Die Kämpfe spielen sich angenehm zügig und geben auch den strategischen Aspekt des Spielprinzips grundsolide wieder.
Technische Grundschule
Bakugan: Beschützer des Kerns
Betrachtet man die reine Performance des Titels, insbesondere auf den HD-Konsolen, bekommt man ähnliches Geboten, wie wenn man einen Gründschüler aufs Gymnasium schickt. Die gebotenen Möglichkeiten werden hier nicht mal annähernd ausgereizt und lassen den Titel technisch versauern. Die Sprecher der Figuren wirken unmotiviert und passen nicht auf die Lippen der digitalen Protagonisten. Die übrigen Klänge sind zwar fetzig, nerven aber auf die Dauer ganz schön. Wiederum gelungen sind die Kampfgeräusche, welche sehr stark an die Serie erinnern und so angenehm zum Flair beitragen. Grafisch hat der Titel seine schönsten Momente in den Zwischensequenzen. Wer nun allerdings glaubt dass diese gut aussehen, wird furchtbar enttäuscht. 0815-Charaktermodelle mit durchweg affigen Bewegungen und Kantenflimmern als treuem Begleiter für Bakugan und Schicksalskämpfer zeugen davon, dass das Spiel einfach nur schnell dahinprogrammiert wurde, damit auch dieses Jahr ein Serien-Ableger in den Regalen steht. Denn was ihr mit den Bakugan im Kampf zerstört, sind nur im entferntesten Häuser eines Spiels auf einer Konsole des 21. Jahrhunderts. Vielmehr könnte man meinen man wäre wieder auf dem N64 gelandet, so trüb, verpixelt und undetailliert sieht die Umgebung aus. Bloß gut, dass die Kämpfe so fordernd sind, dass man meist wenig Zeit hat sich in der Umgebung näher umzusehen.
Wer sich gerne mit Freunden duelliert, oder im Story-Modus nicht alle zu sammelnden und freischaltbaren Bakugan hat aufleveln können, widmet sich dem Multiplayer(Lokal oder via Internet) oder dem Arenakampf.
