Watch Dogs in der Vorschau: Single- und Multiplayer verschwimmen | Technik

Special Sandro Odak

Grand Theft Auto 5 ist durch und beweist: Wow, das kann die "Old-Gen". Zum Start der Next-Gen steht nun Watch Dogs von Ubisoft in den Startlöchern. Auch Watch Dogs bietet eine offene und lebendige Spielwelt. Und darüber hinaus noch ein spannendes Hacking-Feature. Zwischen den Zeilen stellen die Macher die Frage: Wie sicher sind unsere Daten in der Cloud eigentlich und was will der Überwachungsstaat. Wir haben es nun erstmals ausführlich anspielen können.

Single- und Multiplayer verschwimmen

Watch Dogs in der Vorschau: Multiplayer gibt es auch lokal via Companion App. Am Tablet übernimmt ein Spieler die Polizei. Quelle: Ubisoft Watch Dogs in der Vorschau: Multiplayer gibt es auch lokal via Companion App. Am Tablet übernimmt ein Spieler die Polizei. Die Grenzen zwischen Single- und Multiplayer verschwimmen in Watch Dogs. Einen separaten Spielmodus, wie in GTA Online, gibt es nicht. Stattdessen sehen wir auf der Übersichtskarte im Menü die Positionen von Freunden. Auf Knopfdruck können wir in ihr Spiel springen und versuchen, sie in einem Zeitfenster von knapp fünf Minuten zu hacken. Dann beginnt ein lustiges Katz- und Mausspiel. Das Opfer muss so schnell wie möglich den Hacker ausfindig machen und ausschalten. Wenn das nicht gelingt und der Freund den Download von Aidens Handy abschließen kann, verliert man ein wenig Kohle. Ein cooles Minispiel, aber auch gefährlich. Theoretisch kann der andere Spieler in den fünf Minuten nämlich machen was er möchte. Dem eigentlichen Spieler zum Beispiel auch Autos klauen und Polizei-Aufmerksamkeit auf ihn lenken. "Spieler können sich entscheiden, ob sie andere Spieler zulassen wollen. Aber ein kleines Restrisiko bleibt natürlich", erklärt der Producer vor Ort.

Ein Gefühl von Multiplayer lässt sich aber auch lokal erleben. Mit der Companion App auf Tablets oder Smartphones kann ein zweiter Spieler auf der Couch ins Spiel einsteigen. Die beiden Konkurrenten starten dann ein wildes Rennen quer durch die Stadt. Der Spieler am Gamepad muss eine Checkpoint-Strecke durch die Stadt fahren, der Tablet-Spieler übernimmt einen Polizeihelikopter. Solange der Heli dem Auto folgt, rasen immer mehr Polizisten zum Einsatzort, außerdem kann der Tablet-Nutzer verschiedene Objekte auf der Straße hacken. Wenn man eine Brücke hochfahren lässt, kann der Flüchtige sie nicht mehr benutzen. Wenn man es genau timet und einen Gulli in die Luft jagt, kann man den Gegner sogar komplett ausschalten.
Lebendige Welt

Watch Dogs in der Vorschau: Aiden kann seine Umgebung hacken, zum Beispiel Ampeln auf Grün stellen oder Poller hochfahren. Quelle: Ubisoft Watch Dogs in der Vorschau: Aiden kann seine Umgebung hacken, zum Beispiel Ampeln auf Grün stellen oder Poller hochfahren. Was Watch Dogs abhandengekommen ist, mag vielleicht das tänzelnde Laub im Wind sein. Doch eine lebendige Welt ist das Überwachungsstaat-Chicago trotzdem. Wer sich darauf einlässt, kann Telefongespräche von Fremden belauschen oder die Profile von NPCs auf der Straße wälzen. Immer wieder tauchen darunter spannende Figuren auf. Ihnen kann man Kohle klauen oder ihre Identitäten für krumme Dinger verwenden. Oder auch einfach mal perverser Voyeur sein. So hacken wir uns bei der Anspielvorschau in das lokale ctOS WLAN eines Wohnhauses ein. Dadurch bekommt Aiden auch Zugriff auf private Laptops mit Webcam. Wir sind gespannt und belauschen einen Herren beim Date. Als sich dann die Kameraposition verändert, kommt raus: Der Typ hat gar kein Date, sondern flirtet mit einer gestohlenen Schaufensterpuppe und macht ihr sexuelle Avancen. In solchen Momenten weiß man dann gar nicht mehr, was nun das perverseste ist: Der Nerd, der offensichtlich eine imaginäre Beziehung mit einer Sexpuppe hat. Dieses Überwachungssystem, das es einem erlaubt einen dabei zu filmen. Oder ich, weil ich so lange davor sitze und zusehe? Egal welche Antwort man gibt, es regt auf jeden Fall zum Nachdenken über die eigene Überwachungssituation an. Watch Dogs trifft da genau den Zahn der Zeit.

Solche Beschattungsaktionen können aber auch in etwas Gutem münden. Einer Passantin stehlen wir beim Vorbeigehen geheime Codes vom Handy, die später eine Mission erleichtern. Und eine andere bekommt Drohungen vom Ex-Freund. Der soll gewalttätig sein und ist nun richtig sauer. Aiden verfolgt sie und siehe da: Der Frauenschläger steht tatsächlich am Parkplatz. Solche Situationen sind es, in denen jeder abwägen muss. Von vornherein ignorieren? Das Verbrechen geschehen lassen, um nicht aufzufallen? Oder helfen und eingreifen? Dass daraus richtige Nebenmissionen und –stränge entstehen, fesselt uns total.

Watch Dogs ist ein Action-Adventure von Ubisoft und erscheint am 21. November 2013 für PC, Wii U, Xbox 360 und Playstation 3. Nur einen Tag später, am 22. November 2013, erscheint Watch Dogs zum Launch der Xbox One. Eine Version für Playstation 4 folgt am 29. November 2013. Watch Dogs erscheint als Standard Edition, uPlay Steelbook Edition, Special Edition, DEADSEC Edition und Vigilante Edition.

Meinung

Bildergalerie

  1. Seite 1 Watch Dogs in der Vorschau: GTA meets NSA | Missionsdesign
  2. Seite 2 Watch Dogs in der Vorschau: Single- und Multiplayer verschwimmen | Technik
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk