Valheim Guide: So funktionieren Bausystem und Farbcodierung - Crafting-Tipps

Tipp Christian Schmid Maik Koch
Valheim Guide: So funktionieren Bausystem und Farbcodierung - Crafting-Tipps
Quelle: Christian Schmid für pcgames.de

Valheim Guide mit Tipps zum Bausystem samt Farbcodierung: Die zehnte Welt ruft: Im Survival-Hit Valheim baut ihr eure Festungen, indem ihr auf eine korrekte Statik und ein gutes Fundament achtet. In unserem Guide verraten wir euch, wie das Bausystem funktioniert und geben fortgeschrittene Konstruktionstipps.

Valheim-Guide mit Tipps zum Bausystem: Nachdem der Early-Access-Survial-Hit Valheim mit mehr als zwei Millionen verkaufen Exemplaren auf Steam einem raketenartigen Start absolvierte, tummeln sich immer mehr Spieler in der sagenumwobenen zehnten Welt des Wikinger-Universums. Eine lebensfeindliche Umgebung und drakonische Strafen für den eigenen Bildschirmtod sorgen für Spannung, während der motivierende Gameplay-Loop viele Spieler an den Bildschirm fesselt. Anders als in anderen Boss-basierenden Survivalspielen wie zum Beispiel Terraria, Minecraft und Conan Exiles besitzt Valheim jedoch ein ausgeklügeltes Konstruktionssystem, das selbst Titel wie Rust in den Schatten stellt. In unserem Guide beleuchten wir zunächst die grundlegenden Baumechaniken und erklären anhand von Bildern die Farbcodierung. Mit Hilfe der Farbtabelle könnt ihr auch dann in die Höhe bauen, wenn ihr sonst mit Statik nicht viel am Hut habt. Im Anschluss geben wir Fortgeschrittenen-Tipps, die euch bei der Konstruktion großer Festungen behilflich sind. Tipp: Wölfe in Valheim zähmen und züchten.

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Ein starkes Fundament: Tipps zu den Bau-Basics

Zunächst ein paar grundlegende Regeln: Wenn ihr in Valheim eine Basis errichtet, benötigt ihr eine Werkbank. Diese erstellt ihr, indem ihr euch zuerst einen Hammer baut und dann die Bank an einen Platz stellt, an dem sie euch bei eurem Bauvorhaben nicht stört. Generell gilt, dass ihr nur in dem weiß markierten Bereich um die Werkbank herum bauen dürft - wer größere Dörfer errichten will, braucht auch mehr Werkbänke. Damit kommen wir gleich zu unserem ersten Profitipp, der euch eure Karriere als Archtitekt von Anfang an erleichtern wird: Der weiße Kreis, der euren Baubereich markiert, ist kein Zylinder, sondern eine Sphäre. Das bedeutet im Klartext, dass ihr bei besonders hohen Gebäuden mehrere Werkbänke eng nebeneinander bauen müsst, weil ihr sonst schnell an die Oberkante der unsichtbaren Sphäre stoßt. Baut nun mit der Hilfe eures Hammers eine kleine Hütte über eurer Werkbank. Euer erster Schuppen muss nicht zwingend schön sein - das Dach dient zu Beginn lediglich dazu, den vollen Funktionsumfang der Werkbank freizuschalten. Sobald ihr euren Kreis begutachtet und ein paar Probewände gesetzt habt, geht es an die Planierung des Bodens.

Tipp: Es gibt eine Maximalhöhe für Gebäude. Auch durch mehrere über einander gestapelte Werkbänke lässt sich diese nicht erhöhen. Übrigens: Nutzt auch unseren Boss-Guide mit Tipps zu den großen Gegnern in Valheim.
Solange ihr den Boden vor der Konstruktion eures Hauses mehr oder weniger einebnet, werdet ihr auch erfolgreich sein. Das Geheimnis lautet: Baut euer Haus auf Pfählen. Dann habt ihr auch keine Probleme mit widerspenstigen Erdhügeln. Quelle: Christian Schmid für pcgames.de Solange ihr den Boden vor der Konstruktion eures Hauses mehr oder weniger einebnet, werdet ihr auch erfolgreich sein. Das Geheimnis lautet: Baut euer Haus auf Pfählen. Dann habt ihr auch keine Probleme mit widerspenstigen Erdhügeln.

