Bitte nicht! - 10 Dinge, die wir im Gaming-Jahr 2020 nicht sehen wollen
Special
The Last of Us: Part 2, Cyberpunk 2077, Assassin's Creed: Valhalla ... Ja, in diesem Jahr erwarten uns noch einige echte Highlights. Allerdings werden wir bei den bevorstehenden Ankündigungen zu Spielen und den neuen Konsolen vermutlich auch jede Menge Mist präsentiert bekommen. In diesem Special fassen wir zehn Dinge zusammen, die wir im Gaming-Jahr 2020 nicht sehen wollen.
Im Gaming-Jahr 2020 erwarten uns noch einige Highlights. Blockbuster wie The Last of Us: Part 2, Ghost of Tsushima oder Cyberpunk 2077 erscheinen noch und am Ende des Jahres startet mit der Xbox Series X und der Playstation 5 die neue Konsolengeneration. Also alles Friede, Freude, Eierkuchen? Natürlich nicht! Bei den noch folgenden Ankündigungen stehen uns nämlich ganz bestimmt wieder einige Aufreger und Enttäuschungen bevor. In diesem Special haben wir jedenfalls zehn Dinge gesammelt, auf die wir im Spielejahr 2020 überhaupt keinen Bock haben.
Zehn Dinge, die wir nicht sehen wollen
- 1 1. Reine CGI-Trailer
- 2 2. Selbstbeweihräucherung bei Spiele-Vorstellungen
- 3 3. Jährliche Updates, die als Riesending verkauft werden
- 4 4. Die Ankündigung von Shenmue 4
- 5 5. Zu viele Remaster- und Remake-Ankündigungen
- 6 6. Ein neues Spiel von Peter Molyneux
- 7 7. Unnötige Mobile-Game-Umsetzungen bekannter Spiele-Reihen
- 8 8. Spiele, die seelenlos einem Trend nachjagen
- 9 9. Konami macht ein anderes Spiel als PES
- 10 10. Anthem
1. Reine CGI-Trailer
Quelle: Ubisoft
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Ja, CGI-Trailer sehen cool aus und eignen sich gut für kurze Teaser, aber im Jahr 2020 soll man uns bitte keine reinen CGI-Trailer mehr präsentieren. Jeder Gamer weiß mittlerweile, dass das richtige Spiel nicht so aussehen wird, also haltet uns nicht so einen verzuckerten Köder hin, liebe Publisher. Wir beißen da nicht mehr an. Zeigt uns Gameplay, zeigt uns, was uns wirklich in eurem Spiel erwarten wird. Das schürt unsere Vorfreude doch viel mehr.
Und wenn wir sehen, dass etwas tatsächlich im Game ist und funktioniert, müssen wir groß angepriesene Features nicht erstmal noch hinterfragen. Gerade in diesem Jahr, in dem wir aufgrund der Corona-Pandemie viel daheim hocken müssen, kann man ruhig mal auf den CGI-Pomp verzichten und uns direkt die Wahrheit zeigen. Schlimmer als die Pandemie-Realität wird die schon nicht sein.
2. Selbstbeweihräucherung bei Spiele-Vorstellungen
Quelle: PC Games Hardware
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Schon in den letzten Jahren gab es immer weniger Pressekonferenzen der Hersteller und nun im Corona-Jahr fällt die E3 ganz aus. Die großen Spiele werden also sehr wahrscheinlich in diversen Shows der Publisher per Stream vorgestellt. Das ist auch eine Möglichkeit, auf die gängige Selbstbeweihräucherung, schlechte Witze, die natürlich total spontan sind, und unnötiges Gelaber zu verzichten. Wir wissen doch alle, dass das nur Getue ist.
Wir wollen kein Futter für Cringe-Compilations, wir wollen die Spiele sehen. Zeigt uns Gameplay, kommentiert gerne die Spielszenen und erklärt die Features, nennt am besten auch ein ungefähres Release-Datum. Mehr wollen wir nicht. Und wenn die Konsolen vorgestellt werden, wollen wir auch kein Geblubber hören, dass die Kiste Krebs heilen kann. Gebt uns die Fakten, erklärt die Features, nennt die Launch-Titel. Das reicht vollkommen.
