Es fällt schwer an dem Titel ein gutes Haar zu lassen, der eigentlich nur mit seinem Umfang zu punkten versteht.
Technischer Direktimport
Way of the Samurai 3
Kommen wir nun zum Punkt an dem der Titel die meisten Punkte vergibt: Die Technik. Grafisch wirkt "Way oft he Samurai 3" wie ein direkter Grafikimport aus dem 16. Jahrhundert. Die verwendeten Texturen für Flora und Fauna sind so vermatscht und verpixelt, dass einem Amana direkt Leid tut. Ebenfalls für NextGen unwürdig präsentieren sich die Animationen der Spielfiguren. Teilweise wild gestikulierend und auf extrem unnatürliche Art und Weise bewegend, machen sie aus der japanischen Idylle schnell die Augsburger Puppenkiste. Und wo die Grafik so vorschnell rein prescht zieht der Sound gleich noch hinterher. Glücklicherweise sind nur die entscheidenden Personen in Amana in Sequenzen synchronisiert worden. Was sich aber im Kopf der restlichen CPUs abspielt, bleibt ein Rätsel. Obwohl die im Spiel vorkommenden Unterhaltungen nur in Textform abgehalten werden, werden diese entweder von japanischen Lauten - und das auch bei englischer Sprachauswahl - kommentiert, oder gleich mit tierähnlichen Geräuschen ad absurdum geführt. Spätestens wenn man manche alte Menschen getroffen hat, ist die Schere zwischen bierernst und völlig abgedreht ganz weit zu. Die Kampfgeräusche sind für einen Handheld in Ordnung, für ein Spiel dieser Güteklasse jedoch unterste Schublade.
