Dawn of War - Definitive Edition im Test: Kultige Echtzeit-Strategie, die aber Chancen verpasst

Test Felix Schütz
Dawn of War - Definitive Edition im Test: Kultige Echtzeit-Strategie, die aber Chancen verpasst
Quelle: PC Games, Relic Entertainment

Das gefeierte Dawn of War meldet sich als Definitive Edition zurück. Wir haben das legendäre Echtzeit-Strategiespiel nochmal getestet - und dabei viele alte Stärken, aber auch verschenktes Potenzial entdeckt.

Egal ob Remaster, Remake oder Definitive Edition und Remakes - der Markt quillt regelrecht über vor Neuauflagen. Und manche davon sind absolut fantastisch! Andere dagegen wecken eher den Verdacht, die Entwickler wollten einfach nur schnell abkassieren, ohne viel Arbeit reinzustecken. Die Frage lautet nun: In welche Kategorie fällt Dawn of War: Definitive Edition?

Auf den ersten Blick könnte man nämlich glauben, die Entwickler von Relic hätten nur das Allernötigste getan. Doch wer genauer hinschaut, erkennt sie doch: die feinen Unterschiede, die Dawn of War: Definitive Edition (jetzt kaufen 29,99 € ) immer noch zu einem echten Tipp für Warhammer-Fans und Echtzeit-Strategen machen. Denn auch wenn Relic viele Chancen ungenutzt lässt, macht das Remaster letztendlich das, was es soll: Ein Kultspiel auf modernen PCs wieder ordentlich spielbar machen. Das gefeierte Dawn of War kehrt damit endlich wieder aus Versenkung zurück. Zeit wird's!

Was steckt in der Definitive Edition von Dawn of War?

Dawn of War: Definitive Edition ist eine vollständige, verbesserte Ausgabe des ersten Dawn of War. Für knapp 30 Euro bekommt ihr das Hauptspiel aus dem Jahr 2004 und alle drei Add-ons, die danach erschienen sind: Winter Assault, Dark Crusade und Soulstorm. Das ergibt in der Summe rein richtig dickes Strategiepaket, genau wie schon bei der veralteten Anniversary Edition. Euch erwarten vier Kampagnen, neun voll spielbare Fraktionen und mehr als 100 Multiplayermaps.

Dark Crusade und Soulstorm (immer noch ohne dauerhafte Basen) spielen sich außerdem nicht streng linear, denn zwischen den Missionen plant ihr eure Einsätze auf einer Planetenkarte im Risiko-Stil, mitsamt Rundenmechanik, Truppenverschiebungen und sammelbaren Upgrades. Außerdem könnt ihr euch euer Volk hier selbst aussuchen, schon allein dadurch bieten die Add-ons einen ordentlichen Wiederspielwert.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Zeitloses Warhammer-Spektakel

Vor 21 Jahren war Dawn of War ein echter Lichtblick für Echtzeit-Strategen - und es hat auch heute noch viele Fans, die sich an den derben Schlachten einfach nicht sattspielen können. Und das hat gute Gründe!

Klar, heutzutage gibt es massenhaft großartige Spiele mit Warhammer 40K-Lizenz. Doch Dawn of War setzte damals einen neuen Maßstab, denn zuvor war es einfach keinem anderen Spiel gelungen, die Tabletop-Vorlage so perfekt in einem Videospiel einzufangen. Sei es nun das detailverliebte Figurendesign, die treibende Musik, die fantastischen Animationen oder die martialischen Sprüche der Einheiten, wenn sie sich gegenseitig mit Boltern und Kettensägenschwert in Stücke reißen - das war Warhammer-Atmosphäre pur!

Bildergalerie

Das Gameplay hat Relic clever auf die Marke abgestimmt: Obwohl Dawn of War im Kern ein klassisches Echtzeit-Strategiespiel mit typischem Basisbau ist, konnte es sich bei Release deutlich von Warcraft 3 oder Age of Empires abheben. In Dawn of War steuert ihr nämlich keine einzelnen Truppen, sondern ganze Squads von Soldaten, die sich unterwegs noch verstärken oder mit Waffen ausrüsten lassen. Das passt prima zur Tabletop-Vorlage.

Auch beim Ressourcen-Sammeln geht Dawn of War einen anderen Weg als viele seiner Genre-Kollegen: Alles dreht sich darum, Kontrollpunkte einzunehmen und zu verteidigen, damit sie euch langsam Ressourcen aufs Konto spülen. Hinzu kommen kluge Details wie ein Moralsystem für Einheiten, die nach zu langem Beschuss den Kampfeswillen verlieren. Ein leichtes Deckungssystem ist auch mit an Bord. Und manche Einheiten haben auch aktive Fähigkeiten wie Granaten oder Jetpacks, die man geschickt einsetzen muss.

All das war schon vor 21 Jahren ziemlich großartig - und es macht auch heute noch erstaunlich viel Spaß. Allein: Als Neuauflage hätte es noch so viel besser sein können.

Ist das wirklich genug? Die Neuerungen der Definitive Edition

Eine der wichtigsten Neuerungen in der Definitive Edition betrifft den Bildausschnitt. Da die Neuauflage nun endlich moderne Breitbild-Auflösungen bis hin zu 4K unterstützt, bekommt ihr mehr vom Schlachtfeld zu sehen als in der alten Anniversary Edition. Noch wichtiger ist aber, dass sich die Kamera nun ein gutes Stück weiter vom Geschehen wegzoomen lässt - das schafft deutlich mehr Übersicht und ist damit ein echtes Plus für den Spielspaß.

Eine freie Tastaturbelegung im Optionsmenü gibt es aber leider immer noch nicht - für ein Strategiespiel im Jahr 2025 eigentlich ein Witz. Zumindest hat Relic aber zwei weitere Hotkey-Settings mitgeliefert, die sich näher an modernen Genre-Standards orientieren. Auf Wunsch dürft ihr euch außerdem alle Hotkeys auf den jeweiligen Icons anzeigen lassen, dadurch kann man sich die Tasten besser einprägen.

  1. Seite 1 Dawn of War - Definitive Edition im Test: Kultige Echtzeit-Strategie
  2. Seite 2 Dawn of War - Definitive Edition im Test: Was ist da eigentlich neu?
  3. Seite 3 Dawn of War - Definitive Edition im Test: Grafik-Upgrades und Wertung
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk