Boulder Dash - ROCKS! im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Der einmalige Route Race-Modus beansprucht nicht nur unsere grauen Zellen, er steuert sich auch hervorragend.

1984 erblickte Rockford in "Boulder Dash" das Licht der Welt und schob erstmals quadratische Felsblöcke durch die Gegend, immer auf der Suche nach den Diamanten um den Ausgang zu öffnen und den Level verlassen zu können. An diesem Spielprinzip änderte sich all die Jahre auch nichts, es kamen aber diverse neue Gameplay-Elemente hinzu, wie der Schleim oder die wachsende Mauer. Mit dem aktuellsten "Boulder Dash Rocks!" nun bekommen wir ebenfalls wieder bekannte Kost geboten, allerdings auch einen komplett neuen Spielmodus, das Route-Race, extra für Nintendos DS.

Rockford schiebt!

Boulder Dash - ROCKS! Boulder Dash - ROCKS! Bevor wir Rockford die ersten Felsen schieben lassen können, müssen wir uns für einen der drei vorgegebenen Speicherslots entscheiden. Sie repräsentieren die drei bekanntesten Charaktere aus dem Spiel, nämlich Rockford selbst, seine Freundin Crystal sowie Rockfords Gegenspieler Tentakel. Egal für wen wir uns entscheiden, im Spiel selbst übernehmen wir die Rolle von Rockford, dessen Aufgabe darin besteht alle Diamanten im Level zu finden ohne dabei von herabfallenden Felsen oder herumschwirrenden Gegnern getroffen zu werden, auf das sich der Ausgang öffnet und wir den Level verlassen können.

Wichtigste Funktion dabei ist das schieben der Felsen. Rockford kann diese seitwärts schieben, neuerdings per Zapper sogar aus einer gewissen Entfernung heraus, wozu man aber vorher entsprechende Munition gefunden haben muss, er kann sie aber nicht heben und sollte vermeiden unter einen fallenden Felsen zu geraten. Ebenso ist jeder Kontakt mit den herumschwirrenden Getier zu vermeiden. In den späteren Leveln dann gesellen sich Schlösser dazu, zu denen erst der entsprechende Schlüssel gefunden werden muss, sowie der Dynamit, mit dem man Wände und Gegner einfach wegpustet.

Route Race

Boulder Dash - ROCKS! Boulder Dash - ROCKS! Wirklich neu und eine besondere Herausforderung stellt der Route Race-Modus dar. Bei ihm geht es darum Rockfords kompletten Weg einzuzeichnen, noch bevor er sich in Bewegung setzt. Es gilt also alles vorherzusehen, wie die fallenden Steine und die Wege der Gegner. Auch wenn Rockford eine kurze Pause einlegen soll, damit ihm nichts auf den Kopf fällt, müssen wir das vorher festlegen. Denn sobald wir Rockford gestartet haben, können wir ihn nicht mehr aufhalten. Das stellt sich bei den ersten Level noch als recht lustig heraus, wird aber in den höheren schnell zur ganz besonderen Herausforderung.

Wer sich schließlich lang genug mit den Rätselstellungen befasst hat, kann sich der Time-Trial Herausforderung stellen und die bereits freigeschalteten Level in möglichst kurzer Zeit absolvieren. Daran sollte man sich freilich erst wagen, wenn man die Planetentour schon durch hat. Für den Spaß zu Zweit gibt es den Double Dash-Modus, wozu wir aber auch zwei Module und zwei DS benötigen. Dann aber kann man per WLAN gegeneinander antreten und seinem Mitspieler zeigen wer hier der bessere Schieber ist.

Technisches

Boulder Dash - ROCKS! Boulder Dash - ROCKS! Während man grafisch kaum etwas am Titel bemängeln kann, er bietet uns herrliche Retrografik von Gestern, schrill und bunt, schön flach und pixelig, eben genauso wie 16Bit Spiele aussahen, muss man der Soundkulisse einen ganz deutlichen Nervfaktor attestieren. Schon die Titelmelodie ist so schrill und sägend ausgefallen, dass man schon bald den Lautstärkeregler ganz zurückdreht um nicht dem Wahnsinn zu verfallen. Nichts gegen bekannte Titelmelodien, aber man kann es auch übertreiben mit dem Zucker...

Meinung

Wertung zu Boulder Dash - ROCKS! (NDS)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Die ausgeklügelten Rätselstellungender Route Race-Modusdie klaglos funktionierende Steuerung
Die nervige Hintergrundmusik
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