Ein gelungener Twin-Stick-Shooter, doch leider ist das Ork-Gemetzel nach drei Stunden schon vorbei.
Mit Red Faction: Battlegrounds hat THQ bereits vor einigen Monaten versucht auf Red Faction: Armaggeddon einzustimmen, was gehörig in die Hose gegangen ist. Nun steht mit Warhammer 40.000: Kill Team ein zweiter Download-Versuch auf dem Programm, der auf Warhammer: 40.000: Space Marine vorbereiten soll.
Für den Imperator
Warhammer 40.000: Kill Team
Warhammer 40.000: Kill Team ist ein Twin-Stick-Shooter aus der Schräg-Oben-Perspektive, in dem wir uns mit einem Space Marine durch ein Schlachtschiff der Orks kämpfen müssen, das auf die Maschinenwelt der Menschen zufliegt. Von innen heraus muss der Kreuzer zu Fall gebracht werden. Zunächst stehen vier Klassen zur Verfügung, die unterschiedliche Werte für den Nah- und Fernkampf aufweisen und eine spezielle Fertigkeit besitzen. Der Techmarine kann zum Beispiel einen Geschützturm aufstellen, während ein Kollegen eine mächtige Feuersalve abgibt. Aufgeladen werden die Spezialfähigkeiten durch Ork-Kills, wobei auch Tyraniden ihren Auftritt bekommen. Dies geht übrigens sehr schnell von der Hand, weswegen dem Dauer-Metzeln kaum etwas im Weg steht. Geschossen wir mit dem rechten Stick, was sehr viel Spaß macht. Die Steuerung gibt ohnehin keine Rätsel auf.
Um gegen die Orks zu bestehen, liegen überall Power-Ups für Selbstheilung, Doppelschuss, Schnellschuss, Unverwundbarkeit, Energieschild usw. herum. Diese müssen taktisch klug eingesetzt werden, um überhaupt eine Chance gegen die Massen an Orks zu haben. Nach dem Beenden eines Levels schaltet man zudem Perks frei, wobei leider nur zwei mitgenommen werden können. So muss man sich unter anderem zwischen mehr Gesundheit, zusätzlicher Feuerkraft oder Nahkampfschaden entscheiden. Mit der Zeit kommen zudem kräftigere Waffen wie Raketenwerfer hinzu. Diese Extras sind auch bitter nötig, da es sehr schnell heftig zur Sache gehen wird.
Tod den Grünhäuten
Warhammer 40.000: Kill Team
Das Ork-Schnetzeln macht unheimlich viel Spaß, auch wenn es keine spielerische und optische Abwechslung gibt. Das ist eigentlich auch gar nicht nötig, denn die fünf Level sind nach rund drei Stunden durchgespielt. Für 800 Microsoft Points ein sehr kurzer Spielspaß, obwohl der Wiederspielwert mit den verschiedenen Space Marines recht hoch ist. In den drei Stunden wird man aber an die 6.000 Orks und Tyraniden um die Ecke bringen. Man kann also erahnen, was auf dem Bildschirm los ist. Und der finale Fight gegen den Waaaghboss macht ohnehin ordentlich etwas her und ist durchaus herausfordernd gestaltet. Negativ fallen aber einige schlecht gesetzte Checkpoints und nicht abbrechbare Zwischensequenzen auf, was ab und zu für ein wenig Frust sorgen kann.
Abgesehen vom Wiederspielwert steht aber noch ein lokaler Koop-Modus auf dem Programm, der nochmals mehr Spaß mit sich bringt. Da es keinen Splitscreen gibt, müssen beide Spieler innerhalb eines Bildschirms bleiben, was jedoch sehr gut klappt. Bleibt man nah beieinander, werden Power-Ups für beide Teilnehmer aktiviert. Leider funktioniert das Ganze nicht online. Ein Herausforderungs-Modus ist ebenfalls verfügbar, in dem man Feindeswellen überleben muss. Die Technik geht völlig in Ordnung und ist sehr zweckmäßig. Die selten eingesetzte deutsche Sprachausgabe ist herrlich martialisch und sehr gelungen. Für Warhammer 40.000: Space Marine kann man zudem eine exklusive Waffe freischalten.
