Assassin's Creed Valhalla: Das macht das Spiel besser als Odyssey
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Mit Assassin's Creed Valhalla ist soeben der Nachfolger des Griechenland-Abenteuers Assassin's Creed Odyssey erschienen. Welches der beiden Spiele einem besser gefällt, ist natürlich Geschmacksache. (Relativ) objektiv lassen sich aber einige Aspekte ausmachen, bei denen man merkt, dass die Entwickler im Vergleich zu ihrem letzten Projekt dazugelernt haben. Welche das sind, verraten wir in unserem Vergleich in Text und Video!
Origins, Odyssey und jetzt Valhalla: Mit den letzten drei Spielen der Reihe hat Ubisoft die Assassin's-Creed-Reihe einer ordentlichen spielerischen Frischzellenkur unterzogen. Gerade Odyssey fand viele Fans, die sich nun natürlich die Frage stellen, ob sie mit Valhalla genauso viel Spaß haben werden.
Lesetipp: Assassin's Creed Valhalla - Guide mit Tipps zum Siedlungsbau
Auf dieser Seite
- 1 Schiff lässt sich jederzeit herbeirufen
- 2 Pferd trödelt nicht mehr herum
- 3 Pferd kann schwimmen
- 4 Ausdauerleiste macht Kämpfe spannender
- 5 Eine kompaktere, besser gefüllte Welt
- 6 Mehr Stealth-Möglichkeiten
- 7 Deutlich kürzere Ladezeiten
- 8 Eine vielschichtigere Story
- 9 Viel motivierenderes Upgrade-System
- 10 Kein Loot mehr
- 11 Abwechslungsreichere Aufgaben
- 12 Bessere Massenschlachten
Nun, die Antwort auf diese Frage ist freilich sehr subjektiv, zumindest wir zeigten uns in unserem Test ziemlich angetan. Allerdings sind uns viele Aspekte aufgefallen, die Valhalla unserer Meinung nach auch objektiv besser macht als Odyssey.
Schiff lässt sich jederzeit herbeirufen
In Odyssey ist das Herbeirufen des Schiffes eine rechte Qual: Erst einmal ist es nur an fest vorgegebenen Punkten am Hafen möglich, und davon gibt es vergleichsweise wenige. Zudem dauert es anschließend noch eine ganze Weile inklusive Tag- und Nachtwechsel, bis man die Segel setzen kann.
In Valhalla dient das Schiff nicht mehr zum Kämpfen, sondern nur noch zum Fortbewegen. Gerufen ist es allerdings extrem flott und von überall aus, wo Wasser ist. Das macht das Bereisen der Welt zu Wasser wesentlich angenehmer.
Pferd trödelt nicht mehr herum
In Odyssey ist es leider ziemlich häufig so: Wir rufen unser Pferd und dann kommt es vielleicht oder vielleicht auch nicht. Besonders, wenn wir während des Laufens nach dem Gaul pfeifen, braucht es oft so lange, bis er neben uns auftaucht, dass wir unseren Weg schon fast zu Fuß zurückgelegt haben.
In Valhalla gibt es quasi keine Verzögerung: Wie auch das Boot taucht unser Pferdchen sofort neben uns auf, wenn wir pfeifen. Das ist zwar nicht unbedingt realistisch, das ist die Tatsache, dass unser Ross uns von jedem Winkel der Welt aus hört, aber auch so nicht.
Pferd kann schwimmen
Noch einmal zum Pferd: Als hätte es im Seepferdchenkurs damals gefehlt und nie das Schwimmen gelernt, reagiert es in Odyssey sehr extrem auf Wasser und wirft uns wenig elegant ab, sobald es in Kontakt damit kommt.
In Valhalla benötigt es zwar einen kleinen Geld-Obolus zum Lernen, aber anschließend ist unser reitbarer Untersatz bereit, sich auch mal den Bauch nass zu machen, ohne völlig auszuflippen. Wie angenehm, wenn man etwa nur einen Fluss überqueren will! Nur hinaus aufs weite Meer zu schwimmen sollte man nicht unbedingt versuchen.
