Analyse zu Black Widow 2: Darum kommt eine Fortsetzung des Marvel-Blockbusters
Special
Kehrt die Avengers-Ikone Black Widow ins Marvel-Universum zurück? Wir sind der festen Überzeugung, Black Widow 2 ist nur eine Frage der Zeit. Wir klären in diesem Special, was für ein großes MCU-Sequel spricht, was die Regisseurin Cate Shortland darüber denkt und wie genau ein weiteres Abenteuer rund um die Superheldin Natasha Romanoff ausssehen könnte - Spoiler-Warnung!
Elf lange Jahre hat es gedauert: Ihren ersten Auftritt im Marvel Cinematic Universe, dem größten Kino-Phänomen unserer Zeit, feierte die BAFTA-ausgezeichnete und Oscar-nominierte Schauspielerin Scarlett Johansson in Iron-Man 2, seitdem gab es unzählige spannende Abenteuer rund um die beliebte Superheldin zu bestaunen - nur leider keine eigenen. Das hat sich nun endlich mit dem großen Blockbuster Black Widow von der australischen Regisseurin Cate Shortland geändert. Man könnte meinen, die Reise von Natasha Romanoff findet damit ihren glorreichen Abschluss - falsch gedacht. Wir sind der Meinung: Da kommt noch mehr. Darüber hinaus gibt es interessante Aussagen von Cate Shortland, die unsere These unterstützen.
Spoiler-Warnung: Wer Black Widow (jetzt kaufen 7,99 € ) noch nicht gesehen hat und nichts über die Wendungen, die Identität des Taskmasters und das Ende wissen möchte, der ist hiermit gewarnt. Natürlich müssen wir auf Dinge wie das große Finale oder die Post-Credit-Szene, ein typisches Marvel-Werkzeug, um kommende Filme und Serien zu highlighten, eingehen. Wer jetzt weiterliest, ist selbst schuld.
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Die Totgeglaubten kehren zurück
In unserer Filmkritik zu Black Widow sind wir bereits spoilerfrei auf das nagelneue Marvel-Spektakel eingegangen und verraten, wie gut der Film abschneidet und was uns besonders gefallen hat. Diesmal geht es jedoch um das große Finale, die After-Credit-Scene und die vielen Möglichkeiten, Geschichten und Charaktere aus Black Widow für weitere Abenteuer zurück auf die große (und kleine) Leinwand zu bringen. Marvel-Fans sind vermutlich im ersten Moment skeptisch: "Moment mal, ist Natasha Romanoff nicht tot?" - absolut korrekt.
Quelle: Marvel Studios
Man kann nicht alle retten: Zwar gelang es den Avengers, angeführt von Steve Rogers, die vielen Tode durch Thanos rückgängig zu machen, das Leben von Natasha konnte die Truppe aber nicht retten.
Das Avengers-Mitglied und die knallharte Agentin, gespielt von Scarlett Johansson ("Marriage Story", "Jojo Rabbit"), verstarb im großen Finale der sogenannten Infinity-Saga, Avengers: Endgame. Sie opferte sich auf dem Planeten Vormir, um dort den Seelenstein zu bergen, der essenziell war für den Sieg gegen Oberfiesling Thanos und seine vielen Schergen.
Für das Solo-Abenteuer Black Widow, der erste Kinofilm der MCU-Phase Vier, entschied man sich dazu, im Zeitfenster nach den Ereignissen von Captain America 3: Civil War, genauer gesagt im Jahr 2016, etwas Platz freizuschaufeln, um Natashas mysteriöse Vergangenheit zu thematisieren und dem spannenden Marvel-Charakter mehr Bühne und Futter zu geben. Natasha Romanoff befindet sich auf der Flucht vor US-Außenminister Thaddeus Ross. Der hat es nach den Ereignissen von Civil War auf die abgespaltene Avengers-Gruppierung rund um Steve Rogers abgesehen. Während Natashas Exil in Norwegen kommt es jedoch zu einem unangenehmen Aufeinandertreffen mit dem übermächtigen Taskmaster, das jede Menge Steine der Vergangenheit ins Rollen bringt.
