Gamescom 2014 - Der Messesonntag im Leserspecial

Special Philipp Mentel
Battlefield Hardline darf natürlich nicht fehlen.
Quelle: Selbst gemachtes Foto.

Die Gamescom 2014 brachte ein paar wenige Überraschungen, aber dafür umso mehr Unterhaltung und Möglichkeiten. Warum diese Messe besser war als im vorherigen Jahr, lest ihr in meinem Special.

Es ist Sonntag, 7 Uhr in der früh. Geduldig warte ich auf meine zwei Kollegen, die mit mir zur Gamescom nach Köln fahren wollen. Vom Hauptbahnhof meiner Stadt, ging es dann in einem Rutsch zur Messe Deutz. Doch obwohl Sonntag war, konnte man an den einzelnen Hauptbahnhöfen die Massen an Menschen sehen, die sich das Gaming Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Von irgendwelchen Staff-Membern, normal gekleideten bis hin zu Cosplayern, stieg alles in den Zug was Rang und Namen hatte. Anderthalb Stunden später waren wir dann endlich da!

Draußen vor Halle 11 sammelten sich die Massen. Doch es ging erstaunlich gut voran. Quelle: Selbst gemachtes Foto. Draußen vor Halle 11 sammelten sich die Massen. Doch es ging erstaunlich gut voran. Die Massen strömten aus dem Zug und begaben sich ohne zu zögern die Treppen des Bahnhofs herunter in Richtung des Messeplatzes. Mir schwante übles als ich die vielen anderen Menschenmassen aus anderer Richtung sah. Gelotst wurden wir direkt zur Halle 11. Hier gab es letztes Jahr das erste richtig große Manko und es schien zunächst, als ob sich das dieses Jahr nochmal wiederholen würde:
Die Menschenmassen drängelten sich 2013 gradlinig in Richtung Eingang Halle 11. Das Problem danach waren die Massen in der Halle. Man wusste nicht, wo muss ich jetzt eigentlich hin? Man sah - so soll man es mir glauben - nur noch Menschen und ganz weit hinten die Treppen, die in die heiligen Gaming-Hallen führten.

Also musste improvisiert werden und so stellten wir uns einfach mitten in die Masse und schauten, wo es vorwärtsging - ätzend! Und als ob das noch nicht genug gewesen sei, kollabierten unweit von uns noch ein paar Herrschaften, die mit der stickigen Luft und dem ständigen Gestehe nicht klar kamen. Kurz gesagt, nach diesem Anstehen fasste ich den Entschluss, nächstes Jahr - also 2014 - nicht nochmal zur Gamescom zu fahren. Gut, dieser Entschluss hielt nicht lange und so ging es dieses Jahr wieder zu Halle 11, wo man dieses mal allerdings eine Art Warteschlange bildete, die unter der Unterführung verteilt wurde. Es waren viele die dort standen und ich dachte erst, dass es wieder so ätzend wird wie letztes Jahr.

Halle 11 war gut durchstrukturiert und nichts erinnert an letztes Jahr (zumindest am Sonntag!). Quelle: Selbst gemachtes Foto. Halle 11 war gut durchstrukturiert und nichts erinnert an letztes Jahr (zumindest am Sonntag!). Aber weit gefehlt! Gestanden haben wir vielleicht nur 10 Minuten und die Massen bewegten sich relativ zügig zur ersten direkten Absperrung. Dort standen wir kurz und nach wenigen Minuten lies man einen Teil der Gamergenossenschaft passieren. Es ging rüber zum 2. Eingang von Halle 11 und betraten sie. Es war LEER! Wer hätte das gedacht. Im Vergleich zum letzten Jahr eine deutliche Steigerung der Organisation. Wir mussten nur noch zu einer Absperrung, dort kurz warten, bis es dann zügig zum Drehschalter ging. Wir waren nach insgesamt circa 20 Minuten drin und es konnte mit dem eigentlichen Besuch losgehen!

Zunächst peilten wir ganz klar unser jährliches FIFA anspielen an. Also ging es in die entsprechende Halle zum FIFA 15 Stand. Stehen mussten wir auch nicht lange, circa 20 Minuten wieder einmal und sehr viele Spieler durften sich an die Spielkonsolen begeben. Klasse: Dank des im Vergleich zum Vorjahr größeren Standes, konnte man so also viele Spieler abdecken und an viele Konsolen lassen. FIFA 15 war so dann das erste Spiel, was ich mit einem PS4-Controller spielen konnte. Der Controller fühlte sich noch ungewohnt an, allerdings gefielt mir das Griffgefühl ganz gut. Die Sticks waren auch okay, auch muss ich sagen, dass mir beim DualShock 3 die Sticks nie negativ aufgefallen sind und ich so auch keinen großen Vergleich anzustellen wagte.

