Two Point Museum im Test: So spaßig war es im Museum noch nie - ein Meisterwerk!

Test Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Two Point Museum im Test: So spaßig war es im Museum noch nie - ein Meisterwerk!
Quelle: SEGA

In Two Point Museum seid ihr Kurator eurer eigenen Ausstellung. Two Point Studios liefern mit ihrem neuesten Aufbauspiel wieder einen echten Wirtschaftssimulations-Hit ab!

Oh nein, Diebe haben eines der Ausstellungsstücke gestohlen! Aber dafür haben wir jetzt keine Zeit, denn im Wissenschaftsflügel unseres Museums brennt eine Maschine lichterloh. Und ganz nebenbei müssen wir auch noch Toiletten bauen und die Laune unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auge behalten. Klingt anstrengend?

Aber genauso sieht der Alltag im Two Point Museum aus! Dass bei so viel Multitasking dennoch kein Stress aufkommt, liegt an der bewährten Aufbauformel, die der britische Entwickler Two Point Studios bereits in Titeln wie Two Point Hospital und Two Point Campus immer weiter verfeinert hat.



Und wenig überraschend bildet auch der neueste Teil der Reihe keine Ausnahme, nur dass wir diesmal Kuratoren von Museen sind, die es in bester Aufbaumanier zu hegen und zu pflegen gilt.

Kampagne und Sandbox

Wie schon in den Vorgängern dient auch die Kampagne von Two Point Museum (jetzt kaufen 39,31 € / 26,99 € ) als Tutorial. In den Missionen lernen wir Schritt für Schritt die wichtigsten Funktionen und auch die fünf Schauplätze kennen. Diese Kapitel haben Aufgaben als rote Fäden, die wiederum die Progression und auch die Möglichkeiten kleingliedrig aufschlüsseln.

So bauen wir auf jeder Karte unser Museum auf und erweitern die Gebäude zu wahren Wissenstempeln. Als Unterbrecher dienen Pop-up-Einsätze: Diese sind an Zeitlimits gekoppelt und geben ein bestimmtes Ziel vor. Zum Beispiel müssen wir eine Ausstellung optimal gegen Einbrecher sichern oder möglichst gutes Marketing betreiben, um viele Besucher ins Museum zu locken.

Die Struktur der Kapitel und auch die Erzählweise sind altbekannt. Während das Spielgeschehen selbst mit einer sehr unterhaltsamen Radioshow und dynamischen Infodurchsagen untermalt wird, bleiben die Story-Charaktere leider stumm und werden nur durch Textnachrichten eingeblendet. Hier wäre in Sachen Präsentation sicherlich mehr möglich gewesen, denn auch die wenigen Zwischensequenzen sind alles andere als glamourös inszeniert.

Viel besser gefällt uns der für die Two-Point-Spiele typische schräge Humor, der immer wieder zum Beobachten des Geschehens und auch zum Schmunzeln anregt. Oft lohnt es sich auch, genauer hinzuschauen. Dann erkennt man zum Beispiel, dass der Frischfutterspender für die Raubfische ein kleiner Dönerspieß ist!

Es sind diese Gags, die auch Two Point Museum so sympathisch und liebenswert machen. Während die Kampagne als erweiterte Einführung dient, ist der Sandbox-Modus die Königsdisziplin. Hier bestimmen wir die Karte, die Startbedingungen und letztlich auch die Parameter für den Sieg. Während uns die Kampagne etwa 15 bis 20 Stunden an den Bildschirm fesselt, versenken wir in den Sandbox-Modus Tage und Wochen.

Erstellung Museum Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich

Profit oder Personal?

Aber genug des Drumherums, denn im Grunde seines Gameplay-Herzens ist auch Two Point Museum eine Wirtschaftssimulation. Das heißt: Unsere Aufgabe ist es, das Museum zu managen und einzurichten. Wir stellen also Ausstellungsstücke zusammen, legen Räume fest, dekorieren und betreiben nebenbei noch Forschung und Marketing.

Dabei haben wir immer unsere Kosten und Einnahmen im Blick, um die Bildungsstätte nicht an die Wand zu fahren. Das ist im Test aber kein einziges Mal passiert. Denn das Spiel bietet viele Möglichkeiten, auch außerhalb von Eintrittsgeldern und Souvenirs Geld zu verdienen.

Wir schließen zum Beispiel Sponsorenverträge ab und platzieren Werbung in Form von Leinwänden oder Aufstellern im Museum. Im Museum verteilen wir Spendentöpfe, in die zufriedene Besucher immer wieder einzahlen. Gelegentlich tauchen aber auch zahlungskräftige Sammler auf, die Exponate weit über Marktwert mitnehmen wollen.

Bildergalerie

Aufstiege in der Sternebewertung bescheren uns gelegentliche Geldsegen. Wenn alle Stricke reißen, können wir auch Kredite aufnehmen. Dennoch ist das Two Point Museum vergleichsweise genügsam. Problematisch sind vor allem die Personalkosten, die sich mit ein paar betriebsbedingten Kündigungen schnell senken lassen.

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