An eurer überdachten Werkbank erstellt ihr als erstes eine Hacke. Mit der Hilfe dieses Werkzeuges könnt ihr das Bodenlevel verändern - die Anwendung ist jedoch ein wenig knifflig. Generell gilt, dass ihr den Boden per Linksklick an die Höhe anpasst, auf der euer Charakter steht. Wer stattdessen den Boden auf das Level des Mauszeigers anpassen möchte, hält Shift gedrückt, während er klickt. Wenn ihr das Terrain stark anheben wollt, müsst ihr per Rechtsklick die Hacken-Option "Boden erhöhen" anwählen. Plant den Grundriss eures Gebäudes von Beginn an, denn jede Erhöhung des Bodens kostet euch vier Steine und bevor ihr eure erste Spitzhacke in den Händen haltet, ist das Steine-Sammeln umständlich. Versucht, in dem geplanten Baubereich alle Grasbüschel zu entfernen und den Boden mehr oder weniger einzuebnen. Wenn ein paar kleine Hügel übrig bleiben ist das kein Beinbruch, denn wir konstruieren unsere Gebäude mit der Hilfe kleiner Pfähle. Tipp: Karotten und Rüben in Valheim anbauen.



Als nächstes sammelt ihr eine Menge Holz und Steine. Sorgt bereits im Voraus für einen soliden Vorrat. Diesen Legt ihr mit dem Hammer in der Hand per Rechtsklick an - wählt dazu "Holzstoß" und "Steinhaufen" aus. Drei 50er-Holzstöße und ein Steinhaufen stellen das Minimum für eine stabile Hütte und ein reibungsloses Bauvorhaben dar. Alles vorbereitet? Dann wird es jetzt spannend!

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Das Stabilitätssystem

Jede Konstruktion in Valheim (jetzt kaufen ) muss statisch korrekt errichtet werden. Auf gut deutsch: Hohe Gebäude stürzen ein, wenn ihr sie nicht abstützt. Das System dahinter folgt einer recht einfachen Echtwelt-Logik, die auch Anfänger nach ein paar Probeläufen schnell verstehen. Generell gilt, dass schwebende Minecraft-Kunstwerke in Valheim nicht funktionieren. Anstelle der typischen "Survival-Kisten" errichtet ihr in Valheim eher "Scheunen". Das bedeutet, dass zunächst Holzpfeiler erstellt. Diese werden euer Fundament tragen, welches wiederum eine Basis für die nötigen Dachbalken und Stützpfeiler bereitstellt. Das folgende Bild veranschaulicht, wie euer Basisbau in etwa aussehen sollte.
Wer schon einmal gesehen hat, wie eine Scheune hochgezogen wird, dem kommt dieses Bild vermutlich bekannt vor. In Valheim müsst ihr unbedingt auf die Statik eurer Konstruktionen achten. Stützt lieber einmal zu oft ab, als einmal zu wenig. Quelle: Christian Schmid für pcgames.de Wer schon einmal gesehen hat, wie eine Scheune hochgezogen wird, dem kommt dieses Bild vermutlich bekannt vor. In Valheim müsst ihr unbedingt auf die Statik eurer Konstruktionen achten. Stützt lieber einmal zu oft ab, als einmal zu wenig. Wie ihr seht, haben wir unsere Hütte auf Pfeilern gebaut, die gleichzeitig eventuelle Boden-Unebenheiten ausgleichen. Die Querstreben stabilisieren die Bodenplatten, während die hohen Holzpfeiler bereits in Vorbereitung auf die Dachkonstruktion errichtet wurden. Jedes Bauteil wird dabei ständig vom Spiel auf seine Stabilität hin überwacht. Genauer gesagt, achtet Valheim sehr exakt darauf, wie weit einzelne Bauteile vom Boden sowie von der nächsten "Stütze" entfernt sind. Ihr könnt zwar auch ein Haus bauen, das ausschließlich aus Bodenplatten und Wänden besteht... wer jedoch zu groß baut, wird früher oder später bemerken, dass sein Dach einstürzt wenn er seine Basis ausbauen will. Selbst ein zu starker Sturm kann bei schlecht konstruierten Häusern zu einem katastrophalen Materialversagen führen, ganz zu schweigen von feindlichen Überfällen. Um euch vor Unfällen auf der Baustelle zu bewahren, besitzt Valheim zum Glück eine sehr eingängige Farbcodierung.
Architekten gesucht: Im direkten Vergleich erkennt man, wie sehr sich das Bausystem Valheims von anderen Survivalspielen wie zum Beispiel Conan Exiles unterscheidet. Wo Barbaren in Conan Exiles noch typische „Survival-Kisten“ bauen können, müssen Wikinger in Valheim ihre Methalle physikalisch korrekt stützen. Quelle: Christian Schmid für pcgames.de Architekten gesucht: Im direkten Vergleich erkennt man, wie sehr sich das Bausystem Valheims von anderen Survivalspielen wie zum Beispiel Conan Exiles unterscheidet. Wo Barbaren in Conan Exiles noch typische „Survival-Kisten“ bauen können, müssen Wikinger in Valheim ihre Methalle physikalisch korrekt stützen.

