Wir haben das neue uDraw GameTablet für Xbox 360 und Playstation 3 einem ausführlichen Test unterworfen.
Der uDraw Studio Instant Artist
uDraw GameTablet
Neben einigen Spielen und Anwendungen die bereits für das uDraw erhältlich sind, wird es zukünftig noch weitere Programme für das Tablett geben. Um aber gleich mal loslegen zu können und die grundlegenden Funktionen des Gametablet zu demonstrieren, liegt ihm der Instant Artist bei, der sich grob in drei Funktionen aufgliedert. Zum einen gibt es einen recht ausführlichen Mal- und Zeichenkurs, in dem uns Lemmy der Kunstlehrer diverse Techniken beibringt. Dies geschieht anhand einer recht großen Anzahl einzelner Lektionen, die sich den Farbgrundlagen ebenso widmen wie den verschiedenen Techniken und Werkzeugen. Die Präsentation des Ganzen ist recht kindgerecht aufgemacht, trotzdem nicht immer so gut verständlich wie es sein könnte. Manche Dinge werden meiner Meinung nach komplizierter Erklärt als es sein müsste, andere wiederum nur viel zu kurz angeschnitten. Zudem gibt uns das Programm keinen roten Faden zur Hand, anhand dessen wir durch die Kunstschule geleitet werden, stattdessen stehen uns alle Punkte direkt in einem großen Rollmenü zur Verfügung, aus denen wir einfach das Gebiet des Interesses auswählen können. Das wirkt Anfangs etwas verwirrend, eignet sich später aber zum direkten Nachschlagen, wenn wir bestimmte Infos suchen.
uDraw GameTablet
Die zweite und wichtigste Funktion die uns der Instant Artist bietet ist natürlich das Zeichnen und Malen selbst. Neben dem komplett freien Malen auf diversen Untergründen, wie Leinwand, Pergament, Beton usw. unter Verwendung aller vorhandenen Werkzeuge, vom Pinsel, über die Sprühpistole bis hin zum nackten Finger wird uns hier viel Auswahl geboten, gibt es auch spezielle Vorlagen die sich eindeutig an die jüngeren Künstler wenden. So sind richtige Vorlagen wie aus dem klassischen Malbuch bekannt vorhanden, die nur noch ausgemalt werden müssen, es gibt die das bekannte Malen nach Zahlen und auch das altbewährte Punktezeichnen, bei dem wir ein Bild vervollständigen müssen, indem wir die durchnummerierten Punkte miteinander verbinden. Trotzdem muss man aber ganz deutlich sagen, dass es der Instant Artist nicht mit der Leistungsfähigkeit eines Grafikprogramms am PC aufnehmen kann, auch wenn durchaus gute Ansätze vorhanden sind. So ist es beispielsweise recht praktisch, dass wir eigene Farbpaletten anlegen können. Selbstverständlich lassen sich die geschaffenen Meisterwerke auch auf der Festplatte zum späteren Betrachten abspeichern und sogar der Tausch über die Website von Instant Artist ist möglich, insofern die Konsole mit dem Internet verbunden ist. Es existieren auch einfache Funktionen um das komplette Bild zu verfälschen, doch schon einen Teil zu kopieren oder zu spiegeln ist nicht mehr machbar. Mit der Back- bzw. Select-Taste aber ist es immerhin möglich die letzten Schritte rückgängig zu machen, falls uns einmal ein Strich daneben ging.
uDraw GameTablet
Die dritte Funktion, nämlich das uDraw Gametablet nicht zum Zeichnen, sondern zum Spielen zu verwenden, wird uns anhand dreier integrierter Games demonstriert. Das einfachste davon ist das "Alien klatschen", bei dem man mit dem Stift die auf dem Schirm herumschwirrenden Aliens per Fliegenklatsche erwischen muss, bis es am Ende des jeweiligen Levels eine Begegnung mit einem Boss-Alien gibt, der auch noch schießt und dem man ausweichen muss. Interessanter sind aber die beiden Games Neigungslabyrinth und Neigungsmalen, denn bei diesen wird der Bewegungssensor des Tabletts benutzt, mit dem man die Kugeln quasi durch ein Labyrinth balanciert, bzw. durch bunte Farbtöpfe an den immer mehr werdenden Löcher im Zeichenbrett vorbei. Mit den höheren Leveln werden die zwei durchaus anspruchsvoll und erfordern erhöhte Konzentration und ein Gefühl für das Tablett. Trotzdem stellen die drei Spiele eher eine technische Demonstration des Möglichen dar, die mit anderer Software deutlich besser genutzt wird. Spaß haben kann man trotzdem mit ihnen.
