Chorus: Packende Weltraumschlachten mit düsterer Story "Made in Germany"

Special Michael Grünwald 3,49 €
Chorus: Packende Weltraumschlachten mit düsterer Story "Made in Germany"
Quelle: Deep Silver Fishlabs

Das Hamburger Entwicklerstudio Fishlabs entwickelt derzeit den Weltraum-Shooter Chorus. Während einer einstündigen Präsentation wurde uns nun ein neuer Trailer und erstes richtiges Gameplay-Material vorgeführt. Im Anschluss durften wir unser Raumschiff sogar selbst durch die unendlichen Weiten des Weltraums steuern. In unserer Vorschau erfahrt ihr, worum es in Chorus geht, wann der Titel erscheint und warum unser erster Eindruck sehr positiv ausfällt.

Bereits im Mai 2020 kündigte der Publisher Deep Silver mit einem Trailer ein neues Weltraum-Abenteuer namens Chorus an. Hinter der Entwicklung des Action-Adventures steht das Hamburger Studio Fishlabs. Viele Infos gab es seitdem nicht mehr. Vor kurzem wurden wir nun allerdings zu einer Gameplay-Präsentation inklusive anschließender Fragerunde mit einigen Teammitgliedern eingeladen. Zum krönenden Abschluss bekamen wir zusätzlich noch die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und den Weltraum etwas sicherer zu machen.

Die Demo umfasste neben zwei größeren Storyabschnitten noch Nebenmissionen, damit wir uns einen besseren Eindruck von Gameplay, Umfang und Story machen konnten. Relativ schnell stellten wir fest, dass sich der Weltraum-Shooter von Klassikern wie Everspace, Freelancer oder auch Star Wars: Squadrons hat inspirieren lassen. Dennoch unterscheidet sich Chorus in einigen Punkten deutlich von diesen Titeln. Vor allem die düstere Story und die relativ einfach gehaltene Steuerung des Raumschiffs machen definitiv schnell Lust auf mehr.

Jeder bekommt eine zweite Chance

Für Nora und Forsaken geht es raus aus dem Exil und hinein in den Kampf gegen den dunklen Kult. Quelle: Deep Silver Fishlabs Für Nora und Forsaken geht es raus aus dem Exil und hinein in den Kampf gegen den dunklen Kult. In Chorus (jetzt kaufen 22,07 € / 3,49 € ) schlüpfen wir in die Rolle der herausragenden Pilotin Nara. Diese wurde einst von einem dunklen Kult namens "Der Zirkel" erschaffen und als die Auserwählte im Kampf gegen andere Zivilisationen eingesetzt. Ganz in Star-Wars-Manier könnten wir daher sagen: Unsere Protagonistin kämpfte auf der dunklen Seite der Macht. Als Nara noch vor Spielbeginn diese Tatsache durchschaut und merkt, wie viele Unschuldige sie auf ihrem Gewissen hat, flüchtet sie ins Exil. Nach einiger Zeit holt die Vergangenheit unsere Pilotin jedoch ein, als der Zirkel anfängt, ihre neue Heimat zu attackieren. Ab diesem Zeitpunkt entscheidet Nara, sich ihren Ängsten und ihrer Vergangenheit zu stellen und den Kampf für die Freiheit aufzunehmen.

Wer eine Charaktererstellung erwartet, der ist in Chorus fehl am Platz. Das Aussehen der Hauptprotagonistin ist strikt vorgegeben und das hat auch einen guten Grund: Nara soll in dem Abenteuer komplett im Mittelpunkt und ihre Entwicklung im Vordergrund stehen. Schon in unserer kurzen Anspielsession hatte die Heldin immer wieder mit verstörenden Visionen zu kämpfen. Ihre Vergangenheit wird in dem Weltraum-Shooter mit Sicherheit über die Prämisse hinaus eine große Rolle spielen. Die Geschichte wirkt äußerst interessant und wir wollen schleunigst wissen, wie es weitergeht.