Grün, Gelb, Rot, Blau: Was bedeuten die Farben?

Wer den Hammer in die Hand nimmt und auf seine frisch gebaute Hütte richtet erkennt, dass die unterschiedlichen Bauelemente in verschiedenen Farben aufleuchten. Die Farbcodierung ist in ihrem Kern sehr einfach: Je mehr das Bauteil in die roten Farbtöne rutscht, desto instabiler ist es.

  • Blaue Teile stellen eure Konstruktionsbasis dar. Alles was mit dem Boden verbunden ist, leuchtet unter dem Hammer in einem eindeutigen Himmelblau und gilt als Fundament, auf dem alle anderen Bauteile lasten. Blaue Teile stürzen niemals ein, außer sie werden direkt beschädigt.
  • Dunkelgrüne Teile werden hervorragend gestützt und können die sie umgebenden Bauteile problemlos tragen. Euer durch Pfähle erhöhter Boden sollte dunkelgrün sein, ebenso wie alle tragenden Stützpfeiler
  • Hellgrüne Teile stellen das solide Mittelmaß dar. Mit hellgrünen Elementen könnt ihr ebenso euer Haus abstützen, wie ihr sie für Böden, Wände und Dächer nutzen könnt. Im Idealfall besteht eure Basis ausschließlich aus hellgrünen Bauteilen - in der Realität benötigt ihr dazu aber so viele Stützelemente, dass euer Haus eher einem Balken-Labyrinth als einem Wikinger-Langhaus ähnelt.
  • Orangene Teile sind der letzte Stabilitätsgrad, mit dem ihr noch bauen solltet. Wer nicht extrem viele Säulen verwendet, wird zum Beispiel oft Dächer bauen, die unter dem Hammer fast komplett orange leuchten.
  • Rote Teile stehen kurz vor dem Kollaps. Vermeidet es wenn möglich, zu viele rote Bauteile in eurer Basis zu platzieren. Wann immer möglich, fügt ihr Stützelemente wie Schräg- oder Querbalken hinzu, oder zieht eine Zwischenwand ein.
  • Zerbrechende Teile sind Bauelemente, die ihr an ungestützte rote Bauteile anfügt. Anstatt an Ort und Stelle zu kleben, verfärben sich die Bauelemente für eine Sekunde dunkelrot, dann werden sie automatisch zerstört. Immerhin erhaltet ihr eure Baumaterialien wieder!

Hier seht ihr die Farbcodierung des Spiel, von oben links bis unten rechts: Blau bedeutet, dass es sich um ein Fundament handelt. Grüntöne sind als tragende Bauteile geeignet, während die Rottöne unbedingt gestützt werden müssen. Wer trotzdem weiterbaut, erhält lediglich lose Bretter. Quelle: Christian Schmid für pcgames.de Hier seht ihr die Farbcodierung des Spiel, von oben links bis unten rechts: Blau bedeutet, dass es sich um ein Fundament handelt. Grüntöne sind als tragende Bauteile geeignet, während die Rottöne unbedingt gestützt werden müssen. Wer trotzdem weiterbaut, erhält lediglich lose Bretter.

