Das schön umgesetzte Köln kann leider nicht über das langweilige Gameplay hinwegtäuschen.
Die virtuelle Autobahn
Alarm für Cobra 11: Das Syndikat
Ich will es Mal so sagen: Die virtuelle Stadt Köln sieht ganz OK aus, weswegen man sich zumindest nicht angewidert wegdrehen muss. Dennoch hätte sie weitaus mehr Details vertragen können. Dabei ist der Straßenverkehr recht dicht ausgefallen, auf Fußgänger trifft man jedoch nicht, was auch auf Wetter- und Nachtwechsel zutrifft. Der Wiedererkennungswert bei den Autobahnen ist recht groß, bei Köln trifft das nur bedingt zu. Zwar wurden einige bekannte Gebäude wie der Dom aufgestellt, doch wer schon in Köln war, weiß, dass hier keine Straßenzüge detailliert nachgebaut wurden. Die Automodelle sehen ebenfalls recht gut aus, werden allerdings von vielen Pop-Ups und größtenteils eher schwachen Texturen relativiert, die man während der Fahrt mitbekommt. Die dudelige Hintergrundmusik ist schon sehr trashig, die deutsche Synchronisation setzt allerdings noch einen drauf.
Alarm für Cobra 11: Das Syndikat
Ben Jäger und Semir Gerkan werden von den beiden Schauspielern Tom Beck und Erdogan Atalay gesprochen und die lassen am Fließband die wahrscheinlich dümmsten und flachsten Kommentare sowie Konversationen des Spielejahres 2010 von sich. Diese sind so trashig, dass sie fast wieder gut sind. Ob gewollt oder nicht, das ist ein Pluspunkt, auch wenn sich die Begeisterung der beiden Schauspieler bei den Sprachaufnahmen offenbar stark in Grenzen gehalten hat. Wer den Singleplayer einigermaßen überstanden hat, darf sich dieses Mal sogar am Online-Multiplayer ausprobieren. Es fahren bis zu acht Gegner Rundkurse oder Checkpoint-Rennen oder liefern sich Deathmatches. Das macht kurzzeitig etwas Spaß, Langzeitmotivation ist allerdings keinesfalls gegeben.
