Ubisoft will 200 Millionen Euro sparen - was das für Tausende Entwickler bedeutet
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Die nächste Sparrunde bei Ubisoft wurde kürzlich bekannt gegeben. Für viele Entwickler wächst damit die Unsicherheit, wie es weitergeht. Hinter den Kulissen stehen Teams offenbar unter starkem Druck, während sich Fragen zur strategischen Ausrichtung des Publishers häufen.
Ubisofts jüngste Ankündigung zu einer weiteren Umstrukturierung klingt auf dem Papier nach Zahlen, Effizienz und Zukunftssicherung. In der Praxis geht es vor allem um Menschen. Bis Ende März 2028 möchte Ubisoft weitere 200 Millionen Euro einsparen. Rechnet man frühere Maßnahmen hoch, könnten diese Pläne mehr als 2.000 zusätzliche Arbeitsplätze kosten. Das gilt zusätzlich zu den bereits tausenden Stellen, die in den letzten Jahren weggefallen sind. Laut Insider-Informationen wurde angeblich sogar das Assassin's Creed 4: Black Flag: Remake verschoben.
Ubisoft: Die dritte Sparrunde und ihre Folgen
Laut Ubisoft handelt es sich bei den neuen Maßnahmen um die "dritte und letzte Phase" eines mehrjährigen Sparkurses. Phase zwei, die vor rund vier Jahren startete, hatte Einsparungen von 300 Millionen Euro zum Ziel. In diesem Zeitraum schrumpfte die Belegschaft von 20.729 Mitarbeitenden (September 2022) auf 17.097 (September 2025). Das entspricht 3.632 gestrichenen Stellen.
Begleitet wurde dieser Abbau von der Schließung mehrerer Studios, darunter Standorte in London, Osaka, San Francisco, Leamington, Halifax und Stockholm. Zusätzlich kündigte Ubisoft an, dass am 12. Februar 2026 weitere Maßnahmen bekannt gegeben werden sollen. Setzt man die Relation von Kostenersparnis zu Jobverlusten fort, kann abgeschätzt werden, was die nächste Runde bedeutet. Die nun geplanten 200 Millionen Euro entsprechen etwa zwei Dritteln der vorherigen Sparmaßnahme. Hochgerechnet könnten dadurch rund 2.400 weitere Stellen bis März 2028 wegfallen.
Indirekter Druck und strukturelle Probleme
Parallel zu den Sparplänen möchte Ubisoft eine fünftägige Rückkehrpflicht ins Büro durchsetzen. Zwar spricht das Unternehmen von höherer Effizienz, Kreativität und "kollektivem Erfolg", doch viele Entwickler sehen darin etwas anderes: einen gezielten Druck, der freiwillige Kündigungen begünstigt und Entlassungen weniger sichtbar macht. Diese Strategie ist nicht neu. In den vergangenen Jahren setzte Ubisoft wiederholt auf Maßnahmen, die Personalabbau begünstigen, ohne ihn offen zu kommunizieren. Dazu gehören die Vorgehensweisen wie das Auslaufenlassen von Verträgen, längere Phasen ohne klare Projektzuweisungen oder organisatorische Umbrüche, die Arbeitsbedingungen verschlechtern.
Das alles trifft ein Unternehmen, das eigentlich über eine starke Markenbasis und eine gut gefüllte Spiele-Pipeline verfügt. Dennoch steckt Ubisoft seit Jahren in einer Abwärtsspirale aus Umstrukturierungen, Richtungswechseln und fehlender Verantwortung auf der Führungsebene. Für viele Entwickler hat sich das Arbeitsumfeld dadurch zu einem der unsichersten der Branche entwickelt. Wie denkt ihr darüber? Wird Ubisoft sich irgendwann wieder fangen? Oder wird ein großer Gigant der Spielindustrie in den nächsten Jahren endgültig fallen? Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Insider-Gaming