Der beste Freund des Menschen

Neben der Minigun können wir unseren Feinden auch mit einer Laserwaffe und Raketen einheizen. Quelle: Deep Silver Fishlabs Neben der Minigun können wir unseren Feinden auch mit einer Laserwaffe und Raketen einheizen. In vielen Videospielen sind menschliche oder tierische Begleiter gang und gäbe. In Chorus haben wir jedoch eine ganz andere Art von bestem Freund, der uns ständig begleitet: unser überraschend intelligentes Raumschiff. Dieses hört auf den Namen Forsaken und steht uns mit Rat und Tat zur Seite. Hin und wieder zweifelt es sogar Entscheidungen an oder hinterfragt die Glaubwürdigkeit bestimmter Personen. Die enge Verbindung zwischen Nara und Forsaken ist in Chorus essenziell. Anders als unsere Protagonistin lässt sich das Raumschiff anpassen. In der kompletten Galaxie finden wir immer wieder Hangars, in denen wir Verbesserungen für unser Fluggefährt kaufen und einbauen können. Von stärkeren Schilden über mehr Leistung bis hin zu verbesserten Laser-, Raketen- und Maschinengewehr-Vorrichtungen ist die Palette an Anpassungsmöglichkeiten vielfältig.

Credits und Schiff-Upgrades können wir zwischen Weltraumstationen und Meteoriten einsammeln, um Forsaken immer wieder auf den aktuellsten Stand der Technik zu bringen. Das ist auch wichtig, denn unsere Feinde haben bestimmte Stärken oder Schwächen. Manche Schilde können wir beispielsweise schneller mit unserer Laserwaffe durchbrechen, während wir Geschütztürme an riesigen Weltraumstationen dagegen am besten mit Raketen unter Beschuss nehmen. Auf optische Individualisierungen müssen wir aber größtenteils verzichten, da unser Raumschiff einzigartig bleiben und zusammen mit unserer Heldin im Mittelpunkt der Geschichte stehen soll.

Flotte Star-Wars-Action

In manchen Abschnitten helfen uns die Fähigkeiten unseres Raumschiffs immens. Durch das Driften manövrieren wir Forsaken filigraner durch enge Passagen. Quelle: Deep Silver Fishlabs In manchen Abschnitten helfen uns die Fähigkeiten unseres Raumschiffs immens. Durch das Driften manövrieren wir Forsaken filigraner durch enge Passagen.

Das Wichtigste zum Gameplay einmal vorab: Chorus ist ein reines Flugspiel. Außer in einigen Zwischensequenzen werden wir Nara nie außerhalb von Forsaken sehen. Das Hauptaugenmerk liegt auf den packenden und schnellen Weltraum-Kämpfen. In unserer kurzen, aber spaßigen Anspielsession konnten wir uns auch schon vergewissern, wie gut diese Schlachten funktionieren. Wie bereits eingangs erwähnt, setzt Fishlabs auf eine relativ einfache Raumschiff-Steuerung. Das bedeutet, wir kommen mit wenigen Tasten sowohl bei Maus und Tastatur als auch mit einem Gamepad einwandfrei zu recht. Wer eine Simulation à la Star Citizen erwartet, der liegt bei Chorus also daneben. Gerade durch diese vereinfachte Steuerung kommt in den Gefechten viel Spielspaß auf. Auf der normalen Schwierigkeitsstufe kann der Weltraum-Shooter dennoch hin und wieder anspruchsvoll werden, da wir uns die meiste Zeit deutlich in der Unterzahl gegenüber unserer Gegnerhorden befinden. Falls unser Raumschiff einmal zerstört werden sollte, kommt aber kein Frust auf, da es faire Kontrollpunkte gibt.

Neben einer leichten Zielhilfe besitzt Forsaken noch einige Fähigkeiten, die uns in den Kämpfen ebenfalls unterstützen. Per Tastendruck können wir mit dem Raumschiff driften, um enge Manöver zu fliegen oder einen kurzen Teleport einleiten, um uns direkt an die Fersen unserer Kontrahenten zu heften. Chorus besitzt für eine bessere Übersicht außerdem eine besondere Außenansicht, die relativ weit vom Raumschiff entfernt ist. Hier unterscheidet sich der Titel deutlich von den meisten anderen Weltraum-Shootern. Vor allem, wenn es gegen mehrere feindliche Schiffe gleichzeitig zu Werke geht, funktioniert diese Perspektive einwandfrei. Zwischendurch dürfen wir uns auch immer wieder in Bosskämpfe stürzen. Laut den Entwicklern wird es sowohl Minibosse als auch Schlachten gegen riesige Raumschiffe geben. Sollte sich das Gameplay durch die komplette Story so abwechslungsreich wie in unserer kurzen Hands-on-Demo gestalten, dann besteht bei Chorus durchaus Hit-Potenzial.