3. Jährliche Updates, die als Riesending verkauft werden
Wir wissen alle schon im Vorfeld, dass einige Spielereihen in jedem Jahr einen neuen Ableger bekommen. Man kann natürlich kritisieren, dass Sportspiele auch einfach ein größeres Update mit aktualisierten Lizenzen bekommen könnten oder auch darüber diskutieren, ob Call of Duty nicht vielleicht mal ein Jahr aussetzen könnte, um das Gameplay zu modernisieren, aber das wird ja eh nicht passieren. Wir sind alt und verbittert und haben uns damit abgefunden, dass jedes Jahr ein neues FIFA, CoD, PES, Madden und Co. erscheinen. Ist ja auch okay, denn als Fan einer Reihe oder eines bestimmten Sports bieten die neuen Teile ja auch immer neue Facetten.
Quelle: PC Games
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Viel nerviger ist es, wenn man uns weismachen will, dass die neuen Ableger dieser Spiele ein Riesending, ein Gamechanger, ja sogar der heilige Gaming-Gral sind, weil sie nun einen neuen Modus oder ein neues Feature haben. Ja, genau. Und der Weihnachtsmann feiert gerade mit dem Osterhasen, dem Yeti und dem Monster von Loch Ness eine Party in Hogwarts. Neue Fetaures und Spielmodi können die Titel sicherlich bereichern und aufwerten, aber dass sie alles bisher Dagewesene umkrempeln, ist dann doch eher unwahrscheinlich. Das wissen wir natürlich, weil eben jedes verdammte Jahr ein neuer Teil rauskommt. Da bleibt gar nicht genügend Entwicklungszeit, um Riesenschritte nach vorne zu machen. Verkauft uns also bitte nicht für blöd, liebe Publisher!
4. Die Ankündigung von Shenmue 4
Quelle: PC Games
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Ja, einige Zocker werden uns jetzt die Pest an den Hals wünschen, aber schreibt ruhig wütende Kommentare, da stehen wir genauso drüber wie Salomon Kalou über den Hygiene-Regeln der DFL. Ohne die rosarote Nostalgiebrille auf der Nase war Shenmue 3 im letzten Jahr nämlich ein ganz schlechter Scherz. Grafisch sah das Ding aus, als wäre es tatsächlich noch für die Dreamcast entwickelt worden, die Dialoge waren dämlich, die Story wurde langweilig erzählt, der nötige Grind war nervig und die Quests waren so lahm, so repetitiv und so blöd, dass wir lieber noch mal Ride to Hell: Retribution gespielt hätten. Darüber kann man wenigstens lachen.
Zudem wurden einige Unterstützer der Kickstarter-Kampagne ganz schön verarscht. Schließlich wurden Steam-Keys versprochen und relativ kurze Zeit vor Release machten Entwickler und Publisher dann einen zeitexklusiven Deal mit dem Epic Game Store. Nee, da kann ein neuer Teil gerne bleiben, wo der Pfeffer wächst. Außerdem würde Shenmue 4 dann ja irgendwann auf PS5 und Xbox Series X erscheinen, sodass die Jahrzehnte hinterherhinkende Technik des Spiels hier noch peinlicher wäre als schon beim dritten Teil im letzten Jahr.
5. Zu viele Remaster- und Remake-Ankündigungen
Es ist gar nicht mal so, dass wir generell gegen Remaster oder Remakes sind. Wenn man ein Spiel in der letzten Konsolengeneration verpasst hatte, war es durchaus nett, es ein wenig aufgehübscht auf PS4 oder Xbox One nachholen zu können. Gegen aufwändige Remakes von Klassikern wie Final Fantasy 7 oder Resident Evil 2 haben wir natürlich auch nichts. Aber man sollte es eben auch nicht übertreiben. Die noch aktuelle Konsolengeneration kann man fast schon als Remaster-Ära bezeichnen, denn so ziemlich jedes Spiel, das vor ein paar Jahren im Elektronikmarkt von Wanne-Eickel mal angehustet wurde, erhielt eine Neuauflage.
