Naughty Dog enttäuscht uns nicht und liefert ein herrlich gelungenes und abwechslungsreiches Abenteuer ab.
Mehr Rätsel und mehr von allem?
Uncharted 3: Drake's Deception
Es gibt Action-Adventures, die nennen sich zwar offiziell so, aber letztendlich geht es nur um die Action. Bei Uncharted 3 ist das anders. Es gibt Klettereinlage (sind aber nicht sonderlich anspruchsvoll), die üblichen Schusswechsel, die eine oder andere On-Rails-Sequenz und eben auch Rätsel. Diese sind tatsächlich recht kreativ ausgefallen. Zwar muss man bei ihnen ein wenig nachdenken und etwas die Gegend absuchen, doch niemand benötigt dafür eine Komplettlösung. In der ersten Hälfte des rund 9 bis 10 Stunden langen Abenteuers bekommen wir eine sehr gute Mischung aus Erforschen, Puzzles und Ballern zu sehen, danach schwenkt das Spiel aber deutlich zur Action hin. Letztendlich geht der Rätsel- und Kletteranteil aber dennoch in Ordnung.
Quelle: Videogameszone.de
Uncharted 3: Drake's Deception
Uncharted 3 haut gerne eine fulminante Skript-Sequenz nach der anderen raus, wo ganze Gebäude zusammen brechen oder man todbringenden Flammen entkommen muss. Und es gibt so viele spielerische Überraschungen, auf die ich natürlich nicht näher eingehen darf. Fest steht nur, dass dem Spieler nie langweilig werden dürfte. Nervig sind nur einige der "Weglauf"-Abschnitte, in denen man auf einem vorgegebenen Pfad flüchten muss. Hier ist viel Trial & Error angesagt. Und so sehr Uncharted 3 mit cineastischen Stilmitteln und sehr sympathischen Charakteren auf das Finale hin arbeitet, ist das Ende doch ein wenig enttäuschend ausgefallen, auch wenn nur im direkten Vergleich mit dem Rest des Spiels.
Uncharted 3: Drake's Deception
Bei den Waffen gibt sich Drake mit den typischen Knarren ab: MGs, MPs, Pistolen, Schrotflinten, Raktenwerfer oder ein Snipergewehr. Diese müssen genau wie die Munition immer noch manuell aufgesammelt werden. Die Zielerfassung der Feinde ist jedoch ein wenig zu ungenau, aber das ist ein relativ leicht zu verkraftendes Manko. Ebenso wurde die Steuerung bei einigen Sprungpassagen nicht optimal gelöst, weswegen man unnötig oft abstürzt. Dafür könnten die Checkpoints nicht fairer gesetzt sein. Um die Spielzeit ein wenig zu strecken, hat Naughty Dog 100 Schätze in den linearen Leveln versteckt, die man zuerst finden muss. Ist man also genau und erforscht die Umgebung, kann man ruhig etwas mehr Zeit in dem Spiel verbringen. Wenn es um den Singleplayer geht, darf man Uncharted 3 höchstens vorwerfen, dass es im Prinzip nichts neues bietet, aber was soll's, das Bekannte funktioniert nahezu perfekt. Aber dann gibt es doch noch Dinge, die neu sind: So sind nun auch Schießereien während des Kletterns möglich. Diese vertikalen Auseinandersetzungen erinnern teils frappierend an Dark Void von Capcom.
Technisches Meisterstück
Quelle: Videogameszone.de
Uncharted 3: Drake's Deception
Man sollte in einem Test ja nicht übertreiben, aber Uncharted 3 ist eines der technisch beeindruckendsten Spiele dieser Generation, vielleicht sogar das hübscheste Spiel überhaupt. Das liegt nicht unbedingt daran, dass die Texturen möglichst scharf sind, nein, kaum ein anderer Entwickler versteht es einen derart imposanten Detailgrad mit so viel Abwechslung zu kombinieren. Man kann fast schon froh sein, dass Uncharted 3 viele ruhige Stellen bietet, bei denen man einfach nur die Landschaft genießen kann. Ob belebte Straßen einer Stadt, dunkle Gewölbe, ein brennendes Schloss, das nächtliche London oder andere Areale, man verliebt sich sofort in die Optik.
Quelle: Videogameszone.de
Uncharted 3: Drake's Deception
Hinzu kommt noch, dass eine sandige und karge Wüste nie besser ausgesehen hat. Die Darstellung des Sandes ist im Prinzip Referenz. Hinzu kommen noch die famosen Echtzeit-Lichteffekte, die tollen Animationen und andere technische Kniffe, die beim Zusehen fast schon zu viel Spaß machen. Auf der anderen Seite muss man sich nicht um Ruckler, Tearing oder Clippingfehler sorgen, so etwas kennt Uncharted 3 nicht. Dafür aber schicke Partikel-Effekte und teilweise zerstörbare Umgebungen. Der Sound reiht sich in den exzellenten Eindruck gekonnt ein. Die filmische Musikuntermalung sorgt für Gänsehaut, die wuchtige Abmischung ist eine Wonne, während die deutsche Sprachausgabe kaum zum Meckern verleiten sollte.
