Die Bullworth Akademie hat ihre Pforten geöffnet und es wird noch ein neuer Schul-Herrscher gesucht. Bist du es vielleicht?
Bald ist Sperrstunde - nun aber fix
Ist die etwas unglücklich geratene Steuerung hinsichtlich der rollenden Gefährten schon etwas ärgerlich, setzt die Kamera noch einen drauf. Prinzipiell steuert ihr Jimmy aus der Third Person Ansicht und so lange ihr keine schnellen Wechsel vollzieht und alles hübsch gemütlich vonstatten gehen lasst, habt ihr auch wenig Sorgen. Allerdings ist dies nur in den seltensten Fällen möglich, denn meistens habt ihr die Zeit, einen feindlich gesinnten Schüler oder einen Aufpasser im Genick. Und spätestens dann muckt auch die Kamera auf in dem sie euch zeigt, dass sie leider gar nicht so schnell ist, wie ihr es gerne hättet. Sie kommt immer wieder ins Stottert und verwehrt euch so manches Mal den korrekten Überblick. Generell muss man aber zu ihrer Verteidigung sagen, dass man sich darauf durchaus einstellen kann. Wer sich damit - am Besten recht frühzeitig zu Spielbeginn - anfreundet, wird im späteren Verlauf, da es dann wichtig ist schnell zu sein, weniger Probleme haben. Und auch die sonst üblichen Verdächtigen in Sachen Aktionsausführung werden euch einfach und schnell von der Hand gehen - wenn ihr eben mal die Kamera im Griff habt - denn die Steuerung ist ganz sicher über jeden Zweifel erhaben. Trotz Mehrfachbelegung der Tasten kommt ihr nicht ins Stolpern und wisst zur rechten Zeit immer, was gedrückt werden muss, damit ihr eben keine auf die Nuschel bekommt, ihr dem Präfekten doch entwischen oder aber ihr den Unterricht mit Bravur bestehen könnt. Dabei hilft u.a. natürlich auch der Umstand, dass euch das Spiel so manches Mal mit einer entsprechenden Einblendung tatkräftige Erinnerungshilfe leistet.
Beim Rektor darf man auch mal freiwillig vorbei schauen
Gott sei Dank werdet ihr auch keine Probleme mit der englischen Sprache haben - wenngleich an der Bullworth Akademie ausnahmslos Englisch gesprochen wird. Allerdings hat dies einen guten Grund, denn die Kollegen von Rockstar haben sich auf die Fahnen geschrieben, dem Ganzen einen bitterbösen schwarzen und abgedrehten Humor zu verpassen. Bekanntlich ist die britische Ausdrucksform selbigen überaus geeignet dafür und sollte durch eine synchronisierte Übersetzung nicht kaputt gehen - was leider einfach nicht ausbleiben würde. Und so ist man einen gekonnten Kompromiss eingegangen, welcher die Akteure - im Übrigen verdammt gut vertont - der englischen Aussprache nachgehen lässt und im unteren Bildschirmbereich gibt es dann eine meistens passende und gelungene Übersetzung in Deutsch dazu. So bleibt es dem Spieler denn auch selbst überlassen, ob er einfach nur lauschen und über den bisweilen wirklich schwarzen Humor britischer Natur grinsen mag oder ob er die z.T. abgeschwächte deutsche Übersetzung mitlesen möchte. Wobei man sich damit nicht weniger amüsieren wird.
Akustisch bekommt ihr neben der gelungenen Sprachausgabe ergänzend gut gemachten allerdings in sich wiederholenden Einheitsbrei geboten. Seid ihr auf euren Streifzügen unterwegs, tüdelt belangloses Geplätscher im Hintergrund mit, welches böse Zungen als einen Abklatsch einer Harry Potter oder ggf. auch Adams Family Melodie abstempeln würden. Und zugegeben, gewisse Ähnlichkeiten lassen sich nicht verleugnen. Kommt ihr in eine bedrohlichere Situation, z.B. eine Schlägerei oder hat euch der Präfekt am Schlawittchen, legt die Musik an Tempo zu und passt sich damit den Gegebenheiten an. Ein wenig Abwechslung ergibt sich indes auch durch einen Ortswechsel oder auch an besonderen Tagen wie das Halloween Fest, da gruselige Musikstücke des Geschehen auf dem Bildschirm begleiten.
