Whirl Tour gibt sich wie ein Tony Hawk für Arme auf Motorrollern zum Vollpreis.
Wer braucht schon neue Spielideen, wo es doch so herrlich erfolgreiche Titel gibt an denen man sich nach Herzenslust bedienen kann? So wie bei diesem Titel geschehen, der nichts anderes ist als ein geklautes Tony Hawk auf Motorrollern. Da hilft auch die Story nicht mehr viel, welche uns etwas von einer Band erzählt deren Mitglieder allesamt entführt wurden. Da bekommt die Bezeichnung einen "Spieler freispielen" gleich eine ganz andere Bedeutung, haben sich die Jungs und Mädel bei Crave-Entertainment wohl gedacht. Der Spieler nämlich muss sich vorerst mit einem einzigen Fahrer zufrieden geben, bis er es eben geschafft hat weitere Sportler, oder soll man sie lieber Musiker nennen, freizuschalten. Wie aus ähnlichen Games bekannt gibt es in den Areas diverse Aufgaben zu erledigen, die man aber so oder ähnlich ebenfalls schon oft gesehen hat. Es gilt über bestimmte Kanten zu Grinden um angebundene Skelette zu befreien, Katapulte auszulösen oder einfach nur Statuen umzuschmeißen. Nach einer bestimmten Anzahl erledigter Aufgaben wird dann der jeweils nächste Level freigeschaltet. Vom Gameplay her also bietet uns "Whirl Tour" ausschließlich Bekanntes.
Die Level selbst sind ganz nett geworden und bieten viele Stuntmöglichkeiten. Wichtige Plätze werden einem zudem vor dem Start per überfliegender Kamera angezeigt sowie die Standpunkte der zwei in jedem Level vorhandenen Bossgegner. Auch über die Details kann man sich nicht beschweren, eher schon über die allgemein trübe Farbgebung. So hat man oft das Gefühl eines bevorstehenden Gewitters, so graublau wurden sie gehalten. Die Animationen der Charaktere hingegen kann man noch als zweckmäßig aber nicht berauschend bezeichnen.
Ebenso flach gibt sich die Soundkulisse, welche sich noch dazu nicht entscheiden konnte, ob sie mit aggressiven Punkrock oder doch lieber mit Fahrstuhlmusik aufwarten soll. So wechseln sich die Stilrichtungen der Hintergrundmusik munter ab und sorgen so dafür, dass garantiert jeder Spieler ein Stück findet welches ihn dazu veranlasst den Volume-Regler zurück zu drehen. Die gebotenen Geräusche hingegen halten sich angenehm im Hintergrund und gehen im allgemeinen Getümmel fast etwas unter. Besonders die superleisen Motoren der Roller sorgen für erstaunen, da man sie praktisch nie zu Hören bekommt.
Die Steuerung erinnert stark an das System von Tony Hawk und sorgt so dafür, dass man praktisch augenblicklich beginnen kann die Punkte zu sammeln. Im Laufe des Spiels kommt man an über 80 ausführbare Stunts und Tricks, die man sich aber ebenfalls erst erarbeiten muss.
