Die halbnackte Protagonistin soll als Blickfang für dieses uninspirierte Hack'n'Slay dienen und vom Kern ablenken.
X-Blades
Als männliches Wesen muss man sich zudem daran gewöhnen, dass Ayumi uns über die ganze Spielzeit hinweg ihren quasi nackten Hintern entgegenstreckt, als wollte sie uns etwas sagen, oder warum läuft sie so extrem nach vorne gebeugt durch die Level? Die ständig hin und her hüpfenden Brüste (Wackelpudding?) fallen da kaum noch aus dem Rahmen. Erfreulich ist jedoch, dass sich X-Blades sehr hardwarefreundlich zeigt. Ein Single-Core CPU mit 2 Ghz und 512 MB Ram reichen völlig aus, um den Titel in einer akzeptablen Weise zu spielen. Viel mehr braucht man auch nicht, um Ayumi völlig flüssig und mit vollen Details durch die Level zu scheuchen. Und auch wenn man die Optik kritisieren kann, schlecht sieht das Spiel am Ende ja nicht aus.
X-Blades
Die wenigen Storysequenzen von X-Blades, falls man sie überhaupt so nennen kann, werden in etwas schlecht aufgelösten Cellshading-Videos erzählt, die ein wenig an Prince of Persia erinnern. Gerade hier muss man sich mit dem eigenwilligen Anime-Style auseinander setzen, der einfach zu billig wirkt. Immerhin ist die deutsche Sprachausgabe ganz gut gelungen, was man von der penetrant nervenden Hintergrundmusik, die sich aus Rock, Techno und weiß der Teufel was zusammensetzt, nicht behaupten kann. Es soll irgendwie cool klingen, wirkt aber nur lieblos und passt so gar nicht in das Spiel. Ja, sie ist schnell und laut, findet sicherlich ihre Freunde, trotzdem wird sie der Großteil der Spieler nach nur einer halben Stunden endgültig abstellen, um dem erotischen Kampfgestöhne von Ayumi zu lauschen. Das ist dann eigentlich wie Frauentennis, nur etwas anders. Und eine letzte Notiz am Rande: X-Blades muss telefonisch oder über das Internet aktiviert werden. Danach muss die DVD jedoch nicht im Laufwerk verbleiben.
