Jetzt schon ein Anwärter auf das Spiel des Jahres? - Blue Prince ist ein Rätsel-Hit!

Test Tobias Meyer
Jetzt schon ein Anwärter auf das Spiel des Jahres? - Blue Prince ist ein Rätsel-Hit!
Quelle: Raw Fury | Bildmontage: PC Games

Ein toter Großonkel, ein abgedrehter Architekt und viele Geheimnisse: Blue Prince ist ein absoluter Rätsel-Hit!

Wer kennt ihn nicht: den Traum vom Eigenheim. Am besten ein riesiges Anwesen mit einem großen Garten auf einem Berg. Blöd nur, wenn sich die Räume in der Bude jeden Tag verändern, man nichts in das Haus hinein- oder hinaustragen kann und - noch schlimmer - der tote Großonkel die vermachte Erb-Villa mit viel zu komplizierten Rätseln versehen hat. Ein diabolischer Plan und gleichzeitig ein wunderbares Konzept für das Puzzle-Roguelike Blue Prince.

Einsatz in vier Wänden

Alles klar, Onkelchen. Viel weiß ich anfangs noch nicht über dich, aber anscheinend hattest du viel Zeit fernab der Zivilisation, um deinen Neffen zu quälen. Oder vielleicht auch die ganze Familie. Denn wir dürfen das Haus nur erben, wenn wir uns als würdig erweisen. In seinem letzten Willen erklärt Großonkel Herbert, dass wir den "Raum 46" finden müssen. Packen wir das nicht, wird unser Erbe gestrichen.

Na ja, so schwer kann das ja nicht sein ... oder ... ODER?!

Jetzt schon ein Anwärter auf das Spiel des Jahres? - Blue Prince ist ein Rätsel-Hit! Quelle: Raw Fury Ich weiß nicht, welcher Architekt dieses Wunderwerk der Randomisierung entworfen hat, aber er verdient einen Preis. Kaum betrete ich das Anwesen, stehe ich zunächst in einer großen Haupthalle mit drei verschlossenen Türen. Ich wähle also eine Tür aus, woraufhin sich mehrere Optionen mit betretbaren Räumen offenbaren. Im Grunde bin also ich der Architekt meines eigenen Glücks.

Abgesehen von verschiedenen Raumarten besitzt jeder Raum eigene Eigenschaften. Manche Räume unterstützen uns bei unserer Suche nach Raum 46 - etwa durch Geld, Schlüssel oder nützliche Objekte. Andere Räume richten bewusst Schaden an. Ironisch, dass ausgerechnet die Kirche und die Sporthalle zu den schädlichen Räumen zählen.

Mit jedem Raum, den ich betrete, verringert sich außerdem die Anzahl der verbleibenden Schritte. Zu Beginn der Reise ist diese vorgegeben, lässt sich jedoch durch Items oder Raumeigenschaften wieder auffüllen.

Nichts ist so, wie es scheint

Wer jetzt immer noch Bock auf das Erbe hat, muss sich damit abfinden, dass manche Drafts absolute Fehlkonstruktionen darstellen. Immer wieder entstehen kurz vor dem Ziel Sackgassen und wenn ich dann endlich dort ankomme, wartet bereits das nächste Rätsel. Also heißt es: alles auf Anfang.

Genau das macht den Charme von Blue Prince (jetzt kaufen 26,99 € ) aus. In klassischer Roguelike-Manier beginnt jeder Tag bei Null. Alles, was man in dem gigantischen Anwesen findet, verschwindet mit dem Ende des Tages. Auch die Raumstrukturen ändern sich täglich. Neue Drafts, neue Item-Verstecke, neue Frustration und neue Glücksmomente.

Bildergalerie

Das Einzige, was bleibt, sind die Rätsel. Neben zig Räumen und kleineren Rechen- und Denkspielchen, steckt die Bude auch voller Geheimnisse. So viele, dass ich beim Spielen irgendwann richtig paranoid wurde. Gefühlt könnte jedes Bild an der Wand, jede Figur und jeder Zettel ein geheimer Hinweis sein. Und wenn man dann endlich denkt, ein Geheimnis gelüftet zu haben, erscheint der nächste Hinweis und stellt alles wieder auf den Kopf.

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