Zorya: The Celestial Sisters im Test - ein Couch-Koop-Abenteuer für Rätselfreunde

Test Rebecca Herrmann Michael Grünwald
Zorya: The Celestial Sisters im Test - ein Couch-Koop-Abenteuer für Rätselfreunde
Quelle: PC Games

Mit Zorya: The Celestial Sisters ist die Gamingwelt um ein wunderschönes Couch-Koop-Rätselspiel reicher geworden. Was ihr von dem Titel erwarten könnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Zorya: The Celestial Sisters handelt von zwei Schwestern: der Sonne und ihrer kleinen Schwester, dem Mond. Nachdem die beiden Göttinnen lange gleichsam verehrt wurden, bevorzugten die Menschen irgendwann Solveig, die Sonne. Ihre Schwester Aysu verletzte das so sehr, dass sie sich immer weiter zurückzog und schließlich von ihrem Heimatplaneten verschwand. Die Konsequenz davon spürten die Menschen sehr schnell. Ab diesem Zeitpunkt gab es keine Nacht mehr. Der einst so wunderschöne Planet verlor trotz permanenter Sonneneinstrahlung seinen Glanz von früher.

Lange Zeit danach möchte Aysu zu Solveig zurückkehren, um die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Doch zunächst fehlt es ihr an der nötigen Kraft, um diese Reise in Angriff zu nehmen. Um diese wiederzuerlangen, benötigt sie Fragmente aus einem Kristall. Und so beginnt unser Rätselabenteuer, in dem wir den Schwestern helfen müssen, die Kristallstücke zu finden und so Aysus Kraft wiederherzustellen. Obwohl die Geschichte niedlich dargestellt wird, so sind es doch die Rätsel, die in einem Rätselspiel im Mittelpunkt stehen. Wir spielen Zorya komplett im Splitscreen-Modus. Während Aysu für einen Spieler als niedliches, eulenähnliches Wesen am Boden steuerbar ist, übernimmt der andere die Sonne Solveig am, die am Himmel steht.

Das Wichtigste überhaupt

Eine gute Absprache ist wichtig, damit Aysu rechtzeitig losläuft. Nur so kann sie im sicheren Schatten der beweglichen Plattformen bleiben. Quelle: PC Games Eine gute Absprache ist wichtig, damit Aysu rechtzeitig losläuft. Nur so kann sie im sicheren Schatten der beweglichen Plattformen bleiben. Die beiden Charaktere bieten so unterschiedliche Blickwinkel auf die Welt, wodurch es leichter wird sich zu orientieren. Einfach ist das jedoch nicht. Denn Aysu, die Göttin der Nacht, kann nicht einfach durch die Welt laufen, wie es ihr gefällt, sondern ist darauf angewiesen, im Schatten zu bleiben. Deshalb ist gutes Teamwork gefragt. Solveig kann durch ihre göttliche Kraft den Stand der Sonne und somit den Schattenwurf der Umgebung beeinflussen.

Diese Schatten muss Aysu nutzen, um an die Kristallsplitter am Ende jedes Levels gelangen. Zudem gibt es noch Mechanismen wie Aufzüge, Türen und sich bewegende Plattformen, die durch Schalter aktiviert werden. Um diese zu aktivieren, muss sich entweder Aysu auf die richtigen Punkte stellen oder Solveig mit einem starken Sonnenstrahl darauf zielen. Zu den verschiedenen, immer schwerer werdenden Rätseln kommen regelmäßig neue Mechanismen, die Abwechslung in die verschiedenen Ebenen bringen.

Schubsen und braten

Wird Aysu von einem Gegner bedroht, muss Solveig handeln und diesen mit ihrem mächtigen Sonnenstrahl verbrennen.  Quelle: PC Games Wird Aysu von einem Gegner bedroht, muss Solveig handeln und diesen mit ihrem mächtigen Sonnenstrahl verbrennen.  Nicht alle sind begeistert, dass Aysu zurückkehren möchte. Uns kommen immer wieder Feinde in die Quere, die uns in der tödlichen Sonne brutzeln wollen. Auch hier ist zwischen den beiden Schwestern Teamwork gefragt.

Aysu hat nämlich die nützliche Fähigkeit, die Gegner von sich wegzuschieben. Dabei muss sie allerdings aufpassen, nicht selbst in die gefährlichen Sonnenstrahlen zu geraten. Mithilfe von Solveig können wir unsere Feinde dann in der Sonne braten und außer Gefecht setzen. Bei größeren Widersachern hilft allerdings nur noch die Flucht. Zum Glück sind in der kompletten Spielwelt kleinere Türen verstreut, durch die wir unseren Gegnern entwischen.

