Was Gotham noch so bietet & Fazit

Test Michael Stadler

Während die Film-Trilogie des dunklen Ritters Batman unter der Regie der Gebrüder Nolan bereits letztes Jahr einen würdigen Abschluss fand, ist es nun an der Zeit, dass Bruce Waynes alter ego auch auf dem Videospielmarkt gleichzieht. Doch anders als im Film widmen sich Rocksteady, die kreativen Köpfe hinter dem Überraschungshit Batman: Arkham Asylum und der grandiosen Fortsetzung Batman: Arkham City, bereits anderen Projekten und lassen nun für Batman: Arkham Origins WB Games Montreal ans Steuer. Ob das Niveau gehalten werden kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Was Gotham noch so bietet

Während wir der Hauptgeschichte folgen dürfen wir uns auch in einigen Nebenquests die Zeit verdingen. Auch wenn wir den Wehrmutstropfen der fehlenden Riddler-Rätsel verkraften müssen, werden uns mit Deadshot-Rätseln oder Aufgaben des Enigma genügend Ersatzbeschäftigungen geboten. Auch das gewohnte Detektiv-Spiel erwartet uns von Zeit zu Zeit und erlaubt uns jetzt auch gewisse Tathergänge per Rückspulfunktion zu rekonstruieren. Beim Streifzug durch die kalte Nacht des Weihnachtsabends werden uns immer wieder Funksprüche der Polizei aufs Ohr geschaltet. On the fly haben wir die Möglichkeit das sich anbahnende Verbrechen in unserer Faust zu ersticken und ordentlich Erfahrungspunkte zu scheffeln. Auch die sammelbegeisterten Fledermäuse unter den Spielern werden wieder jede Menge Beweismittel und Gegenstände zur Befriedigung des Jagdtriebes suchen und finden dürfen.

Bat-Optik, Bat-Sound

Batman: Arkham Origins (2) Quelle: Warner Bros. Batman: Arkham Origins (2) Grafisch ist Batman: Arkham Origins noch immer eine Augenweide, auch wenn das Spiel im Vergleich zu den Rocksteady-Titeln ein wenig glattgeleckter wirkt. Diese Tatsache tut dem Fakt jedoch keinen Abbruch, dass sowohl die Spielwelt als auch die enthaltenen Charaktere wahnsinnig detailreich und liebevoll gestaltet sind. WB Games Montreal schafft es den Geist der beiden Vorgänger in das eigene Produkt zu übernehmen und optisch ansprechend umzusetzen. Wir könnten viele gute Beispiele nennen, wie Batmans Dreitagebart, der unter der Maske hervorsticht, die neuen Schauplätze, wie ein ausrangiertes Schiff, in dem Der Pinguin haust, welches ein wenig an das Art Deco Interieur aus Bioshock erinnert und, und, und... . Batman: Arkham Origins sieht fantastisch aus, Punkt! Leider müssen wir an einigen Stellen starkes Kantenflimmern und trotz Installation auf der Playstation 3 einige teils sehr heftige Ruckler sowie Standbilder bemängeln. Aber auch ohne rosarote Fanbrille können wir angesichts des gebotenen Abenteuers über diese Fehler hinwegsehen. Auch in punkto Sound trifft WB Games Montreal perfekt den Ton des Spiels. Orchestrale Stücke hämmern aus den Boxen zu krachenden Effektklängen und ergießen sich in einer sowohl im Deutschen als auch im Englischen blitzsauberen und energisch eingesprochenen Synchronisation, die an das Niveau der Nolan-Trilogie heranreicht.

Meinung

Wertung zu Batman: Arkham Origins (PS3)

Wertung:

8.8 /10

Wertung zu Batman: Arkham Origins (X360)

Wertung:

8.8 /10
Pro & Contra
Schilderung des Werdegangs des jungen Batman8 WidersacherCoole wendungsreiche StoryBathöhleKontakt zu AlfredÜberarbeitetes Freeflow-SystemNeue NebenquestsGanz Gotham frei Begehbar und mit SchnellreisefunktionTolle Technik
Wegfall der Riddler-RätselTeils starke Performance-SchwankungenNeuerungen insgesamt zu marginal
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