Undertale: Wir tauchen in unserem Test in die Monsterwelt ein
Test
Endlich können wir auch auf der Switch in die Welt der Monster dieses herzerweichenden Rollenspiels eintauchen. Entscheidet wir uns dafür, die Monster zu verschonen oder sie alle elendig in der Unterwelt verrotten zu lassen? In unserem Test schlagen wir verschiedene Routen ein, die uns Undertale bietet, und decken die düstere Geschichte der Monster auf.
Schon seit 2015 erfreut sich der Indie-RPG-Hit Undertale (jetzt kaufen 63,59 € ) einer großen Fangemeinde. Das stark von Earthbound inspirierte Spiel mit Herz konnte Fans wie Kritiker mit seinem bizarren Humor und liebenswerten Charakteren überzeugen. Nun kommen auch Switch-Spieler in den Genuss dieses unkonventionellen Rollenspiels.
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Monsterstarke Welt
Quelle: PC Games
Bei einem der vielen komplexen Rätsel hilft uns Papyrus ungewollt. Hier sollte der Protagonist selbst den Weg über das elektrische Feld finden.
Die Handlung des Spiels beginnt, nachdem ein Kind in eine Schlucht im mysteriösen Mount Ebott gefallen ist. Nun heißt es, einen Weg zur Erdoberfläche zu finden. Dazu müsst ihr euch als das von euch benannte Kind durch die Welt der Monster schlagen. Auf eurer Reise lernt ihr einige erinnerungswürdige Charaktere kennen, die euch entweder helfen oder eure Reise erschweren. Die Besonderheit in Undertale besteht darin, dass eure Entscheidungen beeinflussen, wie die Kreaturen auf euch reagieren und welches Ende ihr erlebt.
Ihr könnt euren Charakter zum Beispiel zur gnadenlosen Killermaschine verwandeln, indem ihr jedes einzelne Monster mit Leichtigkeit eliminiert. Wer sich für diesen Weg entscheidet, kommt zwar wesentlich schneller zum Ende, muss sich aber deutlich stärkeren Bossen stellen. Tatsächlich könnt ihr euch aber stattdessen von Anfang an dazu entschließen, komplett pazifistisch zu spielen. Denn grundsätzlich gilt: Niemand muss sterben. Wer diese friedliche Route einschlägt, kann aus kampffreudigen Gegnern gute Freunde machen, indem man sie im Kampf verschont.
Kommt ein Skelett in eine Bar
Quelle: PC Games
Ein kleiner Einblick in den kuriosen Humor des Spiels. Vor allem Wortwitze sind ein fester Bestandteil der Dialoge und Beschreibungen.
Schreitet ihr als friedensstiftender Mensch durch die Monsterwelt, habt ihr die Chance, verschiedene Charaktere besser kennenzulernen. Wenn ihr euch mit den Monstern anfreundet, helfen sie euch durch das Spiel und beschützen euch sogar in großen Kämpfen. Außerdem könnt ihr auf Verabredungen gehen und hitzige Kochstunden bekommen. Dabei wird euch vom kuriosen Humor des Spiels nichts vorenthalten. Von den knochentrockenen Wortwitzen des Skeletts Sans bis hin zum besessenen Fan-Dasein des Ingenieurmonsters Alphys ist wirklich alles vertreten. Für manche Witze wird auch mal die vierte Wand durchbrochen.
Neben einigen, zugegebenermaßen unsinnigen Unterhaltungen erklären euch eure neuen Freunde zudem die Geschichte der Monster: Verbannt von den Menschen, müssen alle Bestien unter der Erde leben. Um sicherzustellen, dass sie nicht entkommen, wurde eine magische Barriere beschworen. Um diese zu durchbrechen, braucht der König Asgore sieben Menschenseelen. Nun wartet er darauf, dass ahnungslose Wanderer in die Schlucht fallen, während sein Volk leidet. Der Protagonist ist die letzte Chance für die Monster, auf die Erdoberfläche zu gelangen.
Kleinere Änderungen
In der Switch-Version hat sich in Bezug auf Story und Charaktere nichts geändert. Und auch die Grafik wurde nicht vom ursprünglichen 4:3-Format gestreckt, um die volle Breite auszunutzen. Stattdessen könnt ihr euch in den Einstellungen eines der bunten freischaltbaren Borders aussuchen, die von den verschiedenen Orten des Spiels inspiriert sind. Diese ersetzen den sonst schwarzen Rahmen. Für den schlichten Geschmack enthält die Auswahl zudem eine klassische weiße Variante.
Quelle: PC Games
Verschiedene Rahmenbilder, die ihr in den Settings aussuchen könnt, verleihen dem Spiel etwas mehr Farbe.
Bei der Steuerung gibt sich die Switch-Umsetzung keine Blöße. Der Stick ist recht vorteilhaft für Kämpfe, da die Attacken der Gegner als kurze Shooter-Sequenzen angezeigt werden. Hier bedient sich Undertale des Bullet-Hell-Genres. Als Herz des Charakters, das im Spiel als Seele bezeichnet wird, müsst ihr Hindernissen ausweichen. Denn jede Berührung kostet euch ein Stück eurer Gesundheit. Wenn ihr da nicht gut manövriert, wird eure Spielfigur schnell und oft das Zeitliche segnen.
Kätzchen im Rage-Modus
Die wohl größte Änderung dieses Ports ist der Hundeschrein, den ihr nur finden könnt, wenn ihr euch mit den Skelett-Brüdern Sans und Papyrus anfreundet. Im Inneren des Schreins trefft ihr auf eine verwüstete Stätte mit verschlossenen Türen, die zufälligerweise genauso blau und rot sind wie die Joy-Con-Controller. Das Schloss ist schon ziemlich veraltet und wird im Laufe des Spiels abfallen. Wenn ihr kurz vor Ende noch einmal zum Haus der Brüder zurückkehrt, könnt ihr die Türen mit einer einfachen Bewegung öffnen. Dahinter befindet sich die hübsche Katzenpuppe Mad Mew Mew, die nicht angefasst werden möchte. Wer nun doch nicht widerstehen kann, das Katzenmädchen etwas zu kitzeln, wird prompt zu einem Kampf aufgefordert. Für diesen haben sich die Entwickler etwas Besonderes ausgedacht: Sowohl der linke als auch der rechte Stick werden zum Ausweichen verwendet. Das Herz ist in zwei Hälften geteilt, die jeweils einen der Joy-Con-Controller repräsentieren. Da lohnt sich das Backtracking für diesen Bosskampf, der clever an die Plattform angepasst wurde.
Dasselbe, aber etwas anders
Alles in allem bleibt Undertale das einzigartige Rollenspiel, das viele kennen und lieben. Außer dem neuen Boss, den bunten Rahmen und kleinen Änderungen in den Dialogen hat sich tatsächlich nicht viel verändert. Aber mit dem Humor und der Herzlichkeit, die der Titel ausstrahlt, kann es mit dieser Portierung bestimmt neue Fans gewinnen.
