Visions of Mana zeigt im Test, dass Herz und Spaß manchmal das Allerwichtigste sind!

Test Andreas Altenheimer Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Visions of Mana zeigt im Test, dass Herz und Spaß manchmal das Allerwichtigste sind!
Quelle: Square Enix

Secret of Mana war eines der beliebtesten Rollenspiele für das Super Nintendo. Mit Visions of Mana will Square Enix die Genialität von einst wiederbeleben. Unser Test!

Es ist schon eine Weile her, da freuten wir uns in regelmäßigen Abständen über plötzlich auftauchende Spiele-Hits, die zum Beispiel für das Nintendo Entertainment System, das Sega Mega Drive oder das Super Nintendo erschienen. Dazu gehörte auch ein ganz besonderes Action-Rollenspiel, das aus dem Nichts die Herzen vieler verträumter Fantasy-Fans eroberte: Secret of Mana (1993).

Secret of Mana war vor allem für uns Europäer ein nahezu einmaliges Erlebnis, denn die atmosphärische Kombination aus Grafik, Musik und Story konnte kein anderes Spiel kopieren. Hinzu kam der legendäre Mehrspielermodus, der es ermöglichte, das Abenteuer mit zwei Freunden durchzuspielen. Ein ähnliches Feature bot nur der Nachfolger Seiken Densetsu 3 (1995), der allerdings erst Jahrzehnte später mit Trials of Mana offiziell ins Englische übersetzt wurde und sich zudem auf einen Zwei-Spieler-Modus beschränkte.

Neben weiteren Spin-offs wie dem wunderschön pixeligen Legend of Mana (1999) und dem Remake des Game-Boy-Vorgängers Sword of Mana (2003) erschien nur noch ein einziger echter Nachfolger: Dawn of Mana (2006) für die PlayStation 2 - ein völlig vergessenes Rollenspiel, das von vielen als einer der schwächsten Titel der Serie bezeichnet wird und es nicht einmal bis nach Europa geschafft hat.

Vor einigen Jahren hat Square Enix das Interesse an der Serie auf den Prüfstand gestellt und zunächst das mittelmäßige Remake von Secret of Mana (2018) sowie die liebevolle Neuauflage von Trials of Mana (2020) nachgeschoben. Beide Spiele waren erfolgreich genug, um die Marke zu rehabilitieren. Eine echte Fortsetzung schien also nur eine Frage der Zeit zu sein und kommt nun in Form von Visions of Mana (jetzt kaufen 47,43 € ) auf den Markt.

Ein buntes Märchenland voller Traditionen

Alle vier Jahre ist es so weit: Eine kleine Fee besucht die Welt und bestimmt die Geweihten. Sie müssen zum Mana-Baum reisen und ihre Seelen opfern, um ihn zu verjüngen und damit seine Kraft zu stärken, alles Leben zu erhalten. Obwohl sie dabei ihr eigenes Leben verlieren, ist es für die Auserwählten eine Ehre und Selbstverständlichkeit, dieses Opfer zu bringen. Weigert sich hingegen ein Geweihter, so droht seinem Dorf großes Unheil.

Der junge Val wächst im beschaulichen Dorf Tiana auf, wo auch er sich auf eine ganz besondere Aufgabe vorbereitet: Er ist ein Seelenwächter, der die Geweihten sicher zum Mana-Baum geleiten soll. Umso bittersüßer ist es, dass ausgerechnet seine Freundin Hina zur Feuergeweihten auserkoren wird. Einerseits können die beiden nun gemeinsam die lange Reise antreten, anstatt sich voneinander verabschieden zu müssen. Andererseits kann sie im Gegensatz zu ihm nicht mehr nach Hause zurückkehren ...

Ungeachtet dessen ziehen die beiden los und steuern einen Teil der Welt nach dem anderen an. Auf ihrem Weg stoßen sie auf viele garstige Monster und Kreaturen, die Val vornehmlich mit seinem Schwert beseitigen muss. Hina steht ihm dabei zur Seite und kann zwar nicht direkt in die Kämpfe eingreifen, aber ihren Freund zumindest mit ihren Fähigkeiten als Heilerin unterstützen.

Dialog-Zwischensequenz Quelle: Square Enix/Medienagentur plassma

Teamarbeit

Während die Story von Visions of Mana von einer guten Mischung aus stereotypen JRPG-Charakteren, dezent dramatischen Ereignissen und traurig-schönen Liebesgeschichten lebt, wirken die Gegner selten bedrohlich, dafür aber umso niedlicher. Selbst die bildschirmfüllenden Endbosse versprühen eine gehörige Portion Kuscheltier-Charme.

Im Laufe des Abenteuers treffen Val und Hina auf weitere Geweihte, die sich ihnen anschließen. Insgesamt stehen euch fünf direkt spielbare Charaktere zur Verfügung, die ihr steuern könnt. Auf einen Koop-Modus hat Square Enix leider verzichtet, obwohl er sich aufgrund der Story durchaus angeboten hätte und, wie bereits in der Einleitung erwähnt, zu den Highlights der Super-Nintendo-Klassiker gehörte.

Da die Kämpfe in Echtzeit ablaufen und Reaktionsschnelligkeit und Zielgenauigkeit erfordern, steuert ihr immer nur einen Helden. Zwei weitere werden vom Computer übernommen, während der Rest eurer Truppe inaktiv bleibt. Wollt ihr mit einem anderen Trio kämpfen, müsst ihr die Charaktere über das Optionsmenü entsprechend austauschen.

Bildergalerie

In der Regel agieren die computergesteuerten Recken mithilfe einer rudimentären KI, die ihr ebenfalls einstellen könnt. So entscheidet ihr, ob eure Mitstreiter offensiv agieren, ihre magischen Fähigkeiten eher behutsam einsetzen oder sogar Gegenstände wie heilende Bonbons verwenden sollen. Alternativ könnt ihr jederzeit per Steuerkreuz zwischen den drei aktiven Charakteren wechseln, um die Kontrolle über einen anderen zu übernehmen.

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