Dank des perfekt ineinander greifenden Papier-Schere-Stein-Prinzips, sind die Kämpfe äußerst nervenaufreibend.
Tom Clancy's EndWar
Was im Singleplayer funktioniert, das klappt auch im Online-Modus "Kriegsschauplatz", auf dem Spieler weltweit versuchen für ihre Fraktion den Sieg davon zu tragen. Auch hier stehen wir vor der Weltkarte und steigen in den Kampf ein, wobei man einen strategischen Punkt dennoch verlieren kann, obwohl man sein Match gewonnen hat, da andere Spieler in einem gewissen Zeitraum an gleicher Stelle nicht so erfolgreich waren, wie man selbst. Zum Zeitpunkt des Tests spielte ein großer Teil, etwa 45 Prozent, auf Seiten der USA, den Rest des Kuchens teilten sich Europa und Russland recht gleichmäßig. Abgesehen davon, werden in 1 vs. 1 und 2.vs. 2 die bekannten Modi gespielt. Die Online-Spiele liefen dabei meist recht flüssig und ohne größere Probleme. Es werden Uplinks erobert, verteidigt sowie der Feind angegriffen.
WWIII, die unspektakuläre Seite
Tom Clancy's EndWar
Leider sind die Kämpfe wenig spektakulär und dynamisch inszeniert. Wenn man es mit einem Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 vergleicht, obwohl beide Spiele eine andere Gruppe von Strategen bedienen, merkt man, wie lahm und statisch die Schlachten in EndWar aussehen, dafür wird taktisch natürlich viel mehr geboten. Das liegt an der recht mauen Optik, die unscheibare Landschaften und wenig beeindruckende Effekte liefert, ganz im Gegenteil: Die vielen Pop-Ups im Hintergrund, pixelige und matschige Bäume, teils schwache Texturen sowie haufenweise Clippingfehler schmälern den grafischen Eindruck. Dabei sehen die Einheit und Explosionen überwiegend detailliert aus und auch die Animationen der Soldaten können sich sehen lassen, ebenso viele bekannte Großstädte wie Washington, Moskau oder Paris.
Dafür läuft das Geschehen flüssig ab, nur selten stören Ruckler den Spielbetrieb. Optisch unterscheiden sich Xbox 360 und PlayStation 3 nicht merkbar voneinander, wobei die Sony-Konsole eine Installation von knapp 5 GB voraussetzt. Dafür gibt es am Sound kaum etwas zu meckern, stimmungsvolle Militärmucke, gepaart mit der deutschen Synchronisation, lässt die Kriegsstimmung im Spiel aufleben. Die Stimmen, die aus dem Headset tönen, wenn beispielsweise ein Befehl per Sprachsteuerung nicht erkannt wird, haben allerdings eine auffällig miese Qualität an den Tag gelegt.
