Auch auf dem PC stellt der Titel ein wahres Highlight dar, insofern man über die entsprechende Hardwarepower verfügt.
Assassin's Creed
Ist es aber doch einmal soweit gekommen, und die halbe Stadt ist hinter uns her, sollte man schleunigst ein Versteck suchen. Die gibt es im Spiel beispielsweise als kleine Gärten auf den Dächern oder als schlichte Heuhaufen. Schaffen wir es unentdeckt so ein Versteck aufzusuchen, können wir beruhigt das Ende der Suche abwarten und uns sodann wieder unter die Leute mischen. Denn der konventionelle Weg aus Haken schlagen und versuchen dem Blickfeld der Verfolger zu entkommen, ist definitiv der schwerste. Viel zu schlau sind die NPCs als dass man einfach nur um eine Ecke laufen müsste um sie los zu werden. Und so passiert es, dass die Verfolgung nach einem Attentat oft die schwierigste Aufgabe ist, die sich auch mal hinziehen kann.
Assassin
Quelle: Ubisoft
Assassin's Creed
Was Assassin's Creed so unglaublich gut spielbar macht, ist die herrlich ausgearbeitete Steuerung. Zwar wirkt sie auf den ersten Blick durchaus etwas komplex, nicht umsonst bietet uns der Titel ein so ausführliches Tutorial, nach kurzer Spielzeit aber hat man das System verinnerlicht und ist in der Lage Altair ebenso unbemerkt durch die Menschenmassen zu bugsieren wie wir ihn über die Häuserdächer springen lassen können. Derweil ist es im Grunde doch recht einfach: Der Titel bedient sich der sogenannten Puppenspieler-Steuerung. Das bedeutet, jede der vier Aktionstasten des Gamepads ist für ein Körperteil zuständig. So wird uns am PC exakt das selbe Steuerungsshema wie an den Konsolen geboten, wobei wir alternativ auch ganz klassisch mit Maus und Tastatur spielen können. Auch dies gestaltet sich absolut problemlos und erlaubt uns besonders ein recht schnelles drehen der Kamera, was der Übersicht durchaus zugute kommt.
Quelle: Ubisoft
Assassin's Creed
Der Dreh- und Angelpunkt am Gameplay ist unser eigenes Verhalten. Wir können uns leise und "sozial verträglich" durch die Menge bewegen, indem wir die Bürger Vorsichtig beiseite schieben, so dass sie ihre Ware die sie tragen nicht verlieren und wir keinen besonderen Lärm machen. Wir können aber auch schneller und resolut durch die Menge schreiten, Menschen wegstoßen die uns im Wege stehen, auf das sie ihre Ware verlieren und sich lautstark darüber ärgern. Das zieht natürlich neugierige Blicke auf uns, und sollten wir schon gesucht werden, was im weiteren Verlauf des Spiels unerlässlich ist, kann es schnell passieren, dass wir widererkannt werden, woraufhin Alarm ausgelöst wird und wir entweder den offenen Kampf aufnehmen müssen oder die Flucht antreten.
Die Flucht ist dann auch die auffälligste Fortbewegungsart, denn unsere Schritte werden laut und schwer, und wer uns im Weg steht wird weggestoßen um uns nicht abzubremsen. Sieht man Altair das erste Mal wie er von Rittern verfolgt über die Dächer sprintet, fragt man sich zurecht wie so komplexe Bewegungsabläufe gesteuert werden sollen. In der Praxis, den Entwicklern sei dank, kann man Altair sehr schnell über die komplexesten Strukturen tanzen lassen, ohne dass er den Boden unter den Füssen verliert.
Assassin's Creed
Sicher für Diskussionen hingegen wird das Kampfsystem sorgen, welches recht langsam und taktisch daherkommt. Mit wildem Tastengedrücke kommt man nicht weit, stattdessen ist das Timing sehr wichtig. Doch bevor wir den ersten Schlag ausführen können, müssen wir Altair in den Kampf-Modus versetzen. Diese dient gleichzeitig dazu um einen der Gegner als Ziel auszuwählen. Nun heißt es den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, um die Deckung des Angreifers durchbrechen zu können. Schlagen für zum falschen Zeitpunkt zu, bekommt der Gegner die Chance zum Konterangriff. Umgekehrt verfügt auch unser Altair über diese Möglichkeit, sobald er ein bestimmtes Level erreicht hat. Zudem kann er den Gegner packen und zu Boden werfen, was umgekehrt auch ihm passieren kann, wogegen es das Mittel des Losreißens gibt. Doch auch hier ist das Timing essentiell. Wie schon gesagt, es wird Spieler geben, denen dieses Kampfsystem nicht gefällt, ich persönlich fand es aber nicht schlecht, eben weil es so taktisch und nur ganz wenig hektisch ausfiel.
Technisches
Viele reden von NextGen, aber nur wenige werden dem Anspruch wirklich gerecht. Ganz ohne Zweifel gehört Assassin's Creed dazu, denn was sich da auf dem Screen manifestiert darf ungestraft als bisher einmalig bezeichnet werden. So viele Personen die alle ihrem Tagwerk nachgehen in einer so detailliert und aufwändig erstellten Umwelt, die wirklich voller Leben zu sein scheint, ist bis dato einmalig. Derweil erschließt sich einem erst im Laufe des Spiels was für ein gigantisches soziales Gefüge hinter dem ganzen System steckt, welches für den lebensechten Eindruck der virtuellen Vergangenheit sorgt.
Assassin's Creed
Wie Assassins Creed grafisch wirkt, hängt stark von der Leistungsfähigkeit des verwendeten Systems an. Um auch nur in die Nähe der Konsolenversionen zu kommen benötigt man mindestens einen DualCore-Prozessor sowie eine Grafikkarte der aktuellen Generation. Zwar bekommt man das Spiel auch auf einem SingleCore-System zum laufen, da muss man aber auf jedwede Details verzichten und spielt mit gefühlten 15 Frames die Sekunde. Zwar nicht schlimm, aber trotzdem auffällig, ist der Umstand, dass Altairs Waffen und Arme gerne mal seinen Mantel unschön durchdringen. Das wirkt sich zwar nicht auf das Gameplay aus, fällt aber deswegen so stark auf, da man ihn praktisch die gesamte Spielzeit vor sich sieht. Und würde die Spielwelt nicht so unglaublich perfekt wirken, würde man das wahrscheinlich nicht mal bemerken.