Horizontale und vertikale Statik

Valheim berücksichtigt nicht nur die horizontale, sondern auch die vertikale Statik. Das bedeutet, dass ihr bei einer Höhe von einer Holzwand exakt vier Bodenelemente ansetzen könnt, bis eure Bauteile zerbrechen. Wenn wir in einem Versuch jedoch sechs bis sieben Wandelemente in die Höhe bauen und den gleichen Versuch starten, wird bereits das erste Bodenelement rot angezeigt. Doch es wird noch knackiger! Solltet ihr den Boden eurer Methalle an den Rändern fachgerecht abgestützt haben, kann es trotz allen sein, dass die Bodenelemente in der Mitte auf gelbe oder rote Farbe wechseln. Des Rätsels Lösung: Auch bei großen Flächen müsst ihr natürlich nicht nur die Ränder und das Dach stützen, sondern auch alle großen Bereiche, auf denen ihr herumlaufen wollt. Hohe Decken stützt ihr am besten, indem ihr die Pfeiler von Beginn an im Scheunen-System in den Boden rammt und damit gleich das ganze Gebäude stützt, anstatt lediglich Schwachstellen auszubessern.
Wer zu hoch baut ohne seine Konstruktion zu stützen, wird nicht sehr breit bauen. Türme sollten dementsprechend mit einer breiten Basis angelegt werden und sich langsam nach oben hin verjüngen. Arbeitet am besten mit Schräg- und Querbalken. Quelle: Christian Schmid für pcgames.de Wer zu hoch baut ohne seine Konstruktion zu stützen, wird nicht sehr breit bauen. Türme sollten dementsprechend mit einer breiten Basis angelegt werden und sich langsam nach oben hin verjüngen. Arbeitet am besten mit Schräg- und Querbalken. Wenn wir unterschiedliche Baustoffe und die damit zusammenhängenden Stützelemente berücksichtigen, wird es sogar noch interessanter:

  • Holzbauteile können maximal vier Felder von einem tragenden Fundament gebaut werden, danach bricht das nächste Bauteil ab. Das gilt für normal große Bauteile.
  • Kleine Holzbauteile können maximal acht Felder weit von einem tragenden Fundament gebaut werden. Der Grund dafür ist, dass Valheim die maximal zulässigen Holzbeuteile nach Entfernung und nicht nach der Anzahl der Bauelemente berechnet.
  • Kernholzpfähle erweitern die zulässige Länge einer Holzbrücke um ein Element, auf Maximal fünf Elemente. Richtig gelesen: Durch die richtige Materialwahl in Sachen Stützpfeiler könnt ihr mehr und weiter bauen, ohne Material zu verschwenden.

Im Endeffekt bedeutet das, dass ihr mit dem Einsatz von zwei Kernholzpfählen ganze neunzehn Felder weit bauen könnt, ohne auf dem Boden aufzusetzen. Wir erinnern uns: Die Entfernung von einem tragenden Fundament ist ausschlaggebend. Und zwar in beide Richtungen! In unserem Bilderbeispiel ist, das erste Fundament Holzpfahl Nummer eins und das zweite Kernholzpfahl Nummer zwei. Wenn man von beiden Fundamenten ausgeht und sich in der Mitte trifft, ist unsere Holzbrücke neun Felder lang - Das fünfte Bauteil liegt für beide Pfeiler in der Mitte der Brücke, also erreichen wir keine zehn Felder. Bauen wir auf der anderen Seite der Pfähle weiter, können wir jeweils weitere fünf Bauelemente anlegen. Solange die Stützpfeiler solide sind, halten also auch größere Brücken mit etwas Geduld und Spucke.
Mit neunzehn Feldern kommt ihr über jeden Fluss, der euch im Weg steht. Das Ganze ist aber nur ein Experiment, um euch das Bausystem näher zu bringen – Wir empfehlen in der Realität dringend, weitere Stützpfeiler in eure Brücken oder Festungen einzuziehen. Quelle: Christian Schmid für pcgames.de Mit neunzehn Feldern kommt ihr über jeden Fluss, der euch im Weg steht. Das Ganze ist aber nur ein Experiment, um euch das Bausystem näher zu bringen – Wir empfehlen in der Realität dringend, weitere Stützpfeiler in eure Brücken oder Festungen einzuziehen. Das alles ist zwar physikalisch gesehen sehr einleuchtend, zwingt euch allerdings im Falle hoher Gebäude ein wenig zu knobeln: Wie konstruiert ihr eine hohe Methalle, die gleichzeitig gut aussieht und trotzdem nicht beim ersten Schubser in sich zusammenfällt? Seht das System einfach als kompliziertes Puzzle und habt Spaß dabei - Valheim belohnt durchdachte Konstruktionen.

