C.O.P. The Recruit im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Ubisoft liefert ein technisch beeindruckendes 3D-Abenteuer ab, bei dem ihr auf der Seite des Gesetzes alles machen dürft!

Erst schießen, dann fragen!

C.O.P. The Recruit C.O.P. The Recruit Trotz der ungewohnten Tatsache, auf der Seite der Guten zu spielen, erinnert "C.O.P - The Recruit" nach nur wenigen Spielminuten unweigerlich an Genregrößen a la "Grand Theft Auto". Sollte der Streifenwagen mal eine Panne haben oder gar dem Tode nahe sein, so schnappt man sich völlig ungeniert das nächstbeste Fahrzeug, welches man auf der Straße antrifft. Dank Dienstmarke wird sich niemand beschweren und ein Fandungslevel bleibt zudem vollkommen aus. Ihr habt somit die Lizenz, alles zu tun, was euch beliebt. Keiner wird auch nur ein Wort darüber verlieren, wenn mit dem neu "erworbenem" Auto gar der Bürgersteig unsicher gemacht und sämtliches Straßeninventar zu Bruch gefahren wird. Letzteres passiert je nach Größe des fahrbaren Untersatzes durchaus ganz gerne, denn die Handhabe ist dank digitalem Steuerkreuz recht schwammig und das Bremsverhalten nicht immer plausibel nachvollziehbar. Doch leider werdet ihr sehr viel Zeit hinterm Steuer verbringen, um von Punkt A nach Punkt B zu kommen. New York ist groß und ohne dem virtuellen Navigationssystem würde man sich durchaus recht schnell in den Gassen verirren.

C.O.P. The Recruit C.O.P. The Recruit Auch der Missionsaufbau erinnert stark an die Konkurrenz. Eine Handvoll Missionen werden im virtuellen PDA gelistet und können in beliebiger Reihenfolge angegangen werden. Dazu begibt man sich schlicht an den Ort des Geschehens und löst damit eine passende Sequenz aus. Ist alles erledigt, holt man sich in der Zentrale wieder neue Arbeit ab. Der Zyklus ist immer derselbe, wird aber durch einige abwechslungsreiche Aufträge aufgelockert. Verfolgungsjagden sind actionreich, dank der Steuerung aber durchaus nervig. Vor allem störend diesbezüglich auch die ungenaue Kollisionsabfrage, die nur einen Auffahrunfall registriert, Stöße von der Seite aber übergeht und euer Fahrzeug schlicht in diesem Moment vor den fliehenden Gauner katapultiert. Darüber hinaus dürft ihr aber auch die Waffe zücken und in bester 3rd Person Manier in Gebäude eindringen oder die Kanalanlagen von New York inspizieren. Die Handhabe ist anfänglich ziemlich ungewohnt: Dan wird mit dem Steuerkreuz manövriert, während per Stylus und Touchscreen die Waffe auf den Gegner gerichtet wird. Der Nintendo DS liegt dabei etwas unhandlich zwischen den Fingern, doch mit jedem Einsatz gewinnt nicht nur der junge Cop an Erfahrung, sondern auch der Spieler. Darüber hinaus gibt es Straßenrennen und zahlreiche weitere Einsatze zum Teil auch auf dem Wasser - insgesamt sogar 60 Missionen - die bewältigt werden wollen.

C.O.P. The Recruit C.O.P. The Recruit Über die Hauptstory hinaus gibt es bis auf die Zusatzeinsätze aber leider nicht wirklich viel in New York zu sehen. Ihr könnt weder privat in einer Bar abhängen und auf die Tanzfläche springen, noch irgendwelche sportliche Aktivitäten außer Straßenrennen nachgehen. Ihr seid an den Missionsablauf gebunden und müsst euch von einer Aufgabe zur nächsten Hangeln. Natürlich dürfen Sammlerobjekte auch hier nicht fehlen, doch Fotos machen und Abkürzungen finden gehört nicht unbedingt zu den spaßigsten Elementen des Titels. Der Umfang ist dennoch beachtlich und wer einmal Gefallen daran gefunden hat, wird auch einige Tage als Polizist arbeiten. Die gelungene Story sorgt mit einigen netten Wendungen für konstante Spannung und motiviert auch über einige nervige Missionen hinweg. Denn nicht selten geht einem das Trial & Error Prinzip auf die Nerven, oder das oftmals sehr knapp bemessene Zeitlimit, welches euch zur perfekten Spielweise zwingt.

Meinung

Wertung zu C.O.P. The Recruit (NDS)

Wertung:

7.6 /10
Pro & Contra
Unglaubliche 3D Grafik auf dem Nintendo DSschicke optische Pracht des Tagesablaufs mit Sonnenuntergangsehr große Spielwiesemarkante Bauten helfen bei der OrientierungGPS-Systemüber 60 Missionen schick mit Comicgeschichte zusammengehaltenabwechslungsreiche Einsätze
Die Stadt wirkt etwas ausgestorben (vor allem die Straßen)Handhabe ist zum Teil gewöhnungsbedürftigkaum Interaktionsmöglichkeiten in der Stadt außerhalb der Missionenman fährt einfach viel von A nach Batmosphärisch aber soundtechnisch weniger beeindruckendimmer dieselben Schreckenslaute der nahezu angefahrenen Passanten
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