Ausdauerleiste macht Kämpfe spannender
Das Kampfsystem Odysseys scheidet die Gemüter, die einen mögen es, die anderen finden es zu grobschlächtig und unpräzise. Es steht aber wohl außer Frage, dass es nicht allzu viel Taktik benötigt. Draufhauen, Spezialattacken benutzen, fertig.
Im Großen und Ganzen ist das in Valhalla nicht anders. Allerdings fühlt sich das System etwas leichter kontrollierbar an, zudem gibt's eine spannende Neuerung: Eine Ausdauerleiste, die durch leichte Angriffe und Konter gefüllt und von starken Angriffen und Ausweichen geleert wird. Dadurch gewinnen die Gefechte ein wenig an strategischem Anspruch.
Eine kompaktere, besser gefüllte Welt
Nicht falsch verstehen, das Griechenland Odysseys ist wunderschön und noch dazu verdammt groß. Man kann aber durchaus die Frage stellen, ob es nicht sogar zu groß ist und es zu viele Flächen und Landstriche gibt, auf denen quasi überhaupt nix passiert.
Valhalla verfügt auch über genügend Landschaft, die einfach nur dazu da ist, um sie zu bereisen. Insgesamt ist die Welt aber etwas kompakter, dafür sind die Aufgaben und Sammelgegenstände darin aber sinnvoller und gleichmäßiger verteilt.
Mehr Stealth-Möglichkeiten
Stealth in Odyssey hat ein Problem: Eigentlich funktioniert er gut. Dadurch, dass Feinde mitleveln, gibt es aber sogar, wenn man ein absolutes Angriffsmonster geworden ist noch Feinde, die man nicht mit einem Schlag ausschalten kann.
Valhalla setzt anstatt auf mitlevelnde Feinde auf unterschiedlich schwere Gebiete, die sich nicht verändern. Zudem schaltet man im Skill Tree eine wirklich feine Fähigkeit frei. Dank der kann man, etwas Geschick bei einem Quick-Time-Event vorausgesetzt, auch Feinde deutlich über dem eigenen Stärkelevel mit einem Stich der versteckten Klinge ausschalten.
Deutlich kürzere Ladezeiten
Die Ladezeiten in Assassin's Creed Odyssey sind ein Graus! Egal ob bei Spielstart, wenn man nach einem Game Over neu startet oder einfach nur schnellreisen will: Unter 30 Sekunden geht da kaum etwas, vor allem auf PS4 und Xbox One.
Dieser Pluspunkt für Valhalla richtet sich deswegen auch nur an die Next-Gen-Versionen und an Leute mit Hochleistungsrechnern: In Norwegen und Nordengland dauert jede Ladezeit maximal zehn Sekunden, oftmals deutlich drunter. Viel besser so!
Eine vielschichtigere Story
Gut, jetzt werden wir doch ein wenig subjektiv. Wir finden aber, dass Odyssey zwar eine nette Geschichte hat, sich aber zu sehr in krudem Science-Fiction verliert und durch die vielen gleichzeitig ablaufenden Handlungsstränge nicht zu einer kohärenten Stimme findet.
Valhallas Handlung kann bestimmt auch nicht mit Kalibern wie The Last of Us Part 2 mithalten. Sie findet aber einen einheitlicheren Ton, wird stringenter erzählt und macht interessantere Dinge mit ihren Figuren. Gerade der zentrale Konflikt ist handwerklich echt gut gemacht und arbeitet gut mit unterschiedlichen Emotionen.
Viel motivierenderes Upgrade-System
Ein Schelm, wer denkt, dass damit der Echtgeld-Shhop gepusht werden soll. Ist man Komplettist, wird man in Odyssey niemals Probleme haben, voranzukommen. Wer sich primär auf die Hauptmissionen konzentriert, läuft aber schnell gegen eine Wand, wenn die Erfahrungslevel-Anforderungen auf einmal in schwindelerregende Höhen steigen. Dann heißt es für einen übersichtlichen Skill Tree und für Statusverbesserungen grinden, und das geht sehr, sehr langsam vonstatten.
