Rockstar-Mitgründer Dan Houser erklärt das Aus von Rockstars geheimnisvollem Agent
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Rockstar-Mitgründer Dan Houser hat erstmals erklärt, warum das Spionagespiel Agent nie erschien. In einem Interview räumte er ein: Das Konzept eines Open-World-Spionagethrillers habe einfach "nicht funktioniert".
Fast zwei Jahrzehnte lang rankten sich Mythen um Agent, Rockstars rätselhafte Spionagevision aus der PS3-Ära. Jetzt hat Dan Houser, Mitbegründer des Studios, erstmals offen ausgesprochen, warum das Projekt letztlich scheiterte.
In einem ausführlichen Interview mit dem Youtuber Lex Fridman sprach Houser über Rockstars Geschichte und brachte dabei Licht in eines der langlebigsten Mysterien der Spielegeschichte.
Fünf Anläufe, kein Durchbruch
Houser erklärt: "Wir haben viel an mehreren Versionen eines Open-World-Spionagespiels gearbeitet, aber es hat nie geklappt. Agent (jetzt kaufen ) hatte etwa fünf verschiedene Versionen. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es nicht funktioniert. Ich denke manchmal noch darüber nach, liege im Bett und grüble darüber nach, und bin zu dem Schluss gekommen: Was sich als Filmgeschichten wirklich gut macht, kann als Videospiele nicht funktionieren, oder ich muss mir überlegen, wie ich es als Videospiel anders angehen kann."
Ganze fünf Versionen seien intern also entstanden - manche spielten im Kalten Krieg, andere in der Gegenwart. Das Team experimentierte mit unterschiedlichen Settings und Mechaniken, doch die Idee wollte sich einfach nicht in ein stimmiges Spielkonzept pressen. Der Gedanke, Spionage und Open World zu kombinieren, habe sich immer wieder als Widerspruch erwiesen. Laut Houser leben Agenten-Geschichten von Tempo, Druck und Geheimhaltung - alles Dinge, die in einem weitläufigen Sandbox-Design verloren gehen würden. Trotzdem ließ ihn das Projekt nicht los.
Interessant ist auch Housers Hinweis, dass das berüchtigte Agent im Kalten Krieg nur eine von mehreren Versionen war. Andere Umsetzungen hätten komplett andere Zeiträume oder Figuren behandelt. Am Ende zog Rockstar den Stecker - offiziell erst 2018, ganze elf Jahre also nach der ersten Ankündigung. Seine abschließende Einschätzung: "Ich bezweifle, dass man ein gutes Open-World-Spionagespiel machen kann." Ob sich das kommende 007: First Light von IO Interactive davon beeindrucken lassen wird?
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Quelle: Dan Houser auf Youtube
