Civilization 5 im Gamezone-Test

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Civilization V bricht in einigen Details mit seinen Vorgängern, aber das ist – Hand aufs Herz - auch gut so.

Was hat sich noch geändert? Hier ein Überblick über weitere nennenswerte Änderungen:

Civilization 5 Quelle: 2k Games Civilization 5 Ressourcen: ein bisher leidiges Thema. Der eine oder andere erinnert sich mit Sicherheit an die Banane aus Civilization IV, die unendlich viel Nahrung zur Verfügung stellte. Damit ist es nun vorbei. Benötigt man zur Produktion einer Einheit eine bestimmte Ressource (z.B. die Pferde für die Reiter oder Streitwagen-Bogenschützen), so kann man parallel nur so viele dieser Einheiten produzieren, wie man dazu passende Ressourcen in seinem Imperium zur Verfügung hat. Auch diese Änderung unterstützt die stärkere strategische Ausrichtung von Civilization V, denn die somit stark aufgewerteten Ressourcen führen viel leichter als früher zu Auseinandersetzungen um die selbigen.

Stadtstaaten: Stadtstaaten verfügen nicht über die Handlungsfreiheiten von richtigen Nationen, sind aber dennoch eine interessante Bereicherung für das Gameplay. Spieler können sich die Gunst von Stadtstaaten erkaufen, indem Gold oder Einheiten gespendet werden oder man erfolgreich Missionen für diese erfüllt. Im Gegenzug bedanken sich diese mit großzügigen Geschenken. Leider nimmt unser Einfluss auf diese immer pro Runde um einige Einheiten ab, so dass wir uns die Gunst der Stadtstaaten permanent erhalten bzw. neu erkaufen müssen. Sollte einem das nicht in den Kram passen, kann man diese einfach erobern.

Naturwunder: Beim Erkunden der Karte trifft man von Zeit zu Zeit auf so genannte Naturwunder, wie z.B. den "Old Faithful Geyser" die zusätzliche Kulturpunkte bringen.

Religionen, Nationalitäten und Spionage: Diese drei Elemente aus Civilization IV wurden entfernt. Aus meiner Sicht ein bedauerlicher Schritt, denn diese Konzepte trugen erheblich zur erzählerischen Tiefe des Gameplays bei.

Wassertransport von Einheiten: Alle Einheiten können sich automatisch selbst bei Betreten eines Seefeldes in ein Schiff verpacken und so Meere überqueren. Aus strategischer Sicht bedauerlich, spielt doch die Transportlogistik im wahren Leben eine wichtige Rolle, die so dem Spiel verloren geht.

Berater: Die in Civilization IV eingestampften Berater wurden nun in vollem Umfang wieder eingebaut, sind aber abschaltbar. In der Standardeinstellung sind diese aber nicht sehr aufdringlich und verfügen daher nicht über die nervige Penetranz wie in Civilization III.

Technologietausch: Der Austausch von Technologien ist nicht mehr möglich. Dadurch ist es sehr wichtig im Bereich Forschung nicht zu stark ins Hintertreffen zu kommen. Ein Vorsprung anderer Nationen in diesem Bereich ist nämlich nicht mehr so leicht aufzuholen wie bisher.

Civilization 5 Quelle: 2k Games Civilization 5 Diplomatie: Die diplomatischen Optionen sind im Wesentlichen unverändert geblieben. Die Stimmung der anderen Herrscher wird aber feiner abgestuft und häufiger kommuniziert und ist auch im Diplomatieüberblick in Form einer Punktzahl leicht einsehbar. Von einem völlig überarbeiteten Diplomatiesystem zu sprechen halte ich daher für zu weit gegriffen, die diplomatischen Aktivitäten der Computergegner sind jedoch in der Tat um ein vielfaches höher als beim Vorgänger. Auffällig waren leider plötzliche unvorhersehbare Kriegserklärungen, auch von friedlichen Nationen, mit denen man über lange Zeit keinerlei Meinungsverschiedenheiten hatte. Hier wäre Nachbesserung wünschenswert, so dass man als Spieler die doch recht abrupte diplomatische Klimaveränderung erkennen kann.

Eingebaute Nationen und Führungspersönlichkeiten:

Arabien mit Harun al-Rashid
Azteken mit Montezuma
China mit Wu Zetian
Ägypten mit Ramses dem Großen
England mit Königin Elisabeth I.
Frankreich mit Napoleon Bonaparte
Deutschland mit Otto von Bismarck
Griechenland mit Alexander dem Großen
Indien mit Ghandi
Irokesen mit Hiawatha
Japan mit Oda Nobunaga
Osmanisches Reich mit Süleyman dem Prächtigen
Persien mit Dareios I.
Rom mit Augustus Cäsar
Russland mit Katharina der Großen
Siam mit Ramkhamhaeng
Songhai mit Askiya
Vereinigte Staaten von Amerika mit George Washington

Alle Staatsoberhäupter sind graphisch toll umgesetzt und sprechen in Landessprache. Ein Feature, das zwar keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hat, aber hilft eine authentische Atmosphäre zu schaffen.

Mehrspieler Modus: Multiplayerspiele funktionieren direkt per LAN oder über Steam. Alle Spieler führen ihre Züge nun parallel aus. Dies ist im Hinblick auf den Fokus auf Strategie und Taktik bei Civilization V aus meiner Sicht nicht verständlich, denn nur mit echten Runden lässt sich auf allen Seiten gezielt planen.

Meinung

Wertung zu Civilization 5 (PC)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Tolle Grafikeinzigartiges SpielprinzipStärkung der strategischen Komponentetolle SoundkulisseStärkung des Gütermanagements
KI teilweise schwach und immer noch nicht regelkonformMultiplayer-Modus fragwürdigDiplomatie weiterhin verbesserungswürdigBruch mit liebgewonnenen Konzepten aus Civilization IV
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