Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Interessante Standalone Fortsetzung der Warhammer-Reihe, langsam muss aber etwas Neues her.

Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm Positiv aber auch negativ fiel im Solopart die KI der Einheiten auf. Positiv sind hier jeweils die Möglichkeiten, die der Computergegner ausnutzt, um uns zu bekämpfen, er handelt klug und nachvollziehbar. Auf unsere Aktionen und Angriffe reagieren PC-Kämpfer sofort und schaffen es auch, uns in die Flucht zu schlagen. Anfänger sind schon mit der untersten der fünf Schwierigkeitsstufen gut bedient. Wer sich traut kann aber auch mal ein Match gegen einen Gegner der höchsten Stufe verlieren. Ja, richtig, verlieren, denn eine derartige KI ist wirklich selten! Leider klappt das aber nicht immer. So konnten wir während der langwierigen Test mehrmals beobachten, wie sich ganze Armeen auf einen höllisch langen Umweg begaben, nur weil eine Einheit nicht im Truppenverband geblieben ist. Einige der Einheiten bleiben während der Bewegung einfach stehen und wollen urplötzlich nicht mehr das Ziel anmarschieren, hier half nur eins: Anderes Ziel geben, sonst bleiben die Kollegen ewig und zwei Tage mitten auf der Map stehen.

Mensch gegen Mensch

Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm Doch genug vom Einzelspieler... Soulstorm legt eindeutig mehr Wert auf Mehrspielerduelle gegen richtige Gegner, und nicht diese KI-Memmen! Über das Internet und LAN kann man auf 114 Karten Duelle austragen, auf einer Karte haben bis zu acht Fraktionen Platz. Und hier geht's richtig zur Sache. Spieler aus der ganzen Welt kommen in der Lobby zusammen, die in mehrere Räume unterteilt ist. Das Matchmaking verläuft auf Wunsch ganz einfach: Klicken auf den Automatch-Button. So teilt der Computer uns einen Gegner zu, der von den Punkten her auf einem ähnlichen Level ist wie wir und uns demnach auch nicht allzu überlegen ist. Hier sollte man jedoch Vorsicht walten lassen und als Anfänger nicht allzu schnell eintauchen: Matches im Internet verlaufen meist ganz anders als Skirmish-Duelle im Einzelspieler. Denn diese Gefechte entscheiden sich meist binnen Minuten, es kommt nicht darauf an, wer besser spielt und eine größere Armee aufbaut, sondern er sich schneller die Ressourcen schnappen kann und über seinen Gegner herfällt. Neulinge und Anhänger von Stundenlangen Gefechten werden hier vielleicht ein wenig enttäuscht, Rusher kommen aber auf jeden Fall auf ihre Kosten. Gegner, immerhin, finde sie allemal. Denn das Spiel war, durch seine drei Vorgänger, schon vor seiner Veröffentlichung derart bekannt, dass es schon wenige Tage nach dem Release eine neue Liga in der ESL gegründet wurde und Soulstorm somit ein neues, offizielles eSport-Game ist.

Hallo, Technik?

Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm Graphisch hat sich leider nicht viel getan. Während das Hauptprogramm Warhammer 40k: Dawn of War 2004 noch halbwegs auf der Höhe der Zeit war, so hat sich das mittlerweile doch drastisch geändert. In Zeiten von stufenlos zoombaren Karten, die trotz Strategie vor hochauflösenden Effekten und Polygonen strotzen, kann ein graphisch nicht aufgewertetes Dawn of War leider nicht mithalten. Dennoch sieht Soulstorm recht ansehnlich aus, vor allem die kunterbunten Explosionen und Special Moves der Commander stechen hier hervor.

Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm Perfekt ist nun wiederum die Vertonung gelungen. Im Englischen wie im Deutschen unterscheiden sich alle neun Völker voneinander, weiterhin hat jede Einheit seine eigenen, charakteristischen Sprüche auf Lager. Diese fallen zwar nicht so ironisch und nur halb so witzig wie bei Warcraft aus, wenn man genau hinhört kann man sich manchmal ein Schmunzeln nicht verkneifen. Musikalisch ist DoW:S genauso gelungen wie in den Sprachsequenzen, in keiner Situation fiel uns etwas Negatives auf. Auch die Zwischensequenzen und Movies passen gut ins Gesamtkonzept und bügeln die triste Grafik wieder etwas glatt.

Meinung

Wertung zu Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm (PC)

Wertung:

8.1 /10
Pro & Contra
Insgesamt 114 Kartenneue Völker passen super ins SettingMultiplayer gelungen wie eh und jenette Idee: Planetensystem einnehmentolle Vertonung
Grafik nicht auf Höhe der ZeitKI Fehler der eigenen EinheitenKI der Gegner teils zu hochNeueinsteiger sind online total überfordertewiges Rauszögern mancher Siegbedingungen
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