Baby Steps im Test: Wie frustrierend ist das nächste Spiel von Bennet Foddy nach Getting Over It?
Test
Während unseres Tests zu Baby Steps standen wir mehrmals kurz vorm Ragequit und dennoch erkennen wir die Faszination des Spiels von Bennet Foddy.
Baby Steps ist wieder eines dieser Spiele: A Difficult Game About Climbing, The Game of Sisyphus oder Jump King sind Titel, die aktiv versuchen, ihre Spieler zu frustrieren. Schwere Geschicklichkeitspassagen und erbarmungsloser Fortschrittsverlust stehen dabei auf der Tagesordnung.
Wir würden solche Only-Up-Challenges als eines der umstrittensten Genres des modernen Gamings bezeichnen. Während viele das Konzept dieser Spiele begrüßen und Qualität hintenanstellen, sind einige bei jedem weiteren Release genervt. Ganz nach dem Motto: "Ein weiteres Video für Streamer, in dem sie herumschreien können."
Bennet Foddy hat's erneut getan
Baby Steps (jetzt kaufen 13,99 € ) ist den Konzeptkollegen einen Babyschritt voraus. Zunächst einmal hat der mutmaßliche Genre-Erfinder und Getting Over It-Entwickler Bennet Foddy mitgewirkt. Seine Spiele gehören zur Internet-Kultur, doch wer ist der Mann, der seinen eigenen Namen in einen Spieletitel schreibt?
In diesem Artikel
Bennet Foddy ist mehr als nur ein Meme-Lord. Er ist ein außerordentlicher Professor der Kunst an der New Yorker Universität NYU Game Center. Sein erstes bekanntes Werk in den Subkulturen der Branche ist QWOP. Ein Spiel, das Baby Steps ähnlich ist, wenn man genauer darüber nachdenkt.
Beides sind Laufsimulationen mit Fokus auf eine ungewöhnliche Steuerung. Baby Steps spielt allerdings in einer dreidimensionalen Welt. Zum Laufen müssen wir erst eines der beiden Beine auswählen und können dann entscheiden, wo wir dieses platzieren wollen.
Wenn wir unsere Beine zu stark strecken oder spreizen, verlieren wir das Gleichgewicht und dadurch die Kontrolle über unseren Körper. Das bedeutet, wir sind der Gravitation ausgeliefert. Anders als in QWOP steht unser Hauptcharakter aber meistens von allein wieder auf.
Baby Steps geht schnell bergauf!
Das Laufen auf flachem Boden lernen wir nach ein paar Minuten. Die wahre Herausforderung kommt jedoch durch die Hügel und Berge, die wir erklimmen sollen. Außerdem tasten wir uns vorsichtig an Klippen entlang und waten durch glatte Flussbetten.
Ein Fehltritt sorgt hin und wieder für eine Rutschpartie, die unseren Bergsteigerfortschritt zunichte macht - ein sehr simples Prinzip. Dazu kommt noch die Fähigkeit Gegenstände aufzuheben.
Quelle: PC Games
In diesen Situationen läuft der Graph unserer Lebensfreude parallel zum Bergabhang. Aber es hilft kein Heulen, Schreien oder Schmollen. Wir müssen aufstehen und es nochmal probieren.
Während der Spieler sich beim Sturz retten kann, lässt der Protagonist die Objekte allerdings manchmal fallen. Wir finden beispielsweise eine Fackel, die wir brauchen, um den nächsten Raum überhaupt betreten zu können. Verlieren wir diese müssen wir wieder heruntersteigen und sie holen.
Neben dem vorgeschriebenen Weg dürfen wir eine ganze Open World mit Eastereggs, Sammelobjekten und Nebenaufgaben erkunden. Große leere Flächen zum Verlaufen durften wir uns aber auch ansehen. So fanden wir immerhin heraus, dass es verschiedene Wege gibt, die uns zum Ziel führen. Auf der nächsten Seite sprechen wir über das Leveldesign und die Geschichte.