Steinbauteile besitzen eigene Regeln

Wenn ihr eure Basis auf Pfählen errichtet, für ein gutes Fundament sorgt und euer Dach den Gesetzen der Statik entsprechend abstützt, kann euch nichts passieren. Fortgeschrittene Architekten dürfen indes nicht nur mit Holz, sondern auch mit Stein bauen! Wie genau ihr an die Baupläne geratet, verraten wir natürlich nicht, denn das gehört mit zum Reiz des Spiels. Steingebäude sind ein Sonderfall, da es sich hier im Endeffekt nicht um Einfamilienhäuser als Ziegeln, sondern um echte Festungen handelt. Dementsprechend robust sind die Bauteile der Burgen auch - plant am besten direkt eine größere Basis ein, denn die meterdicken Wände sind für kleine Außenposten denkbar ungeeignet.
Steinbauteile können extrem hoch gestapelt werden, eignen sich aber nicht, um damit in die Horizontale zu bauen. Nach zwei Bauteilen ist auch dann Schluss, wenn ihr versucht die Platten von unten zu stützen. Quelle: Christian Schmid für pcgames.de Steinbauteile können extrem hoch gestapelt werden, eignen sich aber nicht, um damit in die Horizontale zu bauen. Nach zwei Bauteilen ist auch dann Schluss, wenn ihr versucht die Platten von unten zu stützen.

Eine Besonderheit der Steinbauteile ist, dass es in diesem Fall vorgefertigte Fundamente gibt, wie man sie aus anderen Survival-Spielen kennt. Nicht verwunderlich, stellen Steinfundamente eine solide Basis für alle denkbaren Bauvorhaben dar - in die Horizontale kann man mit den dicken Steinplatten jedoch nicht bauen. Wie auf unserem Beispielbild zu sehen, können Steinfundamente zwar auf Wände gestapelt und, mit der Hilfe eines Steinbogens, auch zwei Felder weit als Brücke verwendet werden... Danach ist jedoch in jedem Fall Schluss. Aufmerksame Beobachter werden erkennen, dass wir in unserem Beispiel auf ein grünes Bauteil zielen. Das ist in diesem Fall allerdings irrelevant, denn Valheim weigert sich schlicht und ergreifend Steinfundamente anzunehmen, die mehr als zwei Elemente hinausragen. Auch eine unten angebrachte Stütze macht keinen Unterschied. Burgen kann man demnach am besten aus einer harten Stein-Außenhaut und einem durchdachten Holz-Innenleben konstruieren.