Der Red Room - Zentrum der Black-Widow-Machenschaften
Natasha wurde, ebenso wie ihre Ziehschwester Yelena (Florence Pugh) und viele weitere junge Mädchen, von klein auf durch das sogenannte "Black Widow"-Programm grausam zu einer eiskalten und tödlichen Marionette ausgebildet. Der hochrangige Sowjet-Offizier und Strippenzieher Dreykov nimmt innerhalb des mysteriösen "Red Rooms" seit den 30er-Jahren massiven Einfluss auf die weltweite Politik- und Macht-Elite. Natasha gelang es, aus dem Einfluss von Dreykov zu befreien. Darüber hinaus ist sie fest davon überzeugt, dass Yelena ebenfalls flüchten konnte.
Quelle: Marvel Studios
Blitzschnell zum Fan-Liebling: In der Rolle der taffen Yelena gelang es Florence Pugh ("Little Women", "Midsommar") eindrucksvoll, weltweit Fan-Herzen in Windeseile zu erobern.
Auf der vielfach in diversen Marvel-Filmen angesprochenen Budapest-Mission mit Clint Barton (Hawkeye) glaubte Natasha, General Dreykov erfolgreich ein für alle Mal vernichtet zu haben. Sie ging damals sogar so weit, den Tod von Dreykovs Tochter Antonia in Kauf zu nehmen - eine Tragödie, die sie bis heute verfolgt.
"Just like Budapest all over again!" - Die Budapest-Enthüllung ergibt keinen Sinn! [Special]
Im Verlauf des Marvel-Blockbusters stellt sich jedoch heraus, dass Dreykov überlebt hat, Yelena sich noch immer in den Fängen des Bösewichts befindet und der Red Room weiterhin seine dunklen Machenschaften überall auf der Welt ausübt. Im fulminanten Finale gelingt es dem Schwestern-Duo mitsamt den beiden Zieheltern Melina Vostokoff (Rachel Weisz) und Alexei Shostakov (David Harbour) spektakulär, die fliegende Basis von Dreykov zu zerstören, den machtvollen General auszuschalten und die vielen "Black Widow"-Agentinnen, die ihr Leben lang unter Dreykov gelitten haben, zu befreien. Darüber hinaus legt das Power-Team Dreykovs Lieblingsmarionette, dem Taskmaster, das Handwerk. Hinter der Maske des berüchtigten Marvel-Nemesis wartet aber noch eine große Überraschung auf die wild zusammengewürfelte Familie sowie die Zuschauerschaft des neuesten Marvel-Streifens.
Die Identität des Taskmasters
Die 24 Filme und drei Disney-Plus-Serien des MCU beruhen natürlich auf den unzähligen Comics der Marke Marvel, doch es kommt nicht selten vor, dass sich die Filme stark von ihren Vorlagen abheben. Eines der berühmtesten Beispiele dafür ist die Verwendung des "Mandarin" in Iron Man 3. Ebenso entschied man sich bei der Produktion von Black Widow dazu, dem Taskmaster, der seit dem Comic "Avengers #95" aus dem Jahre 1980 Teil des Marvel-Kosmos ist, eine komplett neue Persönlichkeit zu spendieren. Diesmal steckt nämlich nicht Ex-S.H.I.E.L.D.-Agent Anthony Masters hinter der Maske, sondern eine für den Plot von Black Widow enorm relevante Person.
Quelle: Marvel Studios
Der Taskmaster - über 40 Jahre Comic-Ikone: Anthony Masters erfreut sich großer Beliebtheit bei Marvel-Fans - besonders durch seinen Kampfstil. Er ist berüchtigt dafür, seine Gegner genauestens zu analysieren und zu kopieren. Fun-Fact: In den Comics hasst es der Taskmaster, den Kampfstil von Moon Knight zu kppieren, da der lieber eine Faust einsteckt, statt sich zu verteidigen.
Im großen Finale stellt sich heraus, dass Dreykovs Tochter Antonia schwerverletzt das Attentat von Natasha überlebt hat und seitdem willenlos mit der Identität des Taskmasters die Drecksarbeit ihres Vaters erledigt. Durch den "roten Staub", eine Art Gegengift für die Gedankenkontrolle der Black Widows, gelingt es unseren Heldinnen, Antonia zu befreien. Damit gibt es trotz des Todes von Natasha in Avengers: Endgame neben Yelena und den vielen befreiten Black Widows noch eine weitere Person, die in der Zukunft des MCU eine gravierende Rolle einnehmen könnte. Was die von Yelena angeführte Frauentruppe in Zukunft vor hat und wie sie ihre neu gewonnen Freiheit nutzen wollen, bleibt unklar. Die Post-Credit-Szene gibt aber zumindest einen Ausblick, inwieweit die Marvel Studios, angeführt durch Kevin Feige, die Figur Yelena in kommenden Produktionen nutzen möchten.
