Wario auf dem kunterbunten Maskenball. Kann der sympathische Gauner mit seinen Verkleidungen überzeugen?
Langweiliges Leveldesign, durchschnittlicher Sound und ungewohnte Steuerung
Wario: Master of Disguise
Das Konzept der Levelgestaltung lehnt sich stark an das der Castlevania- oder Metroid-Spiele an. Alle Räume sind irgendwie miteinander verbunden und können kreuz und quer besucht werden. Das heisst: Es geht nicht strikt von links nach rechts, sondern auch mal nach oben oder unten. Irgendwo wird ein neuer Gegenstand gefunden, sodass man an eine Stelle zurückkehren muss, an der sich ein bislang verschlossener Weg öffnet. Das klingt ja gar nicht so schlecht, wenn die Levels nicht so unglaublich trist und langweilig gestaltet wären. Öde Szenarien, die ohne viel Liebe zum Detail daherkommen und bestimmt keinen Innovationspreis gewinnen würden. Beim Sound genau das gleiche. Man kann sich die Melodien anhören, ohne ein Geschwür im Ohr zu bekommen, aber wohlklingend ist was anderes. Das Wort Durchschnitt trifft es ziemlich gut.
Was die Steuerung anbelangt können sich die Geister scheiden. Einerseits wurde der Touchscreen ganz gut ins Spiel eingebaut, da man die ganzen Verkleidungen darüber aktiviert und viele Aktionen per Stylus ausführen muss. Andererseits muss man Wario aber per Steuerkreuz lenken. Beides kommt zum Einsatz, doch manchmal ist es schwierig zwischen den beiden Systemen hin und her zu wechseln. Generell hat man sich schon etwas dabei gedacht, denn Wario springt, indem man entweder die X-Taste drückt oder auf dem Steuerkreuz nach oben. Mit links/rechts oder aber Y/A läuft er in die entsprechende Richtung. So können auch Linkshänder ganz normal spielen. Das Problem mit dieser Steuerung ist die Gewohnheit. So etwas ist man einfach nicht gewöhnt und daher tut man sich ein wenig schwer damit. Vielleicht hätte man die beiden Ebenen (Touchscreen und Tasten) nicht ganz so stark mischen sollen. Optimal ist es jedenfalls nicht, aber mit der Zeit findet man sich rein. Beim Zeichnen der Verkleidungen kommt es auch häufig zu Fehlern. Da wird ein Kreis nicht als solcher erkannt oder man muss drei oder vier Blitze zeichnen, bis Wario sich endlich verwandelt.