Quelle: Sony
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Da die neuen Konsolen abwärtskompatibel sein sollen, sind Remaster für Xbox Series X und PS5 also nicht nötig. Doch auch Nintendo muss mehr Pfeile im Köcher haben. Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, nehmen wir natürlich gerne die Switch-Remaster-Versionen von Super Mario Galaxy, Sunshine und 64, aber das darf nicht alles sein. Wir wollen auch neue Exklusivspiele von Big N und natürlich auch Informationen zu Breath of the Wild 2 und Metroid Prime 4. Auch mit Ankündigungen von Remakes sollten sich die Publisher etwas zurückhalten. Wenn neue Konsolen am Start sind, wollen wir damit in die Zukunft aufbrechen und nicht immer zurück in die Vergangenheit gezogen werden. Zudem brauchen gute Remakes auch Zeit und Budget. Ansonsten kommt so eine Hakelorgie wie MediEvil aus dem letzten Jahr dabei raus.
6. Ein neues Spiel von Peter Molyneux
Quelle: youtube.com
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Es ist nicht sonderlich wahrscheinlich, dass Peter Molyneux noch mal von einem Publisher oder durch eine Kickstarter-Kampagne zu Budget für ein größeres Spiel kommt. Dafür hat der Brite in den letzten Jahren einfach zu viele Brücken verbrannt. Dennoch scheint bei einigen Kollegen immer noch die Angst vor einem neuen Spiel vom Baron Münchhausen der Gaming-Welt zu bestehen. Zu sehr hat Molyneux in der Vergangenheit unsere Geduld mit großspurigen, aber unrealistischen Ankündigungen auf die Probe gestellt.
Doch in einer Branche, in der ein Yu Suzuki seit Ewigkeiten als verbrannt gilt, er aber trotzdem noch mal Geld für ein neues Spiel bekommt, scheint alles möglich. Wird uns Peter Molyneux also bald in Interviews erzählen, dass man in seinem neuen Spiel einen Kopfstand ausführen und mit den Pobacken Fliegen fangen kann? Wir hoffen sehr, dass das nicht der Fall sein wird. Das Spiel könnte eh wieder nicht halten, was der Herr verspricht, und damit würde er sein Vermächtnis noch weiter in den Schmutz ziehen. Man darf schließlich nicht vergessen, dass der Mann tatsächlich mal gute Spiele gemacht hat und durch innovative Ideen auffiel.
7. Unnötige Mobile-Game-Umsetzungen bekannter Spiele-Reihen
Quelle: Blizzard
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Oh, ein neues richtiges Command & Conquer? - Nein, es wird nur ein Mobile-Ableger. - Aber hier, ein neues Diablo! Endlich! Ich hoffe, mein PC packt das. - PC? Guter Witz. Hast du etwa kein Smartphone?
Hach ja, in den letzten Jahren haben uns die Publisher öfter mal an der Nase herumgeführt, in dem sie uns nicht einen echten Nachfolger zu einer geliebten Reihe spendierten, sondern nur einen Mobile-Ableger als schnellen Cashgrab ankündigten. Es zählt schließlich nur der Name, dann kaufen die Fans das schon und Mikrotransaktionen fallen auch überhaupt nicht auf.
Nun, so scheinen sie sich das gedacht zu haben. Die Realität sieht ein bisschen anders aus. Blizzard rechnete wohl jedenfalls nicht mit dem riesigen Shitstorm zu Diablo: Immortal. Nee, liebe Publisher, auch hier lassen wir uns nicht für dumm verkaufen. Hört also bitte auf, beliebte Marken durch Mobile-Mikrotransaktions-Abzocke in den Dreck zu ziehen. Selbst Mario Kart Tour von Nintendo ist eine absolute Frechheit.
8. Spiele, die seelenlos einem Trend nachjagen
Quelle: Hi-Rez | SMITE
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Im Gaming-Business läuft es genau wie in jeder anderen Branche: Hat jemand eine coole Idee, versuchen alle Konkurrenten sie zu kopieren. Daraus entstehen Trends und Trends halten nicht ewig, weil irgendwann der Markt von halbgaren und seelenlosen Produkten überflutet wurde. Im Spiele-Bereich hat man jedoch oftmals den Eindruck, dass Trends noch weiter ausgeschlachtet und verwässert werden als woanders.