Atmosphärische Schwerelosigkeit

Die Beleuchtung in Chorus kann sich durchaus sehen lassen. Vor allem die Weltraumstationen sind sehenswert. Quelle: Deep Silver Fishlabs Die Beleuchtung in Chorus kann sich durchaus sehen lassen. Vor allem die Weltraumstationen sind sehenswert. In Sachen Sound und Optik kann der Titel ebenfalls punkten. Laut Game Director Marek Berka und Audio Director Philipp Muckenfuss hat sich das Team bei den Soundeffekten von Science-Fiction-Klassikern inspirieren lassen. So klingt auch der Sinthesizer-Soundtrack des Komponisten Pedro Macedo Camacho stimmungsvoll und fügt sich perfekt in das Gesamtbild des Weltraum-Shooters ein. Ähnliches gilt für das visuelle Erlebnis in Chorus. Die Umgebung sieht tadellos aus und selbst wenn auf dem Bildschirm einmal die Hölle los ist, lief das Abenteuer in unserer Demo ohne Ruckler oder andere Probleme. Die Gefechte überzeugen außerdem mit schicken Explosionen und einem Feuerwerk an Partikeleffekten. Hin und wieder wirkt das Weltall zwar ein wenig leer, doch in einer kompletten Galaxie ist das schon Klagen auf hohem Niveau.

Bis zur Unendlichkeit ...

Beim Erkunden der Galaxie finden wir auch immer wieder geheimnisvolle Orte. Was es wohl mit diesem Wurmloch auf sich hat? Quelle: Deep Silver Fishlabs Beim Erkunden der Galaxie finden wir auch immer wieder geheimnisvolle Orte. Was es wohl mit diesem Wurmloch auf sich hat? ... und noch viel weiter? Chorus spielt in einer offenen Welt. Wenn wir uns gerade nicht in einer Story-Mission befinden, können wir die Weiten des Weltraums mit unserem Raumschiff frei erkunden. Doch die Spielwelt ist endlich. Die Entwickler wählten bewusst die Option, nicht unzählig viele Galaxien in das Spiel zu packen. Vielmehr soll der Umfang über die komplette Spielzeit hinweg gut unterhalten und Spaß machen. Den Spieler geschickt durch den riesigen Weltraum zu leiten, stellte laut den Entwicklern auch eine der größten Herausforderungen dar. In unserer Anspielsession hat das Unterfangen schon einmal problemlos funktioniert.

Während der Erkundung der Galaxie stolpern wir auch immer wieder über Nebenmissionen. Diese sollen beispielsweise ganz einfache Rennen gegen andere Raumschiffe sein oder das Eskortieren von alliierten Frachtern. Manche dieser Quests entwickeln sich im Laufe der Geschichte auch zu Story-relevanten Missionen. Bis jetzt klingen diese Aufträge noch sehr generisch und wenig innovativ. Hoffentlich schaffen es die Entwickler, eine gewisse Abwechslung in die recht klassisch anmutenden Nebenmissionen zu bringen.
Meteoriten, Planeten, Stationen und ganz viel Weltraum. In unserer Anspielsession konnte Chorus überzeugen. Bis zum 03. Dezember haben die Entwickler jetzt noch Zeit für den letzten Feinschliff. Quelle: Deep Silver Fishlabs Meteoriten, Planeten, Stationen und ganz viel Weltraum. In unserer Anspielsession konnte Chorus überzeugen. Bis zum 03. Dezember haben die Entwickler jetzt noch Zeit für den letzten Feinschliff. Im Verlauf des Spiels müssen wir auch hin und wieder Entscheidungen treffen, die Auswirkungen auf unser aktuelles Ziel haben. In unserer Demo konnten wir uns an einem Punkt entscheiden, ob wir uns auf einen Deal mit Weltraumpiraten einlassen oder deren Schiff zerstören. Wir entschieden uns für die Kooperation und zu einem späteren Zeitpunkt der Mission wurde diese Wahl von unseren Verbündeten sogar positiv kommentiert. Laut den Entwicklern dürfen wir in Chorus häufiger entscheiden, wer fortan Freund und wer Feind sein soll. Wie das im kompletten Abenteuer funktioniert, können wir noch nicht sagen, sind aber sehr gespannt darauf.

Der Weltraum-Shooter macht allgemein einen sehr starken ersten Eindruck. Gameplay, Story, Grafik und Sound harmonieren bisher sehr gut miteinander. Natürlich bleibt abzuwarten, ob sich das hohe Niveau durch das komplette Abenteuer ziehen wird. Bereits ab dem 03. Dezember 2021 wissen wir mehr, dann erscheint Chorus für PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S und Xbox Series One.

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