Nicht alle Schalter sind gleich für Solveig erreichbar, und während man den Sonnenstand verändert, um diese zu erreichen, muss man aufpassen, dass Aysu nicht verletzt wird.  Quelle: PC Games Nicht alle Schalter sind gleich für Solveig erreichbar, und während man den Sonnenstand verändert, um diese zu erreichen, muss man aufpassen, dass Aysu nicht verletzt wird.  An anderen Rätseln knobelten wir jedoch eine ganze Weile, ohne hinter die Lösung zu kommen. Mit viel Trial & Error kamen wir nach und nach durch verschiedene Tricks aber doch immer ans Ende des Levels. Ob das der geplante Weg war, der einfach nicht flüssig funktioniert hat oder wir tatsächlich "alternative" Wege, in Form eines Spielfehlers gefunden haben, wissen wir nicht.

Schubsen und braten macht jedoch nur dann Spaß, wenn auch das Gesamtbild stimmt. Die musikalische Untermalung des Spiels ist beispielsweise harmonisch und wohltuend. Auch die Geräusche der Charaktere, die zwar nicht sprechen, aber sanft und fast schon mythisch miteinander kommunizieren, passt perfekt zum Stil des Spiels.

Steuerung und andere Unannehmlichkeiten

Eine gute Absprache ist auch wichtig, wenn es darum geht, dass Aysu und Solveig im selben Tempo eine Strecke zurücklegen müssen, ohne dass die Mondgöttin verletzt wird.  Quelle: PC Games Eine gute Absprache ist auch wichtig, wenn es darum geht, dass Aysu und Solveig im selben Tempo eine Strecke zurücklegen müssen, ohne dass die Mondgöttin verletzt wird.  Die Steuerung der beiden Göttinnen ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Wenn wir mit Aysu durch die Ebenen laufen, bemerken wir immer wieder Ungenauigkeiten. Hin und wieder driften wir daher sogar in die Sonne ab. Die schwammige Steuerung sorgt außerdem dafür, dass wir an wichtigen Punkten vorbeirutschen oder an Kanten hängenbleiben. Die Rumble-Funktion des Controllers, die ein Signal gibt, ob wir uns derzeit in der Sonne befinden, funktioniert ebenfalls eher schlecht als recht. Sowohl ungefährliche Stellen als auch größere Abschnitte der Sonne, in denen wir Schaden nehmen, lösen das gleiche Feedback aus.

Sobald wir also einen schmalen Weg entlanggehen, ist es manchmal Zufall, ob wir eine Passage meistern oder in der Sonne verbrennen. Besonders frustrierend ist das natürlich, wenn wir gerade am Ende eines langen Kapitels sind und dieses aus diesem Grund wieder komplett von vorne beginnen müssen.

Während sich die Kamera von Aysu frei und ohne größere Probleme steuern lässt, spielen wir Solveig aus der Vogelperspektive. Zwar können wir uns frei über die Karte bewegen, was für einen besseren Überblick sorgt, manchmal ist die Steuerung allerdings sehr sprunghaft und unpraktisch.

Das hat auch einen einfachen Grund: Als Solveig steht unser mächtiger Sonnenstrahl im Mittelpunkt, der sich allerdings logischerweise nur in sonnigen Gebieten befinden kann. Versuchen wir jetzt ein Schattengebiet genauer anzuschauen, springt der Sonnenstrahl zum nächsten Sonnenabschnitt und verändert die Perspektive komplett. Hier wäre mehr Feinjustierung definitiv vonnöten gewesen.

Spaß auf mehreren Plattformen

Wie bereits gesagt, ist das Zusammenspiel der beiden Charaktere in Zorya unerlässlich. Praktischerweise bietet das Spiel einige Features, die das unterstützen. Es reicht, wenn eine Person den Titel besitzt, ein Freund kann dann ganz einfach online oder eben im lokalen Splitscreen-Modus einsteigen. Eine Crossplay-Funktion verbindet sogar PC- und Switch-Spieler miteinander. Trotz einiger Schwächen überzeugt uns Zorya: The Celestial Sisters mit gut umgesetzten Features, einer niedlichen Geschichte und einem schicken Look.

Wertung zu Zorya: The Celestial Sisters (PC)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Zorya: The Celestial Sisters (NSW)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Niedliche CharaktereSchöne MusikGute StoryInteressante RätselGuter Verlauf der Schwierigkeiten
Schwammige SteuerungSonne nicht immer gut bedienbarSpringender Bildschirm bei Solveig
Fazit

Ein schönes Rätselspiel für schlaue Köpfchen

Meinung

Zorya: The Celestial Sisters ist seit dem 8. Februar 2022 für den PC und für die Nintendo Switch erhältlich. Wie so oft in letzter Zeit könnt ihr die Fassung für den PC nicht über Steam kaufen, sondern nur via Epic Games Store. Versionen für die Playstation- und Xbox-Konsolen sind zumindest derzeit noch keine angekündigt.

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