Post-Credit-Szene: Die Schlüsselfigur Clint Barton?
In der Post-Credit-Szene von Black Widow springt die Handlung in das Hier und Jetzt des Marvel Cinematic Universe. Yelena besucht das Grab ihrer Schwester Natasha, um zu trauern. Viel Zeit für einen intimen Moment wird ihr jedoch nicht gegeben. Kurz darauf taucht nämlich Valentina Allegra de Fontaine (Julia-Louis Dreyfus) auf. Die mysteriöse Dame wurde bereits in der MCU-Serie "The Falcon and the Winter Soldier" eingeführt, wo sie den "Fake-Captain-America" John Walker, der ebenfalls mit dem Supersoldaten-Serum versehen ist, für ihre Zwecke rekrutierte. Was es mit Valentina auf sich hat ist noch unklar. In den Comics nahm Valentina, nachdem sie die Geliebte von Nick Fury war und für S.H.I.E.L.D. arbeitete, die Identität der Madame Hydra an - ein Bezug auf die Nazi-Gruppierung Hydra ist nie ein gutes Zeichen im Marvel-Universum.
Quelle: Disney
Große Serien-Offensive: Noch kann man die Disney-Plus-Serien, die im MCU spielen, an einer Hand abzählen. Doch WandaVision, The Falcon and the Winter Soldier sowie die aktuellste High-Budget-Produktion, Loki, sind nur der Anfang und ein Bruchteil von dem, was Fans in den nächsten Jahren erwartet.
Yelena und Valentina scheinen sich zu kennen und wieder einmal greift die gefährliche Dame erfolgreich auf ihre manipulativen Fähigkeiten zurück. Sie macht Yelena weiß, dass Clint Barton (Hawkeye) verantwortlich ist für den Tod ihrer Schwester und fordert Rache. Yelena, offensichtlich sehr angetan von der Idee, ist bereits bestätigt für die kommende Disney-Plus-Serie Hawkeye. Dort wird sie vermutlich, zumindest zu Beginn, die Rolle der Antagonistin einnehmen. Wir gehen jedoch stark davon aus, dass es nicht allzu lange dauern sollte, bis sie die Seiten wechselt. Wir als Zuschauer wissen nämlich, dass Clint keinesfalls Schuld trägt am Tod von Natasha. Wie sich das alles entwickeln wird, erfahren wir im Herbst 2021, wenn die Hawkeye-Serie rund um Clint Barton und Kate Bishop auf Disney Plus erscheint. Doch der kleine Auftritt in der großen MCU-Serie ist sicher nicht das Ende rund um Yelena. Dass wir Florence Pugh in einem weiteren Kinofilm wiedersehen, ist nämlich ziemlich wahrscheinlich. Was spricht genau dafür? Unter anderem eine interessante Aussage der Regisseurin Cate Shortland. Zum anderen viele interessante Entwicklungen innerhalb des MCU.
Die große Marvel-Zepterübergabe
Die aktuelle Phase des MCU steht deutlich unter dem Zeichen der Zepterübergabe. Die etablierten Gesichter der letzten dreizehn Jahre wurden bereits mit jeder Menge Geschichten gefüttert, möchte man das MCU auch noch viele weitere Jahre an der Kinospitze halten, so braucht es neue Charaktere und frische Ansätze. MCU-Mittelpunkt Tony Stark (Robert Downey Jr.) hat am Ende von Avengers: Endgame erfolgreich die Erde gerettet, jedoch mit seinem Leben bezahlt.
Quelle: Marvel/Disney
Eine neue Ära: Schritt für Schritt werden im großen Marvel-Filmuniversum die etablierten Rollen neu besetzt. Das ist jedoch kein Bruch mit den Vorlagen seitens der Marvel Studios. In den vielen Comics ist das ebenso gang und gäbe.
Sein wichtigster Partner, Steve Rogers (Chris Evans), Anführer der Rächer, hat das Superheldenleben an den Nagel gehängt und den legendären Vibranium-Schild an Sam Wilson (Anthony Mackie) abgegeben. Donnergott Thor (Chris Hemsworth) wird vermutlich im großen nächsten Kino-Blockbuster der Regie-Ikone Taika Waititi, Thor: Love and Thunder, ganz im Stile der Comic-Vorlagen seinen Hammer Mjölnir an seine Ex-Freundin Jane Foster (Natalie Portman) überreichen. Es würde also sehr gut zu den aktuellen Plänen von Kevin Feige passen, ebenso die Rolle der Black Widow innerhalb der Avengers mit Yelena weiterzuführen. Doch darüber hinaus ist es möglich, sich weniger auf eine einzelne Person zu fokussieren und stattdessen ein Ensemble in den Mittelpunkt zu stellen.
