Blue Prince gilt als einer der gefeiertsten Indie-Titel des Jahres und hat sich in kürzester Zeit einen festen Platz bei Kritikern und Spielern erobert. Umso überraschender wirkt die Entscheidung von Entwickler Tonda Ros, bewusst keinen direkten Nachfolger zu planen. Findet jetzt heraus, was seine wahren Gründe sind.
Blue Prince zählt zu den unbestrittenen Indie-Highlights des Jahres. Mit einem Metascore von 92 und 85 % positiven Steam-Reviews hat das atmosphärische Puzzlespiel viele Spieler in seinen Bann gezogen. Doch wo der Markt meist schnell nach einem Nachfolger verlangt, geht Entwickler Tonda Ros einen anderen Weg. Er plant kein Blue Prince 2. Der Entwickler treibt diese Entscheidung sogar noch weiter, indem er auch auf eine umfassende Lokalisierung verzichtet. In einem Interview spricht Ros offen über den Preis von Fortsetzungen. Acht Jahre Arbeit stecken im Original. Das ist ein Kraftakt, den er nicht noch einmal wiederholen möchte, zumindest nicht für dasselbe Werk. Stattdessen will er seine kreative Freiheit bewahren und neue Risiken eingehen. Blue Prince ist für den PC, die PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich.
Blue Prince 2: Keine Fortsetzung
Ros macht klar, dass eine Ausweitung von Blue Prince (jetzt kaufen 26,99 € ) für ihn mit zu hohen persönlichen Kosten verbunden wäre. Eine internationale Lokalisierung käme für ihn dem "Erschaffen eines zweiten Spiels" gleich. Genau das möchte er vermeiden. Er wägt ab und entscheidet sich gegen den bequemeren Weg. Wörtlich sagt er: "Eine Fortsetzung würde das Risiko erhöhen, auszubrennen oder auf die Entwicklung eines völlig neuen Projekts zu verzichten."
Damit widersetzt sich Ros einem Trend, der auf bewährte Marken und sichere Formeln setzt. Er stellt das künstlerische Risiko über kurzfristigen Erfolg, auch wenn Fans sich garantiert mehr wünschen.
Ein bewusstes Bekenntnis zur Eigenständigkeit
Was Blue Prince ausmacht, soll einzigartig bleiben. Ros verweist auf Spiele wie Myst und deren Nachfolger Riven. Dahinter steckt eine gleiche Welt, aber neue Ideen und neue Wege. Genau diese Philosophie verfolgt er auch für seine Zukunft. Er will Projekte schaffen, die für sich selbst stehen, ohne den Ballast einer klassischen Fortsetzungslogik. Jedes neue Spiel soll genauso mutig und unvorhersehbar sein wie Blue Prince selbst. Das bedeutet für euch zwar Abschied von einem direkten Sequel, aber potenziell frische, unerwartete Erfahrungen.
Wann das nächste Projekt aus seiner Feder erscheint, bleibt offen. Sicher ist nur, dass Ros erneut Risiken eingehen wird und sich nicht an Erwartungen klammert. Für ein Medium, das so oft auf Wiederholungen setzt, ist das ein bemerkenswert klares Statement. War für euch Blue Prince ein besonderes Indie-Spiel? Oder mögt ihr generell keine Rätsel?
Quelle: polygon
