sowie der Gesamt-Tourismusindex um jeweils fünf Punkte. Gleichzeitig jedoch sackt euer Ruf bei der Religions-Fraktion um 20 Punkte ab. Sofern also mal wieder eine Wahl bevorsteht und viele Bürger dieser Gruppierung anhängen, hättet ihr beim nächsten Urnengang ein nicht zu unterschätzendes Problem.
Quelle: PC Games
Hauptsache stilvoll: Der Palast von El Prez lässt sich im Spielverlauf vielfältig anpassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Aquarium, einem Dachgarten oder einem Diktatoren-Hologramm?
Nicht unerwähnt sei außerdem der Broker. Diese gänzlich neue Tropico-Persönlichkeit liebt euer Schweizer Nummernkonto und macht euch immer wieder interessante, wenn auch zeitlich begrenzte Angebote. Beispielsweise kommt ihr auf diesem Weg deutlich günstiger an neue Technologien. Eine nette Gameplay-Ergänzung, die vor allem Neulingen entgegenkommt und dem Schweizer Nummernkonto endlich einen praktischen Nutzen zuweist.
Womit wir wiederum beim Themenkomplex Balancing währen. Dieses wirkte im Test im Vergleich zur Beta-Fassung in jedem Fall besser austariert, hatte aber hin und wieder noch mit seltsamen Schwankungen zu kämpfen. Auffällig: Speziell beim Thema Wohnen schien die im Hintergrund laufende Simulation nicht immer rund zu laufen. Warum zum Beispiel ziehen es Tropicans vor, in schäbigen, heruntergekommenen Wellblechhütten zu hausen, obwohl laut Statistikfenster praktisch alle Bürger einen Job haben und der Wohnungsmarkt zudem eine ganze Reihe an Unterkünften anbietet, für die El Presidente keine Miete verlangte? Tipp für alle, die es selbst überprüfen wollen: Das Gratis-Wohnen lässt sich über einen speziellen Arbeitsmodi der Baracken einstellen.
Quelle: PC Games
In späteren Szenarien ist auch im Luftraum einiges los. Hier zum Beispiel schwirrt ein Passagierjet durchs Bild. Im Hintergrund patrouilliert ein Luftschiff der Polizei.
Schade zudem, dass es nicht möglich ist, tiefer in die Logistikabläufe einzugreifen und ausgewählten Warentypen individuelle Prioritäten zuzuweisen. Zugegeben, bei Nahrungsmitteln kann man ein Häkchen entfernen und damit den lokalen Konsum unterbinden. Sollen aber beispielsweise alle im Sägewerk produzierten Holzplanken ab sofort nur noch auf einer ganz bestimmten Insel der Karte landen, kann man diesen Wunsch nicht direkt an die Transportbüros weitergeben.
Tropico 6 im Test: Ohren- und Augen-Freuden
Ein nach oben gereckten Daumen gibt's derweil für die Präsentation. Zum einen, weil der Soundtrack bereits im Hauptmenü sofort ins Ohr geht und umgehend gute Laune verbreitet. Richtig klasse! Auch die Idee, dass YouTuber/Twitch-Streamer im Optionsmenü einfach ein Häkchen setzen und auf diese Weise nur noch Musik abgespielt wird, die lizenzrechtlich keine Probleme bereitet.
Quelle: PC Games
Im Präsidentenpalast dürft ihr die Standardeigenschaft von El Prez jederzeit wechseln. Definiert ihr ihn als „Pyromanen“, erhöht sich die Effizienz von Feuerwachen um 20 Prozent. Allerdings besteht nun auch eine Chance, dass Gebäude zu brennen beginnen, wenn er sie besucht.
Visuell lässt Tropico 6 ebenfalls kaum etwas anbrennen. Im Gegenteil: Die Unreal Engine 4 läuft - mal abgesehen von wiederkehrenden Clipping-Fehlern - tadellos und überzeugt mit einer sehr plastischen Landschaftsdarstellung, toller Weitsicht, hohen Bildraten, gelungenen Echtzeitschatten und netten kleinen Details. Durchs Wasser gleitende Haie, schnorchelnde Touristen, emsige Feuerwehrmänner, patrouillierende Palastwachen - hier gibt's einiges zu sehen. Ein Feuerwerk an Slapstick-Animationen wie bei Segas Two Point Hospital solltet ihr allerdings nicht erwarten.