Aus Wenigen werden Viele
Black Panther: Wakanda Forever wird sich laut Regisseur Ryan Coogler stark auf Wakanda als Staat fokussieren und nicht auf eine einzelne Hauptfigur, was natürlich auch mit dem tragischen Tod des Hauptdarstellers Chadwick Boseman zusammenhängt - dennoch ist dieser Trend auffällig.
Quelle: Marvel/Disney
Gemeinsam stärker: Viele der kommenden Marvel-Produktionen lösen sich von traditionellen Solo-Geschichten und stellen stattdessen mehrere Figuren ins Rampenlicht.
Das Sequel zum 2019 veröffentlichten Captain Marvel, der die von Brie Larson dargestellte Superheldin Carol Danvers in die riesige Heldenpalette hinzufügte, hört auf den Namen "The Marvels". Darin werden neben Danvers auch Monica Rambeau (Teyonah Parris) aus der Sitcom-Actionserie WandaVision und Kamala Khan/Mrs. Marvel (Iman Vellani) eine tragende Rolle spielen.
Abschließend gibt es noch beinahe täglich neue Gerüchte rund um Spider-Man: No Way Home. Die behaupten, dass Fans sich beim dritten Teil der Trilogy nicht nur über einen Spider-Man, sondern gleich mehrere freuen dürfen. Ob die zwei Sony-Versionen von Peter Parker, damals gespielt von Andrew Garfield und Toby Maguire tatsächlich ihren MCU-Einstand feiern, bleibt abzuwarten. Doch Antagonisten beider von Sony produzierten Filmtrilogien sind bereits bestätigt: Jamie Foxx kehrt in seine Rolle des Electro zurück, Alfred Molina hingegen spielt ein weiteres Mal Doctor Octopus - ganz abwegig ist das alles also nicht. So oder so ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es eine ähnliche Situation rund um Black Widow geben könnte. Ein Film, der sich auf die gesamte Agentinnen-Clique mitsamt Yelena und Ex-Taskmaster Antonia bezieht und auf den Namen "The Black Widows" hört? Warum nicht! In einem Interview mit Deadline äußerte sich sogar Cate Shortland zu einem möglichen Sequel. Hier der wichtige Ausschnitt aus dem Gespräch:
DEADLINE: Do you think there will ever be a sequel to Black Widow?
SHORTLAND: I think these girls have got a lot of asses still to kick.
Auf die Frage seitens Deadline, ob Shortland an ein Sequel glaubt, antwortete sie: "Ich denke, diese Mädchen haben noch eine Menge Ärsche zu treten." Da können wir nur voll und ganz zustimmen. Doch eine interessante Frage ist, wen Shortland wohl mit "sie" meint? Die Gruppe der Ex-Black-Widows? Oder gar Yelena und Natasha?! Wir würden uns auf jeden Fall sehr über ein Sequel freuen.
Wie kann ich Black Widow sehen?
Black Widow läuft seit dem 08. Juli 2021 im Kino. Darüber hinaus ist es möglich, via VIP-Zugang den Film auf Disney Plus zu gucken. Das kostet euch aber einiges.
Quelle: Marvel Studios
Analyse zu Black Widow 2: Sequel zum Marvel-Hit nur eine Frage der Zeit (4)
Insgesamt verlangt die Streaming-Plattform 22 Euro für den speziellen Zugang, zusätzlich benötigt ihr aber natürlich ein Disney-Plus-Abo. Das kostet euch nochmal für einen Monat rund 9 Euro. Damit zahlt ihr insgesamt 31 Euro für den Superheldenfilm - nicht unbedingt wenige als man für einen Kinoabend zahlen würde. Wer lieber warten will, der sollte sich den 06. Oktober fett im Kalender markieren. Dann erscheint Black Widow nämlich im normalen Disney-Plus-Service.
Was haltet ihr von den vielen Möglichkeiten, wie man Black Widow weiterführen könnte? Wie würde euer Traum-Sequel aussehen? Oder wünscht ihr euch lieber komplett neue Geschichten und Charaktere für das Marvel Cinematic Universe? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