Als Gamer ist man dann ziemlich oft genervt und entwickelt eine Anti-Haltung gegenüber bestimmten Trends. Wir sagen nur Battle Royale ... und sind uns sicher, dass mindestens die Hälfte von euch dabei mit den Augen gerollt hat. Das gilt wohl auch für Free-2-Play-MOBAs. Wie viele Games dieser Art müssen wir denn noch überstehen?! Klar, neue Battle-Royale-Games oder MOBAs haben ihre Daseinsberechtigung, wenn die Entwickler dafür coole, innovative Ideen haben, aber viel zu oft wird uns schnell zusammengerührter Einheitsbrei serviert. Auch das Genre der asymmetrischen Multiplayer-Shooter ist mittlerweile ein kleiner Trend, aber hier kriegen sogar noch weniger Studios ein vernünftiges Spiel hin. Resident Evil Resistance hat jedenfalls einige nervige Problemchen und von Predator: Hunting Grounds fangen wir lieber erst gar nicht an.
9. Konami macht ein anderes Spiel als PES
Oh, Konami, was ist nur mit dir passiert? Einst galt der japanische Publisher für erstklassige Spiele. Geniale Marken wie Metal Gear Solid, Castlevania oder Silent Hill begeisterten Gamer auf der ganzen Welt. Seit einigen Jahren hat sich die Firmenpolitik allerdings drastisch verändert. Statt weiterhin Triple-A-Spiele zu entwickeln, verdient Konami nun die Brötchen mit Pachinko-Automaten. Nur die PES-Reihe erscheint weiterhin regelmäßig und ist tatsächlich immer noch sehr gut.
Quelle: PC Games
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Alle paar Jahre kramt Konami aber wieder eine alte Marke raus und verschandelt sie. Man denke nur an diese unglaubliche Grütze namens Metal Gear: Survive oder das katastrophale Contra: Rogue Corps aus dem letzten Jahr. Wer so lange im Gaming-Business ist wie Konami, muss vor Release wissen, dass diese Spiele qualitativ irgendwo zwischen dem 1. FC Köln und einem Container voll mit Elefantenexkrementen liegen.
Deshalb ist davon auszugehen, dass Konami beliebte Marken einfach nur noch schnell abmelken möchte, weil uninformierte Gamer beim Titel aus Nostalgiegründen zugreifen. Konami, lass das! Sitz, Platz, Aus! Wenn ihr außer PES keine richtigen Spiele mehr entwickeln wollt, ist das zwar schade, aber eure Sache. Nur quält uns bitte nicht mit Schrottspielen, die von uns geliebte Spielereihen mit Füßen treten.
10. Anthem
Kennt ihr die Szene aus den Simpsons, wo Homer als Aushilfs-Krusty immer wieder auf den am Boden liegenden Burger-Dieb einschlägt, bis ein kleiner verstörter Junge ruft "Aufhören! Er ist doch längst tot!"? Nun, die linke Faust von Homer ist EA, die rechte ist Bioware, der Mann auf dem Boden ist Anthem und wir Spieler sind der kleine Junge. Anthem ist tot, EA! Egal, wie viele Patches, Updates oder Wasauchimmer ihr dem Spiel noch in die Visage haut, es wird nicht wieder lebendig!
Quelle: PC Games Hardware
Bitte nicht! - 10 Dinge, die wir im Gaming-Jahr 2020 nicht sehen wollen (11)
Natürlich ist es lobenswert, wenn sich um Spiele, die Probleme haben oder aus anderen Gründen nicht so richtig anlaufen, weiterhin gekümmert wird. Ubisoft hat For Honor und Rainbow Six: Siege so gut versorgt und dabei auf die Community gehört, dass die Spiele doch noch zum Erfolg wurden. Allerdings waren beide Spiele zu Release auch vollkommen okay. Anthem hingegen war übel verbuggt, repetitiv und ging weit an dem vorbei, was sich die Spieler von einem Bioware-Game erhofften.
Fehlerhafte Patches sowie einige Entscheidungen und Aussagen von EA führten dann dazu, dass so ziemlich alle Käufer die Hoffnung vor langer Zeit aufgaben. EA kündigt trotzdem weiter großspurig an, alles umkrempeln zu wollen. Wir wollen die Leiche namens Anthem aber eigentlich nur endlich mal begraben. Seit über einem Jahr gibt es nur leere Versprechungen über die Auferstehung, aber wir wollen das gar nicht. Hakt das Spiel einfach als Flop ab und lasst uns damit in Ruhe!