  • FIFA 15: Die Demo Version des Spiels bot einige wenige Mannschaften. Die Spielzeit war im Vergleich zum letzten Jahr deutlich höher (damals vielleicht nur 2 Minuten pro Halbzeit, diesesmal vielleicht 5 oder 6 Minuten). Was auffiel, war vor allem das Team-Management, welches ich jetzt mal mit dem von Pro Evolution Soccer vergleichen würde. Die EA-Area. Quelle: Selbst gemachtes Foto. Die EA-Area. Etwas ungewohnt und in der kurzen Zeit konnte ich mich ohnehin nicht mit den ganzen Raffinessen vertraut machen. Im Spiel selbst fiel auf, dass die Spieler die Bälle etwas besser annehmen können. Das fiel vor allem bei hohen Bällen in den Lauf auf. Denn obwohl die mein Spieler von zwei anderen "angegangen" wurde, konnte er den Ball zunächst mit der Brust annehmen. Die Bewegungen der Spieler wirkten auch etwas "realistischer", ich möchte fast sagen runder. Auffällig war, dass Grätschen ziemlich gut funktionierten und auch hier und da das versprochene Ballerobern nach Tackling möglich war. Was ich allerdings nicht genau beleuchtet habe bzw. auch nicht konnte, waren die Ecken. Allerdings kann ich schon sagen, dass das Flanken und Kopfballspiel deutlich von FIFA 14 zu unterscheiden ist. Also darf man sich darauf freuen, nicht mehr Kopfballtore zu kassieren, die so wirken, als hätte FIFA das schon vorprogrammiert. In diesem Punkt werde ich aber die Demo wohl auch nochmal ausreizen. Torschüsse waren ein wenig ungewohnt. Ich kam ohnehin nur zu einem Tor - dafür aber ein umso ärgerlicheres. Die Torhüter in FIFA 15 wirken jetzt deutlich besser. Die versprochenen neuen Animationen sind hier und da zusehen gewesen. Auch wenn man sagen muss, dass die Torhüter die Bälle so auch häufig nur abtropfen lassen. Aber auch hier muss ich nochmal die bald erscheinende öffentliche Demo zum weiteren Testen nutzen. Was bei den Torhütern immer noch schlecht ist, ist, wenn sie rauslaufen. Ist der Stürmer also alleine vor dem Tor und rennt ein wenig, dann sollte man lieber den Torhüter im Kasten lassen. Das hat den Vorteil, dass man zumindest eine kleine Chance hat, dass der Ball abgewehrt wird. Anders hingegen, wenn man den Torhüter mal rausholt: er lässt gute und harte Schüsse einfach durch und wirkt beim verfolgenden des Stürmers, wenn dieser zur Seite rennt, nicht so pralle. Da das alles nur oberflächliche Eindrücke sind, kann ich natürlich keine Garantie für alles geben.

Weitere Spiele, die ich angespielt habe: Battlefield Hardline darf natürlich nicht fehlen. Quelle: Selbst gemachtes Foto. Battlefield Hardline darf natürlich nicht fehlen.

  • Pro Evolution Soccer 2015 - PES liegt mir einfach nicht. Ich habs nie gespielt und bin deshalb auch nur schwer reingekommen. Grade beim Tackling und Grätschen war ich nicht so sicher, da ich mich mit der Tastenbelegung nicht auskannte. Negativ bei PES sind mir die Torhüter aufgefallen. Vielleicht mag das an meiner FIFAfizirtheit liegen aber irgendwie wirken Tore manchmal komisch und der Torhüter etwas unbeholfen. Grade wenn Schüsse vom Pfosten nochmal abprallen oder abtropfen, hat der Torhüter so seine Probleme gehabt, sich wieder auf das Geschehen zu konzentrieren und wirkte "nebensichstehend" - allerdings nur mein bescheidener Eindruck. Was gut war, waren die Möglichkeiten der Kombination. Die Bewegungen fühlten sich geschmeidig an, das Ball abnehmen und annehmen war vollkommen in Ordnung. Mehr erlaube ich mir jetzt nicht zu sagen, da ich mich mit der Materie PES nicht sogut auskenne.
  • WWE 2k15 - Eine kleine Überraschung muss ich sagen. Das Gameplay ist sehr eingängig (auch wenn ich nicht jede Möglichkeit von Tastenkombinationen genutzt habe) und die Grafik sieht auf Next-Gen ganz gut - aber nicht bahnbrechend aus. Grade so beim Publikum habe ich noch meine Problem. Zwar sind sie besser modelliert als früher und reagieren auf die Wrestler, die man gegen die Banden schlägt, aber so 100% zufrieden war ich nicht. Einige Animationen im Ring wirkten noch etwas "glitchig", dafür sahen die Wrestler gut aus. Die neuen Minispiele habe ich noch nicht ganz durchschaut, dennoch muss ich sagen, dass mir WWE 2k15 insgesamt gut gefallen hat.
  • Little Big Planet 3, Bau-Simulator 2015 usw. - Ein paar kleinere Spielchen gab es dann noch, die großen Blockbuster und deren Schlangen waren mir dann doch zu lang. Little Big Planet 3 war ein Little Big Planet, wie man es kennt, nur mit anderen Charakteren neben Sackboy und der Bau-Simulator 2015 nicht der Rede wert ;) .

Dragon Age und große Leinwände. Quelle: Selbst gemachtes Foto. Dragon Age und große Leinwände. Zum Ende hin, gab es noch Begegnungen mit YouTube-Größen, wie CommanderKrieger, Eloxtrix usw.. Allerdings sind das alles YouTuber, von denen ich jetzt kein Autogramm gebraucht habe, da ich sie nicht oder nur selten gucke - wenn überhaupt. Stimmungs- und Organisationstechnisch war die Gamescom 2014 aber insgesamt 1A.

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