Auch der fünfte Teil der Prügelserie kommt mit dem gewohnt ausgewogenem Kampfsystem daher.
Die Features der Playstation 3 Fassung
Virtua Fighter 5
Damit ihr nicht nur den Arcade Modus zocken müsst, wurde der Playstation 3 Umsetzung des Automatentitels noch ein paar Zusatzfeatures spendiert, die den Spielgenuss abrunden sollen. Fast schon zum guten Ton gehört die Möglichkeit, einzelne Moves zu trainieren und an einem im Verhalten justierbaren Prügelknaben auszuprobieren. Dazu könnt ihr entweder im freien Training autodidaktisch vorgehen, oder ihr lasst euch die Specialmoves eines Charakters nacheinander anzeigen, um sein komplettes Repertoire durch direktes Ausprobieren kennen zu lernen. Letzteres ist sehr praktisch, da man sich unter den fernöstlich benannten Special Moves einiger Charaktere einfach nichts vorstellen kann, auch wenn diese fein säuberlich in der Spielanleitung und im Pausenmenü aufgelistet werden.
Virtua Fighter 5
Des weiteren steht euch ein Quest Modus zur Verfügung, in dem ihr allerdings nicht in die Rolle eines Virtua Fighter Protagonisten schlüpft, um eine vorbestimmte Story abzuklappern, wie man es z.B. aus "Soul Calibur" kennt. Stattdessen sucht ihr euch einen Lieblingskämpfer aus und besucht verschiedene Spielhallen auf einer Stadtkarte, um in Turnieren bzw. freien Begegnungen gegen virtuelle Arcade Cracks anzutreten. Erfolge werden nicht nur mit Aufstiegen in die nächsthöhere Kämpferstufe (Kyu und Dan) belohnt, sondern auch mit Goodies, wie verschiedenen Kleidungsstücken und Sonnenbrillen, die ihr den Protagonisten nach eigenem Gutdünken verpassen könnt. Besonders aufregend ist das Gesamtkonzept des Quest Modus zwar nun wirklich nicht, aber immerhin bleibt die Motivation zum Weiterspielen durch die mehr als hundert freispielbaren Goodies pro Charakter hoch genug, um die Zeit bis zum nächsten Match gegen einen menschlichen Spieler zu überbrücken, dem ihr über das VF.TV Feature eure schönsten Replays präsentiert. Was allerdings stört, ist dass man bei der Wahl jedes Charakters ein gespeichertes Profil anlegen muss, dass eure Erfolge aufzeichnet, selbst wenn man nur eine schnelles Spiel austragen will. Nichts gegen eine ausführliche Statistik, aber dieser Aufwand wäre im Arcade Modus nun wirklich nicht nötig gewesen.
Virtua Fighter 5
Typisch für einige Playstation 3 Spiele ist die optionale Installation des Spielinhalts auf der Festplatte, die den Zugriff auf die Daten beschleunigen soll. Auch Virtua Fighter 5 macht davon Gebrauch und weist nach dem etwa 5 Minuten dauernden Prozess beim ersten Einlegen leicht verkürzte Ladezeiten auf, die euch jedoch rund zwei Gigabyte eurer Festplatte kosten. Von der Bewegungssensorik des Sixaxis Controllers wurde hingegen abstand genommen, was aber bei einem Prügelspiel durchaus verständlich ist. Bedauerlich finden wir lediglich die Abwesenheit einer Online Anbindung, die der Langzeitmotivation zu gute gekommen wäre.
