Wir haben Ezio auf seine letzte Reise begleitet. Ist das das Ende von Assassin's Creed?
Tower Defense
Assassin's Creed: Revelations
Wie in Brotherhood muss Ezio als Chef des Assassinen-Ordens den ganzen Laden schmeißen. Das heißt erneut: Mitglieder anwerben, ausbilden und auf Missionen schicken, um auch den Rest Europas und des Osmanischen Reiches aus den Händen der Templer zu reißen. Ebenso gibt es in der Stadt verteilt Zonen, die Ezio nicht betreten kann. Sie sind feindlich, Geschäfte im Einflussbereich der Templer werfen kein Geld ab... Deshalb muss man sich aufmachen, den Hauptmann eines Bereichs ausfindig machen und ihn kaltstellen. Das ist nach dem fünften Mal nur noch mittelmäßig interessant, neu ist aber, dass Templer nun ihre Gebiete wieder zurückfordern können. Wer nicht aufmerksam ist, verliert dann mal ganz schnell einen Stadtteil und somit riesige Mengen an Geld.
Um das zu verhindern, haben die Macher ein Minispiel eingebaut. Der Angriff der Templer wird als Tower Defense Mission inszeniert, Ezio steht dabei jedoch nur auf einem Dach und gibt Befehle. Selbst kann er nur bedingt eingreifen, seine Männer machen die Drecksarbeit. Dafür muss man sie aber erst positionieren... Und das geht dank eines fummeligen Cursorsystems nur sehr hakelig. Wenn dann die Feinde in Wellen auf das Quartier der Assassinen zurennen, kann man ihnen mit Barrikaden den Weg versperren. Die Idee solcher Minispiele finden wir gut, leider scheitert das ganze aber einer zu fummeligen Umsetzung.
Auch gescheitert sind die First-Person-Missionen. Die spielen sich im inneren des Animus-Kerns ab, Desmond erlebt darin seine eigenen Erinnerungen vermischt mit einer Art Matrix und Tron nach. Die verworrene Story treibt das unheimlich voran, die Steuerung ist aber so dermaßen umständlich, dass man sich freut wieder in die Third-Person-Perspektive zurückzukehren.
Technik
Assassin's Creed: Revelations
Während wir beim ersten Preview grafisch noch keinen großen Unterschied zu den Vorgängern ausmachen konnten, sehen wir diesen im finalen Produkt nun sehr wohl. Die Stadt hat zwar noch mit denselben Problemen zu kämpfen wie zuvor (leichtes Tearing, deutliche Pop-Ups), dafür aber sieht die Umgebung sehr viel "glatter" aus, wie aus einem Guss. Anscheinend liegt das an einer neuen Kantenglättung, auch wirkt die Welt sehr viel höher aufgelöst. Sehr schön!
Die Kollisionsabfrage und Klettermechanik wirkt wie in Brotherhood etwas konfus, das ein oder andere Mal macht Ezio eben schon einen Fehltritt beim Klettern. Dank Hakenklinge fällt man nun aber nicht immer ganz so tief.
Erstmals gibt es Assassin's Creed nun auch in 3D, und zwar auf allen Plattformen. Dank der TriOviz Inficolor Technolgie können Spieler das Geschehen nun auf der Konsole via drei Verfahren in 3D beobachten: top/bottom, side-by-side und frame packing via HDMI 1.4 wird unterstützt. Am PC funktioniert das Spiel mit NVidias 3D Vision. Der Effekt bleibt (wir haben es via frame packing angespielt) angenehm im Hintergrund: Ein Unschärfeeffekt lässt den Blick auf dem Geschehen im Vordergrund, während der Background in der Ebene verschwindet.