Bautipps für Fortgeschrittene

Ambitionierten Bauherren reichen diese Tipps vielleicht nicht, also greifen wir in diesem Abschnitt etwas tiefer in die Trickkiste. Unser erster Profi-Ratschlag lautet, dass ihr auch runde Gebäude errichten könnt, indem ihr eure Bodenplatten fächert. Valheim lässt euch Bauteile nach Belieben "Ineinander schieben" und kreative Konstrukteure können so praktisch alle bauen, was ihre Fantasie hergibt. Seid vorsichtig, wenn ihr Bauelemente in Fächerform anordnet, denn die unterschiedlichen Teile können schnell hässliche Clipping-Fehler zeigen. Hier ist etwas Fingerspitzengefühl vonnöten.
Wer seine Bodenplatten fächerförmig anordnet, kann auch runde Wachtürme oder Wikingische Rundhüten bauen. Wer authentisch sein möchte, vergisst die Feuerstelle in der Mitte nicht. Quelle: Christian Schmid für pcgames.de Wer seine Bodenplatten fächerförmig anordnet, kann auch runde Wachtürme oder Wikingische Rundhüten bauen. Wer authentisch sein möchte, vergisst die Feuerstelle in der Mitte nicht. Nach der ersten Rauchvergiftung ist klar: Eure Hütte benötigt einen funktionierenden Rauchabzug. Kamine bieten sich für kleinere Häuser an, doch wer ein echtes Langhaus oder eine Methalle bauen möchte, muss stärkere Register auffahren. Um für echtes Dänen-Feeling zu sorgen, öffnet ihr euer Langhaus unter dem Dachkreuz - oder ihr baut einen erhöhten Giebel ein, in dem sich der Rauch zunächst sammeln und dann abziehen kann. Dazu konstruiert ihr ein klassisches Spitzdach und ersetzt den mittleren First durch kurze Wände, auf die ihr im Anschluss die fehlenden Dachbauteile setzt. Das Ergebnis ist eine stimmige Wikinger-Behausung mit offener Feuergrube, die sich trotzdem nicht nach kurzer Zeit komplett verräuchert ist.
Das fertige Langhaus ist eine solide Anfängerbasis, die sogar einen Rauchgiebel aufweist. Perfekt für alle Wikinger, die auf moderne Erfindungen wie Kamine pfeifen. Quelle: Christian Schmid für pcgames.de Das fertige Langhaus ist eine solide Anfängerbasis, die sogar einen Rauchgiebel aufweist. Perfekt für alle Wikinger, die auf moderne Erfindungen wie Kamine pfeifen. Apropos Dachfirst: Wer die Dachbauteile von Valheim so einsetzt, dass er im Anschluss ein funktionierendes Spitzdach besitzt, muss Selbiges nicht so umfangreich stützen, wie die Besitzer von Flachdächern. Wie im echten Leben auch, trägt der Giebel einen Teil der Last und ermöglicht so größere Hallen die ohne einen regelrechten Wald aus Holzstützen auskommen. Außerdem sind Flachdächer in Valheim nicht komplett winddicht, sodass euer Lagerfeuer bei einem Sturm schlagartig ausgeblasen werden kann.

Tipp: Baumeister, die gerne ohne die Einrast-Funktion des Valheim-Bausystems zu Werke gehen, können bei der Platzierung die Shift-Taste gedrückt halten. Auf diese Weise könnt ihr die Bauelemente frei platzieren.



Abenteurer, welche die zehnte Welt gerne gemeinsam mit Freunden durchstreifen, haben mit einem deutlich höheren Schwierigkeitsgrad zu kämpfen. Eine gute Abhilfe gegen Grauzwerge, die alle zehn Minuten eure Haustür eintreten, ist zum einen die Errichtung einer Palisade. Sobald ihr den Blickkontakt unterbrecht, lassen viele der Gegner in Valheim von euch ab. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, versteckt zudem großzügig Werkbänke in seiner Basis. Innerhalb des eingangs erwähnten weißen Baukreises können keine Feinde spawnen - vor allem in einer Dunkelwald- oder Überseebasis ein wichtiger Konstruktionskniff, der Leben retten kann.

Tipp: Ihr benötigt mehr Stauraum? Stapelt Kisten in einem Regal! Dazu setzt ihr eine Bodenplatte an die Wand eures Lagerraumes und setzt die Kiste oben drauf. In großen Lagerhallen könnt ihr Kisten so bis zu drei Stockwerke hoch stapeln, bevor ihr Leitern einsetzen müsst.

Zu guter Letzt empfehlen wir Spielern, die gerne im Freien werkeln trotz all der frischen Luft die Errichtung von offenen "Geräteschuppen". Betten, Arbeitsstationen, Fermentierer und andere Einrichtungsgegenstände nehmen im Regen schaden, sodass sie nach ein paar Tagen Schlechtwetter unbrauchbar werden. Bereits drei Wände mit einem einfachen Strohdach vermeiden an dieser Stelle unnötigen Materialverschleiß. Offene Schuppen sind außerdem praktisch, weil ihr für die Metallverarbeitung jedes Mal einen ordentlichen Fußmarsch vom Kohlemeiler zum Schmelzofen und hin zur Schmiede unternehmen müsst. Wer hier auf Türen verzichtet, spart Zeit und Nerven. Wir wünschen viel Spaß bei der Erkundung der zehnten Welt. Macht Odin stolz, Wikinger!

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