CD Projekt trennt sich von GOG: Der neue Besitzer ist ein alter Bekannter

News Marc Zander
CD Projekt trennt sich von GOG: Der neue Besitzer ist ein alter Bekannter
Quelle: GOG.com

CD Projekt Red geht, Michał Kiciński kommt. Der ist Mitgründer von GOG und möchte die Plattform im Sinne der Spieler erhalten. Trotzdem soll es ein paar Neuerungen geben.

Neben Steam und dem Epic Games Store hat sich GOG mittlerweile als feste Größe im Spiele-Business etabliert. Der von CD Projekt ins Leben gerufene Dienst brachte zunächst die eigenen Titel wie The Witcher und Cyberpunk 2077 auf die PCs. Mit der Initiative "Good Old Game" belebte GOG viele ältere Titel neu für moderne PCs, die sonst vermutlich irgendwann verschwunden wären - inklusive Quality-of-Life-Verbesserungen und kleinerer Patches, die die Spiele in unsere Zeit holten. Nun hat CD Projekt bekanntgegeben, dass man sich von GOG trennen werde.

Was passiert nach der Trennung mit eurer Spiele-Bibliothek bei GOG?

Das klingt jetzt erst einmal nach einer schlechten Nachricht. Übernehmen irgendwelche Konsortien ohne Leidenschaft für Spiele die Firma? Mitnichten. Sie bleibt praktisch in der Familie und geht an Michał Kiciński. Der ist seines Zeichens Mitbegründer von CD Projekt und GOG und steht für alles, was die Plattform ausmacht. Dementsprechend soll sich laut ersten Aussagen nichts großartig ändern.

Eure GOG-Bibliothek soll weiterhin eure gekauften oder geschenkten Titel beherbergen, inklusive aller Features wie Offline-Installationsprogrammen und DRM-Freiheit. Neue Titel von CD Projekt wie The Witcher 4 werden ebenfalls in die Sammlung aufgenommen. GOG soll dabei wie gewohnt unabhängig agieren und Spenden bleiben weiterhin nur bei GOG.

Wir glauben, dass die Spiele, die uns geprägt haben, es verdienen, weiterzuleben: leicht zu finden, zu kaufen, herunterzuladen und für immer spielbar zu sein. Doch die Zeit ist unerbittlich darin, sie auszulöschen. Rechte werden kompliziert, Kompatibilitätsprobleme entstehen, Versionen verschwinden, und ein nostalgischer Abend artet oft in eine Fehlersuche aus.

Das ist der Unterschied zwischen "Ich spiele heute" (das Spiel lebt weiter) und "Ich spiele irgendwann mal" (das Spiel stirbt). Michał brachte es so auf den Punkt: "GOG steht für Freiheit, Unabhängigkeit und echte Kontrolle." (Aus der GOG Pressemitteilung).

Michał Kiciński möchte die Plattform weiterentwickeln und vor allem Indie-Entwicklern mehr Unterstützung bieten, damit diese ihre Spiele veröffentlichen können. Die Spieler-Community soll ebenfalls mehr Aufmerksamkeit erfahren, indem sie mehr Mitspracherecht erhält. Zudem seien für 2026 weitere Initiativen geplant, über die man später berichten werde.

Quelle: via GOG

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