Das Aufbaustrategie-Spiel kehrt zurück und tritt in die Fußstapfen des grandiosen DS-Vorgängers.
ANNO: Erschaffe eine neue Welt
Das Geschehen ist einmal mehr in einer isometrischen 2D-Optik gehalten, welche für den Nintendo DS aber wie geschaffen ist. Gebäude und Objekte können mit einfachen Handgriffen aus den Menüs ausgewählt und per Stylus auf dem Bildschirm herumgezogen werden. Dank durchdachter Eingabemöglichkeiten sind diese dann schnell am Wunschort platziert und mit einem Straßennetz verbunden. Diverse Sonderfunktionen ermöglichen dank praktischer Kopierfunktion gleicher Gebäude wie Wohnhäuser eine blitzschnelle Auswahl und erübrigen den Umweg über das Konstruktionsmenü. Das besondere Novum von "Anno" ist aber nach wie vor das butterweiche Scrolling der Weltkarte. Wird die Welt mit dem Stift "angefasst", kann durch ein kurzes Schnippen der Bildausschnitt in eine bestimmte Richtung verschoben werden. Dabei rollt die Erdkugel je nach Schwung leicht nach, was ein angenehmes Betrachten der Umwelt ermöglicht. Unterstützt wird die gemütliche Atmosphäre mit teils orientalischen Klängen und eingängiger Musik, wie man es halt bei einer solchen Aufbaustrategie gewohnt ist. Diese plätschert aber eher im Hintergrund mit und umsäuselt seicht die Gehörgänge.
Auf Entdeckungstour
ANNO: Erschaffe eine neue Welt
Neben der mehrere Stunden umfassenden Kampagne steht euch natürlich wieder das freie Spiel zur Verfügung. Alle möglichen Dinge von Kartengröße, Rohstoffvorrat, aufkommen der Kosaren oder den möglichen Handel lassen sich vorab auf alle Wünsche einstellen. Die Symbolik ist einmal mehr nicht ganz schlüssig, doch recht schnell gewöhnt man sich an die Bilder und findet sich dank der hilfreichen Tool-Tipps zurecht. Hat man sich in der neu erschaffenen Welt eingefunden, kann man fern ab von den Problemen des Königs das Territorium erkunden und fleißig mit den dortigen Einwohnern handeln. Es ist ein gemütliches "Endlosspiel", welches vor allen den Gelegenheitsspielern zu empfehlen ist. Etwas miesmutig stimmt uns aber die Tatsache, dass ein Mehrspielermodus nicht mehr aufzufinden ist. Dieser sorgte in "Anno 1701" noch für schier unendliche langen Spielspaß zusammen mit seinen Freunden. Doch weder im Spielmenü, noch in der Anleitung ist etwas darüber zu finden - dieser fiel demnach dem bösen Rotstift zum Opfer.