Nicht nur muss man in Valhalla viel weniger Nebenkram erledigen, um die Hauptaufgaben bestehen zu können, das Level-up-System wurde auch drastisch verbessert. Die Menge an für einen Aufstieg benötigten XP ändert sich nie und dann gibt es stets gleich zwei Punkte, die man in einem wahrhaft gewaltigen Skill Tree investieren kann. Der hält immer wieder neue, coole Fähigkeiten bereit, auch im späten Spielverlauf.
Kein Loot mehr
Mit den mitlevelnden Feinden einher gehen in Odyssey auch mitlevelnde Gegenstände wie Waffen, Helme und Klamotten. Man sammelt ständig die immergleichen Gegenstände mit marginalen Unterschieden auf und müllt sich damit das Inventar zu. In diesem Late-Game-Spielstand haben wir all den unnötgen Ballast schon verkauft, aber sogar nur mit den vermeintlich besonders guten Exemplaren platzt unser Menü noch immer aus allen Nähten. Und dann brauchts's auch noch so viele unterschiedliche Ressourcen zum Verbessern!
Die einfache Lösung in Valhalla: Es gibt einfach keinen Loot mehr, stattdessen relativ viele, aber einzigartige Gegenstände. Die lassen sich auch nicht so willkürlich verbessern wie in Odyssey, sondern in vorgegebenen Stufen, zudem mit nur ganz wenigen Ressourcen, die man deutlich leichter findet. Da gewinnt jede aus einer versteckten Truhe gezogene Axt gleich deutlich an Wert.
Abwechslungsreichere Aufgaben
So schön Odysseys Spielwelt ist, was wir in ihr erleben, ähnelt sich oft und läuft meist auf Kämpfe, Eskortmissionen oder ähnliches hinaus. Die Haupt- und Nebenmissionsstränge sind zwar gut gemacht, der Kram daneben aber weniger. Wenn wir nie wieder in eine der gleich aussehenden Höhlen voller Schlangen gehen müssen, sind wir glücklich.
Valhalla bietet weniger und kürzere Nebenmissionen als Odyssey, dafür zusätzlich Abwechslung satt: Minispiele, kleine, sehr unterschiedliche Mini-Missionen von NPCs, Geschicklichkeitstests und, und, und. Nicht alles, was wir in Valhalla tun, ist fantastisch. Da wir aber so selten ein und dieselbe Sache zigmal hintereinander machen müssen, sondern immer wieder Neues erleben, fällt das kaum ins Gewicht.
Bessere Massenschlachten
Wofür gibt es die Massenschlachten in Odyssey überhaupt? Anders als die anderen Nebenmissionen sind sie quasi sinnlos. Sie lassen bloß Gebiete der Welt entweder in die Hände der Spartaner oder Athener fallen, ohne echte Auswirkungen für uns. In der Haupthandlung kommen die Massenschlachten kaum jemals vor, und wenn, werden sie meistens durch irgendwelche Cutscenes abgebrochen. Und allzu spaßig spielen sich die Dinger auch nicht, man steht halt auf einer Fläche und metzelt rum.
Anders in Valhalla, wo diese Massenauseinandersetzungen durch Raubzüge ersetzt wurden. Passt ja zum Wikingersetting! In ausladenden Story-Schlachten wird sogar der Rammbock rausgeholt, ansonsten kann man in fast jeder Siedlung seine Mannen und Frauen mit dem Horn herbeirufen und dann zum Plündern und Schnetzeln übergehen. Das fühlt sich wesentlich sinnvoller und organischer an als die komischen Kämpfe in Odyssey.
Und das waren sie, die Dinge, die Assassin's Creed Valhalla (jetzt kaufen / 53,99 € ) unserer Meinung nach besser macht als sein Vorgänger Odyssey. Habt ihr noch Punkte, die euch an dem Wikinger-Abenteuer besonders gut gefallen? In welchen Aspekten ist der Titel eurer Meinung nach ein Rückschritt? Verratet es uns in den Kommentaren! Guckt euch unbedingt unser Video an, in dem wir über die komplette Neuengland-Map reiten, lest zudem unsere Meinung zum Echtgeld-Shop im Spiel und schaut euch unser FAQ an, in dem wir eure Fragen beantworten, die ihr uns im Vorfeld des Releases gestellt hattet.
