Cars 2: Das Videospiel im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Cars 2 ist nach den eher mauen Vorgängern der mit Abstand beste Teil der Serie geworden, euch wenn es keinen Online-Mode gibt.

Im Jahre 2006 gab Pixar zum ersten Mal richtig Gummi als der Animationsfilm Cars erschien. Nascar-Nachbildung und Hauptprotagonist Lightning McQueen raste in die Herzen von groß und klein, während er sich der Metamorphose vom egoistischen Shooting-Star zum loyalen Jungwagen unterzog. Neben den Kinoleinwänden machten die für Kinder aus dem Stand zum Kult avancierten Autos mit den Knopfaugen als Software für die gängigen HD-Konsolen die Heimbildschirme unsicher. Dabei wurden sie allerdings vom ersten Teil bis hin zum letzten Spin-Off immer liebloser, langweiliger und unbedienbarer. Nun kommt Cars 2 in die Kinos und sofort liegt auch die Software zum Film in den Regalen und bei uns in der Redaktion. Überholspur oder Standstreifen?

Ich rede also fahr ich Rennen!

Cars 2: Das Videospiel Cars 2: Das Videospiel Cars 2 setzt schon bevor man die Spiel-DVD einlegt die Kenntnis über die Handlung des zweiten Animationsfilms voraus. Denn bis auf kleinere, zumeist auch noch völlig aus dem Himmel gegriffene, Unterhaltungen und einem großen aber ebenfalls gehaltlosen Intro bietet das Spiel nicht viel Unterhaltung abseits der Rennstrecke. Und damit ist auch schon das wichtigste Wort gefallen, denn Cars 2 ist nicht wie seine Vorgänger in der offenen Welt von Radiator Springs zu Hause, sondern im Holodome des Autogeheimdienstes C.H.R.O.M. .Und von dort aus werden wir in den Pneus beinahe aller auch nur im Entferntesten Beteiligten des Films in die unterschiedlichsten Events und insgeheim auch in den Kampf gegen die Monokel-Isetta Professor Z geschickt. So wählen wir in einer röhren-ähnlichen Halle zunächst das gewünschte Event der uns freigegebenen Zugangsstufe aus, dann das gewünschte Fahrzeug und schon stehen wir in der Startreihe. Die Zugangsstufen symbolisiert unseren Karrierefortschritt in Cars und erteilt uns schlussendlich den Zugang zu sechs Stufen die gefüllt sind mit Renn-Events. Die wählbaren Boliden bilden die Symbiose aus Geschwindigkeit und Stärke, was meist im Rennen zum Tragen kommt. An der Startlinie angekommen müssen wir unseren Gasfuß schon vor dem grünen Licht aktivieren. Denn durch Hämmern auf den rechten Trigger füllen wir eine Leiste unter der Heckstoßstange, die bei grünem Licht in einen je nach Fülle unterschiedlichen Start-Turbo umgemünzt wird. Aber auch während des Rennens kann diese Leiste von uns gefüllt werden. Fahren wir beispielsweise rückwärts, nur auf zwei Rädern, driften oder vollführen während eines Sprungs Salti und Drehungen, bekommen wir Punkte für's Turbo-Konto. Haben wir die vier Füllfelder der Leiste voll steht uns ein Superturbo zur Verfügung.

Was ich nicht tanken oder anbauen kann mach ich kaputt!

Cars 2: Das Videospiel Cars 2: Das Videospiel Zudem hat der Superturbo eine besonders hilfreiche Fähigkeit. Er macht uns für kurze Zeit unverwundbar gegenüber gegnerischen Angriffen und lässt uns im Gegenzug mächtig austeilen. Und wer jetzt ins Stocken gerät weil er im Zusammenhang mit dem Videospiel zu Cars 2 die Worte "gegnerisch" und "Angriff" nebeneinander stehen sieht, dem helfen die folgenden Zeilen auf die Sprünge. Denn in Cars dreht es sich nicht nur im reinrassige Renn-Action. Cars 2 will auch als Fun-Racer überzeugen und das Genre ordentlich aufmischen. In den Modi "Jäger", "Angriff" und "Überleben" wird Abwechslung in den Rennalltag gebracht. Zugrunde liegendes Spielelement sind hier leuchtende Zeichen, die auf der Strecke verteilt sind. Hieraus bekommen wir je nach Zeichen die angezeigte Waffe, oder bei einem Fragezeichen eine zufällige. Darunter befinden sich Maschinengewehre, Raketen, Boden-Boden-Minen, Satellitenlaser, herkömmliche Minen, Entladungskugeln oder Ölpumpen. Mit diesen Fähigkeiten ausgestattet geht es den Gegnern dann ans Schlafittchen - und das im Stile der Genregrößen. Bei "Angriff" fahren Rostlauben vor uns her und müssen im Kampf gegen die Zeit ins Visier genommen und abgeschossen werden. Gegner die aus dem Weg geräumt wurden geben euch wieder Zeit aufs Konto. "Jäger" setzt euch in Mitten einer Arena ab und ihr müsst fünf Gegnerwellen so zahlreich zerstören, dass am Ende möglichst viele Punkte auf dem Konto stehen. Ums "Überleben" geht es wenn euch Professor Z per Hubschrauber verfolgt und abzuschießen versucht. Zwar haben wir ein Schutzschild, das gibt jedoch ohne Power den Geist auf. Also fahren wir durch kleine Tore, welche euch einen Batterieweg auf der Strecke einzeichnen. Zudem versorgen uns auch abgeschossene Gegner mit neuem Schutz. Im Multiplayer kann sich zusätzlich zu den herkömmlichen Varianten in der Arena und im Modus "Disruptor", eine Sprengkopfvariante des Capture the Flag, gekabbelt werden, das dann aber auch nur lokal an einer Konsole.

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