WWE 12 im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

WWE `12 ist aufgrund des großen Umfangs und der reibungslosen Spielbarkeit ein Muss für jeden Wrestling-Fan, der über kleinere Schwächen hinwegsehen kann.

Ein neues Jahr, ein neues Smackdown vs. Raw. Doch was sehen wir da im Händlerregal? Ein THQ-Wrestling-Spiel mit dem Namen WWE '12! Eine neue Marke? Konkurrenz aus eigenem Hause? Nicht ganz, denn 2012 wird sich zum ersten Mal seit 2005 wieder um einen neuen Markennamen bemüht. Da bietet sich die aus anderen Sportarten schon wohl bekannte Kombination aus dem Namen des Dachvereins und der aktuellen Jahreszahl als neuer Titel an. Was sich außer dem Namen noch so alles getan hat, verraten wir euch hier!

Drei Karrieren, null Gehalt

WWE 12 WWE 12 Aus dem Karriere-Modus von einst entstand im Laufe der Jahre der Road to Wrestlemania-Modus, in dem wir gerade in den letzten Jahren meist die Auswahl aus mehreren vorgefertigten Karrieren haben. Dafür hielten meist die größten Superstars der Branche her wie der Undertaker, Triple H, John Cena und CM Punk. Auch dieses Jahr haben uns die Jungs bei Yuke's in Japan eine Road to Wrestlemania spendiert in der uns schon auf der Gamescom im August eine Spielzeit zwischen acht und zwölf Stunden prophezeit wurde. Doch was in unserem Kopf bereits als spannende Achterbahnfahrt seinen Lauf nahm, brachte in der Realität nur eine durchaus mittelschwere Enttäuschung mit sich. Denn unterm Strich ist der Roadtrip zur "greatest Stage of them all" nur Quintessenz aus dem was man bekommen hätte, hätte man die Einzelteile der Vorgänger aneinander gehängt und zu einer großen Geschichte geformt. Man erlebt das Spiel aus drei Perspektiven, die im Wrestling-Geschäft mittlerweile zum guten Ton gehören, sprich als Underdog, Publikumsliebling und Hassfigur. Natürlich ist das Ziel stets sich an der Spitze des Business zu etablieren und einen der großen Titel um die Hüften zu tragen.

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WWE 12 WWE 12 Dabei ist WWE '12 wirklich anzumerken, dass sich bei Yuke's viele Gedanken gemacht wurden wie man die Inszenierung noch mehr an das TV-Original anlehnen könne. So erleben wir viele In-Ring-Promos, Zwischensequenzen und ähnliche Stilmittel die den Realitätsgrad nach oben schrauben sollen. Leider hat man sich teilweise zu viel vorgenommen und lässt den Spieler gut zwei drittel der Matches in diesem Modus nicht richtig zu Ende kämpfen. Stattdessen bearbeiten wir unseren Gegner so lange im Ring bis wir per Knopfdruck eine Sequenz auslösen die den Kampf dann für uns zu einem vorgefertigten Ende führt. Diese Methode ist hin und wieder sinnvoll um die Geschichte etwas spannender und mit mehr Dynamik voranzutreiben, ist jedoch für den Spieler in der Regel ein wahrer Graus. So werden Kämpfe irgendwie lieblos aneinander gereiht und das Angehen der Aufgabe wird mit "müssen" und nicht mit "dürfen" assoziiert.

WWE 12 WWE 12 Es haben sich auch für uns einige kleine Fehler in der Präsentation eingeschlichen. So konnten wir uns beispielsweise während einer Match-Präsentation nicht erklären warum die Einmarschmusik unseres Wrestlers und nicht die der TV-Show im Hintergrund zu hören ist. Hinzu kommt, dass man schlicht und ergreifend verpasst hat eine ordentliche Stimmung in die Bude zu bringen. Das Publikum versagt gerade in Momenten, die im Fernsehen frenetisch gefeiert werden, im Videospiel auf ganzer Linie, agiert zu zurückhaltend und ist dann endlich mal Stimmung, da wird diese für die Synchronisation nach unten reguliert, was Mikrofon-Segmente schnell zum animierten Hörbuch werden lässt.

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